Große Banken aus großen Staaten gewinnen

10. Jänner 2010, 18:38
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    foto: reuters/valentin flauraud

    Großbanken wie HSBC gelten nicht als ökonomische Friedenstauben.

Schwere Bankenkrisen hinterlassen in der Wirtschaft schmerzhafte und lang anhaltende Störungen. Aber sie bringen auch Überraschungen mit sich: Die kurzfristigen Lehren haben meist wenig mit den langfristigen Folgen gemein. Auf die Frage von Schuld und Verantwortung gibt es sofortige und offensichtliche Antworten, aber diese stimmen selten mit der neuen Finanzarchitektur überein, die letztlich entsteht.

Die Finanzkrise nahm 2007 ihren Anfang im amerikanischen Subprime-Hypothekensektor und in US-Banken, die "zu groß zum Scheitern" waren. Dies ließ viele Beobachter anfänglich an das Ende des amerikanischen Finanzkapitalismus glauben. Aber die am stärksten betroffenen Banken waren anderswo, und am Ende werden die Gewinner ein paar US-Banken - darunter einige chronisch schwache - sein, die als Folge der Krise noch größer werden. Dank riesiger Geldspritzen der Steuerzahler ist der amerikanische Kapitalismus wieder voll in Fahrt.

Die Erklärung, warum offensichtliche Schlussfolgerungen aus der Krise nicht gezogen werden, liegt in der seltsamen Natur des Finanzsektors. Banken stehen im Wettbewerb, aber der Bankensektor ist einer, in dem Wettbewerb nie gut funktioniert hat.

Der Kern des Finanzgeschäftes ist abhängig von der Reputation einer Institution, ihren Informationsnetzen und ihrer Fähigkeit, Märkte zu kreieren und gleichzeitig in ihnen zu handeln. Daher bietet Größe neben den Nachteilen, die in den vergangenen zwei Jahren offensichtlich wurden, auch unbestrittene Vorteile. Die Finanzmärkte werden meist von einer relativ kleinen Zahl von Firmen beherrscht.

In früheren Zeiten, als das Kreditwesen stabil und innerhalb der Nationalstaaten reguliert war, bildeten drei oder vier führende Banken ein Oligopol: Barclays, Lloyds, Midland und National Westminster in Großbritannien; Commerzbank, Deutsche und Dresdner in Deutschland. Stets gab es dabei den Verdacht von formellen oder informellen Bankkartellen, die sich auf Konditionen und Zinssätze einigten. Meist wurde dies von den Aufsichtsbehörden hingenommen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten deutete sich durch die Internationalisierung eine neue Landschaft an, in der eine Handvoll von Banken den Weltmarkt aufteilen würden. Institute strebten nach der besten Position, um von der Finanzglobalisierung profitieren zu können, und dies bedeutete meist, sich in jenem Land niederzulassen, wo die Regulierung am lockersten war.

Banken wuchsen rasch, und dies führte zu neuen Problemen. Sie hatten etwa Mühe, die vielen verschiedenen Tätigkeiten zu managen. Es gab inkompatible Computerprobleme, kriminelle Mitarbeiter und sehr unterschiedliche nationale Unternehmenskulturen. Die größten Banken der Welt fanden sich fast unausweichlich in Schwierigkeiten. In den Neunzigerjahren waren die größten Institute alle japanisch. Wer erinnert sich heute noch an Daiichi Kangyo?

Die Finanzkrise hat auf die Frage nach den wichtigsten Wettbewerbsvorteilen eine neue Antwort gegeben. Aus Sicht der Banken ist es ein starker Nationalstaat, der die potenziellen Kosten einer Rettung tragen kann. Eine Bank will nicht dort sein, wo die Aufsicht am laxesten ist, sondern wo der Staat über die größten Budgetmittel verfügt.

Große Banken in kleinen Ländern mit geringem Steueraufkommen sind besonders verwundbar. Die USA können mit Riesen wie Bank of America und Citigroup fertig werden. China kann seine Großbanken selbst dann verdauen, wenn sie viele faule Kredite auf ihren Büchern haben.

Europas Banken sind hingegen in einer gefährlichen Lage. Irland und Island sind zwei Beispiele, wo der Finanzsektor ein Land wie ein Krebsgeschwür befiel und am Ende zerstörte. Selbst in Frankreich und Deutschland übersteigen die Risiken der großen und international tätigen Banken die Fähigkeit der Staaten, sie im Notfall aufzufangen.

Dazu kommt die Schwierigkeit zu entscheiden, welches Land für welchen Teil einer Rettungsaktion verantwortlich ist - etwa, wenn eine mitteleuropäische Bank einer österreichischen gehört, die von einer italienischen aufgekauft wird. Als Folge setzen sich die großen grenzüberschreitenden Institute nun für eine gesamteuropäische Aufsicht ein - und damit auch implizit für eine EU-weite Rettungsaktionen, wenn die Regulierung versagt.

Bei den Banken, die bisher aufgefangen wurden, erzwingen die europäischen Wettbewerbsregeln eine Verkleinerung. So fordert die EU-Wettbewerbsdirektion von der Royal Bank of Scotland, die 2009 an der Spitze der größten internationalen Banken stand, zahlreiche ihrer Bereiche abzustoßen.

Selbst die stärkeren Banken werden gezwungen, ihr Eigenkapital zu erhöhen. Das bedeutet meist, dass sie die Kreditvergabe einschränken müssen, was die Auswirkungen der Finanzkrise auf die übrige Wirtschaft verschärft.

Im Gegensatz dazu drängt die US-Regierung die Großbanken, kleinere und schwächere Institute zu übernehmen, und tut jetzt alles, um die Kreditvergabe zu beschleunigen.

Die Reaktion von Staaten auf eine Finanzkrise sind voller Widersprüche. Je mehr wir auf Wettbewerb im Bankensektor drängen, desto größer das Risiko für die einzelnen Banken. Je eher die Regierungen zum Eingreifen bereit sind und über je mehr Mittel sie verfügen, desto mehr Vorteile genießen große Banken und große Staaten.

In den vergangenen 20 Jahren waren kleine, offene Volkswirtschaften weltweit führend. Die nächsten 20 Jahre werden eine andere Art der Globalisierung bringen. Die Gewinner werden große, mächtige Staaten sein, die im Kampf um die internationale Vorherrschaft im Finanzsektor massive öffentliche Mittel zugunsten ihrer Banken mobilisieren können. (Harold James, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11.01.2010)

Zur Person

Harold James ist Professor für Geschichte und internationale Politik an der Princeton University und in Florenz. © Project Syndicate. Aus dem Englischen von Eric Frey.

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1 2
R. M.
05
11.1.2010, 07:42
Umfrage! Wie gut sind Sie aufgeklärt?

Die Banken...

...verleihen Geld, das andere Menschen gespart haben -> rot
...erschaffen Geld aus dem Nichts (in Form von Krediten, dafür verlangen sie auch noch Zinsen) -> grün

Ich danke für die Teilnahme! R. M.

http://en.wikisource.org/wiki/Mode... _Mechanics
http://www.berndsenf.de/pdf/Bankg... ng%204.pdf

Rincewind Cendiros
 
10
11.1.2010, 14:17

Auch wenn du anderes suggerieren möchtest, aber die Geschäftsbanken (von denen im Artikel die Rede ist) können kein Geld aus dem Nichts erschaffen.

Was du wohl ansprechen willst, ist die Giralgeldschöfung: ein ausgegebener Kredit kann wieder als Einlage in die Bank zurückkommen und dann neuerlich als Kredit vergeben werden. Was aber nichts daran ändert, dass auch eine Bank-Bilanz geschlossen sein muss, somit steht auf der Passivseite immer Geld, das "gespart" wurde (wobei ich dein Sparen jetzt auf Giroeinlagen, Eigentumstitel u.ä. erweitert habe).

R. M.
00
11.1.2010, 17:33
Sehr aufmerksam!

Ändert aber nichts am Prinzip: das Geld wird aus dem Nichts erschaffen.
Das Dokument des zweiten Links erklärt es ganz klar.

Rincewind Cendiros
 
10
11.1.2010, 20:17

Eben nicht aus dem Nichts, sondern als Anspruch auf die Wirtschaftsleistung des Kreditnehmers.

Vielleicht wird meine Begründung verständlicher, wenn man den Prozess umkehrt: angenommen du hast 1000 Euro, diese gibst du einer Bank als Einlage, die wiederum gibt einen Kredit mit dem jmd. ein Gut kauft. Ein Jahr später willst du deine Einlage zurück. Wenn die Bank tatsächlich Geld aus dem Nichts erschaffen hätte, würde sie es dir in die Hand drücken und gut wärs. Kann sie aber nicht, weil ihre Aktivseite nur aus dem einen Kredit besteht. Also stellt sie den Kredit fällig, der Kreditnehmer muss jmd. mit 1000 Euro finden, der ihm diese auch gibt (z.B. indem er das Gut verkauft) und erst dann bekommst du dein Geld.

R. M.
00
12.1.2010, 07:27
Die Zahlenspielereien auf den Konten der Bank sind eine eigene Sache.

Stelle ich auch nicht in Frage.
Trotzdem gibt es eine Giralgeldschöpfung aus dem Nichts. Das ist der Punkt.

Rincewind Cendiros
 
00
12.1.2010, 22:06

Nehmen wir einmal an, dass ein enger Freund von dir einen größeren Geldbetrag benötigt. Du kannst dieses aber alleine nicht aufbringen, hast aber noch andere Freunde, die deinen engen Freund nicht kennen, dir aber trotzdem das Geld geben, weil sie dich so gut kennen.

Wurde nun in diesem Prozess Geld geschaffen?

Nachdem wohl klar ist, worauf ich hinauswill, noch eine weitere Frage. Nehmen wir nun noch an, einer der anderen Freunde möchte etwas von noch einem anderen Freund kaufen, hat nun aber das Bargeld nicht. Nachdem letzterer dir auch vertraut, erklärt er sich einverstanden auf die Rückzahlung von deinem engen Freund zu warten. Was ist daran nun der Unterschied zur Überweisung?

R. M.
12
11.1.2010, 07:24
Die Erklärung, warum Schlussfolgerungen aus der Krise nicht gezogen werden, ist ganz einfach.

Es gibt eben bestimmte Kreise, die daran kein, aber schon überhaupt kein Interesse daran haben, daß sich etwas ändert.
Mit diesem Artikel wird uns wiedereinmal das übliche Mantra vorgebetet: "Banken sind wichtig. Ohne Banken können wir nicht leben."
Die meisten Menschen glauben das auch. Denn die meisten Menschen haben keine Ahnung woher in unserem heutigen System das Geld kommt und was die eigentliche Idee von Geld ist (war).
Da werden die meisten Menschen ganz schön blöd schauen, wenn das System gänzlich zusammenbricht. Das wird lustig!

meineipist
00
11.1.2010, 10:51

Nein, das wird nicht lustig.

sensortime.com
01
11.1.2010, 12:01
Doch. Es wird lustig.

Weil nämlich mit dem unvermeidlichen, weil auf mathematischen Regeln basierenden Crash des Finanz- & Kredit-Pyramidenspiels auch mal endlich jener korrupte Teil drauf geht, der sich auf Kosten der Schwächeren und Idealisten seit jeher ein schönes Leben gezimmert hat.

amused8
31
11.1.2010, 04:21
Kalte Enteignung


Folgende Strategie: Nachdem Wachstum und damit Profit in der Realwirtschaft immer schwerer zu erzielen sind, verlegen sich die reichen Eliten in die Finanzwirtschaft. Hier werden virtuelle Assets geschaffen, kreditfinanziert. Jeder Kredit wird zum Beipiel über ein CDS versichert, für dessen Bezahlung wieder Kredite aufgenommen werden, die wieder versichert werden usw... Das hat den Zweck die Gesamtgeldmenge immer mehr zu erhöhen. Die Finanzwirtschaft kann so theoretisch immer weiter wachsen, braucht dafür aber als letztes Sicherheitsnetz und zur Verhinderung von Regularien einen potenten Staat. Mit der immer größeren in der Finazwirtschaft zirkulierenden Geldmenge können dann reale Assets Schritt für Schritt aufgekauft werden.

Der Retter der Welt
00
11.1.2010, 10:45
???

Bitte informieren Sie sich bevor Sie Posten. Ein Credit Default Swap funktioniert sehr ähnlich wie eine Versicherung. Man zahlt für die Absicherung des Kredits eine periodische Prämie, die man in die Kreditzinsen hineinkalkuliert. Warum sollte man da zur "Bezahlung" (wovon eigentlich?) einen weiteren Kredit aufnehmen? Natürlich sind reiche Eliten böse und reiche Banker noch viel mehr böse. Aber wir alle würden mehr erreichen, wenn wir sachlich richtig argumentieren...

amused8
00
11.1.2010, 11:35

Z.B Hedge Fonds. Nicht nur die, sondern praktisch die gesamte Finanzwirtschaft arbeitet mit großen Kredithebeln, das heißt, auf relativ geringes Eigenkapital wird viel Fremdkapital aufgenommen in Form von billigen kurzfristigen Krediten. Umschuldungen kein Problem. Da ist die sich durch den Deflationsdruck ergebende Nullzinspolitk der Notenbanken ideal. Ideal auch für die ehemaligen verbliebenen Wallstreet-Investmentbanken, die sich im Zuge der Krise zu normalen Geschäftsbanken umformiert und so Zugriff auf billige Kredite der FED haben.

R. M.
11
11.1.2010, 11:16
Was amused8 versucht hat zu sagen, ist:

Um die Zinsen zu zahlen, muß man weiter Kredit aufnehmen.
Nur falls Ihnen das nicht klar ist (und das ist ganz sachlich):
Das Geld, welches den Zins bezahlen soll, existiert nicht - zumindestens am Anfang. (Es wird später von den Banken in Form neuer Kredite erschaffen und führt zu Inflation.) Daher sind die Kreditnehmer gezwungen, das zusätzliche Geld für den Zins von anderen zu stehlen - dieser Umstand wird nur durch die Geldzirkulation sehr gut vor unseren Augen verborgen. Es ist eine unumstößliche Tatsache, daß es in diesem System unmöglich ist, daß alle Kreditnehmer ihre Schulden plus Zinsen zurückzahlen können.
Ob die reichen Banker und Eliten böse sind, sei dahingestellt. Jedenfalls haben nicht alle eine faire Chance. Alles klar?

Der Retter der Welt
00
11.1.2010, 16:26
so ist es aber nicht

Man kann sich natürlich alles ideologisch zusammenträumen. Aber diese "Theorie" ist doch nicht wirklich haltbar. Das hängt eben alles vom "Wachstum" ab. Vereinfacht gesagt, so viel Zinsen wie Wachstum kann sich immer ausgehen. Und Konsum heute ist den meisten von uns noch allemal lieber als Konsum morgen. Deswegen eine Prämie für den Konsumverzicht. Nachzulesen in jedem guten Textbuch für Ökonomie. PS: Klar, kann die ganze Sache "überhitzt" werden. Aber - wie schon aben gesagt - es wäre gut, wenn man hier sachlich argumentierte.

R. M.
00
11.1.2010, 17:41
Sehen Sie: Sie können es für Träumerei halten oder nicht.

Vielleicht sollten Sie nicht alles so einfach glauben, was man Ihnen erzählt oder was in Büchern steht. Gerade die Wirtschaftswissenschaft ist sehr von Ideologie bestimmt. Ich lade Sie ein, mal zu versuchen die Sache unvoreingenommen selbst zu durchdenken.
Die Erklärung des Zinses durch den Konsumverzicht ist wohlbekannt. Trotzdem ist es kurzsichtig und dumm.
Warum? Deswegen:
Ein zinsbasiertes Geldsystem stellt eine positive Rückkopplung dar. Positiv rückgekoppelte Systeme brechen immer zusammen. Das ist ein Naturgesetz. Kein System, das auf einer positiven Rückkopplung basiert, kann jemals nachhaltig sein.
Das ist keine Ideologie. Das ist Physik.
Was wird sich wohl durchsetzen: Die menschliche Ignoranz oder das Naturgesetz?

Koinoentität
00
11.1.2010, 12:34
Eigentlich ist es umgekehrt! Die ZB muss versuchen genug herzuborgen um den Geldabfluss aus der Realwirtschaft zu kompensieren (ansonsten gibts eine Deflation).

Wenn den ZB erlaubt wäre nach eigenem Ermessen Geld an die Staatshaushalte zu verschenken gäbs dieses Problem nicht.

Ich darf mich selbst zitieren:
http://derstandard.at/plink/125... id14975065

Dieses Problem gäbe es in kleinerem Ausmaß auch ohne Teilreserve - die das wahre Problem ist! Alles andere ist im Vergleich irrelevant! Die Möglichkeit der GV Geld zu erschaffen, bedeutet nichts anderes als das der Staat dieses Geld den Banken schenkt ( >10 Billionen € zur Zeit im Euro-Raum). Ohne Teilreserve hätten die ZB dieses Geld erschaffen müssen, womit es dem Staat zu gute gekommen wär.

Die Banken haben offensichtlich kein Interesse an einer Änderung. Deshalb wird sich auch nichts ändern. Bis zum Zusammenbruch.

Walter Bimini
00
11.1.2010, 00:30
da muß ich an die royal bank of scottland in uk oder die city group in usa denken und die behauptung erscheint sehr gewagt.

RT
00
10.1.2010, 22:11
Große Firmen aus großen Staaten gewinnen...

...könnte man genauso schreiben und läge damit immer richtig.

Oh Du mein Österreich wirst es in Zukunft recht schwer haben!

Walter Bimini
00
11.1.2010, 00:31
das us imperium wird wirtschaftlich zusammenbrechen wie in den 90er jahren die sowjetunion.

wer wenn nicht er
00
11.1.2010, 09:27
Welches Imperium?

Der Nationalstaat USA hat 300 Millionen Einwohner, mehr als die UdSSR je hatte. Die Tendenz zu zerfallen ist mehr als gering.

So wie die britischen Kolonien in Nordamerika keinen britischen Schutz mehr brauchten, nachdem die französischen Kolonien (von Kanada bis Louisiana) 1763 an England gingen, so braucht auch die EU keinen US-Schutz mehr vor der UdSSR.
Da es aber nie ein „Imperium“ gab, erfolgt diese Loslösung friedlich und ohne Systembruch…

Mit der Verwestlichung Chinas schwindet der US-Einfluss auch in Japan, Korea, Taiwan… ebenfalls ohne Systembruch.

Die USA waren nach dem Unabhängigkeitskrieg nie wieder mit den Briten verfeindet. So wird es auch mit EU, Japan & Co sein.

Lord Chaos
02
11.1.2010, 10:41


Hallo!? Der Vorposter hat von einem wirtschaftlichem Zusammenbruch geredet. Wenn man langfristig doppelt doppelt soviel ausgibt wie man einnimmt kann dies auf Dauer nicht gut gehen, um dies zu erkennen muss man kein Genie sein. Von einem Auseinanderfallen samt Bürgerkrieg usw hat keiner gesprochen. Ein Crash des Dollars um die Kaufkraft entsprtechend zu senken reichen völlig. Dies kann jederzeit geschehen, spätestens wenn China das US-Defizit nicht mehr subventionieren will/kann.

wer wenn nicht er
00
11.1.2010, 11:23
Die aktuelle Wirtschaftskrise wegen der zu hohen Verschuldung privater Hauhalte...

...wird er wohl NICHT ankündigen wollen. Das wäre so als würde man bei Minus 5 Grad Außenteperatur verkünden: Es wird so kalt werden wie zu der letzten Eiszeit...
Und Sie kommen dann und sagen: -5 waren in der Eiszeit normal.

"zusammenbrechen wie in den 90er jahren die sowjetunion" bedeutet: Halbierung der Wirtschaftsleistung, Ende der Fähigkeit, Armee und Flotte zu erhalten, Rückzug aus der Großmachtposition: Abzug als allen internationalen Militärbasen, Ende aller Wirtschafts- und Militärhilfen.
Totaler Zusammenbruch des gesamten sozialen Netzes wegen Staatsbankrot. Letztlich: Auflösung des Staates.

DAS WAR DER ZUSAMMENBRUCH DER UdSSR.
Und sowas soll in naher Zukunft für die USA kommen? Geh bitte.

Walter Bimini
00
11.1.2010, 19:21
wenn man eine sibirische kältewelle erwartet, dann entsprechen minus 5 grad einem lauen lüfterl

die krise wird für die usa schlimmer werden als die große depression.

wer wenn nicht er
00
12.1.2010, 01:16
Die Krise der 30er

15 Jahre nach der Krise umfasste das US-BIP 50% der gesamten Weltwirtschaft, während 20 Jahre nach dem Kollaps der UdSSR Rußland gerade mal die Wirtschaftsleistung von Spanien erreicht hat.

Die hohe Verschuldung wird kein hohes Wachstum durch Privatkonsum mehr ermöglichen, richtig.

Die Krise wird sich in den USA in die Länge ziehen, da gebe ich Ihnen ebenfalls recht: Es wird eine lange Periode schwachen Wachstums geben, ja.

Aber das mit dem Zusammenbruch der UdSSR zu vergleichen ist aus drei Gründen falsch:
1. Die UdSSR ist damals auf ein Niveau eines afrikanischen Entwicklungslandes zurück gefallen.
2. Sie hat sich in Folge aufgelöst.
3. Planwirtschaft hat nirgendwo je funktioniert, Marktwirtschaft funktioniert.

Walter Bimini
00
16.1.2010, 13:57
mit statistiken läßt sich herrlich betrügen

in den usa ist die anzahl der bürokraten bereits größer als die anzahl jener menschen, die im kümmerlichen rest der produzierenden industrie arbeiten. die usa tanzt schon länger am rande eines vulkans und kann jederzeit abstürzen. da zeigt sich, daß die weltleitwährungsfunktion des dollars auch nachteile haben kann. denn sobald die anderen staaten beginnen den dollar abzuverkaufen, werden gewaltigen massen grün bedruckter papierln in die usa zurückfluten. das allein reicht schon für eine kleine hyperinflation.
übrigens große teile des us budgets wurden schon 2009 von der fed monetarisiert sprich gedruckt.

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