Exporthoffnung

Island setzt auf die Seegurke

10. Jänner 2010, 18:19

Neue Exporthoffnung für krisengebeutelte Insel

Reykjavík/Helsinki - Bei der Suche nach neuen Einnahmequellen zur Bewältigung der milliardenschweren Schuldenlast ihres Landes sind die Isländer offenbar sehr kreativ. Nach Plänen, Island in einen globalen Standort für die Kühlung riesiger Computerzentren zu verwandeln, verstärkte Suche nach Bodenschätzen zu betreiben sowie der Entscheidung, den kommerziellen Walfang wieder aufzunehmen, will Island nun auch verstärkt auf Fang und Export von Seegurken setzen.

Das Fischereiministerium in Island erweiterte vergangene Woche die bisher auf ein einziges Boot beschränkte Versuchsgenehmigung zum Fang der äußerlich an Nacktschnecken erinnernden Meeresbodenbewohner auf neun Lizenzen. Die getrockneten und geräucherten Tiere ("Trepang" ) sowie deren eingelegte Innereien gelten vor allem in China und Südostasien als kulinarischer Leckerbissen.

Der Betreiber der bisher einzigen isländischen Trepang-Exportfirma Reykkofinn, Kari Petur Olafsson, zeigte sich laut Morgunbladid besorgt, dass die Ausweitung des Fangs zu einer Überfischung führen und dadurch den Betrieb seines Unternehmens gefährden könnte. Künftig sollen in drei verschiedenen Fischereizonen je drei Schiffe Seegurken fangen dürfen. (APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 11.01.2010)

Kommentar posten
20 Postings
Minimonk
00
11.1.2010, 10:06

back to the roots sozusagen.

anton-aus-tyrol
 
00
11.1.2010, 10:02
Seegurken!

Wird sicher ein Exportschlager! Hab so ein Ding einmal in China vorgesetzt bekommen. In der Sauce sah das Ding schon sehr eindeutig aus. Vom Geschmack her: fad bis Pfui Teufel!

xray -
10
11.1.2010, 11:18

hmm. ich fand das überraschend lecker.
jetzt nicht täglich zum frühstück, aber ansonsten durchaus.

Curd Hombre
01
11.1.2010, 09:49
Stromexport & Erzeugung inkl Export von H2 ...

...wäre wohl sinnvoller bei der geothermischen Aktivität in Island!

good old europe
00
11.1.2010, 14:20

Sie schmelzen eh Alumnium gleich vor Ort. Sie würden gerne noch mehr draus machen, aber Umweltschützer sind dagegen.

gigngogn
 
00
11.1.2010, 11:56
Genau! Weil ja Wasserstoff, gewonnen mittels Elektrolyse, komprimiert bzw verflüssigt und dann per Tanker verschifft, annschließend wieder expandiert und in eine Pipeline gedrückt so einen enorm hohem Wirkungsgrad hat :)

Wurzelloser Kosmopolit
10
11.1.2010, 09:35
Eine Volkswirtschaft basierend auf Ausbeutung.

topfenknoedel
00
11.1.2010, 09:29

Wieviele Seegurken muss man exportieren, um ein Automobil zu importieren? die Dinger sind auch schwierig zu fangen, da verdammt schnell---

Spigola
014
11.1.2010, 09:05
Im isländischen Radio gab es dazu ein Interview:

Befragt wurde ein Herr, der bis letztes Jahr für eine Bank als Trader tätig war, in der Bankkrise arbeitslos wurde und sich schliesslich auf Fischer umschulen liess. Nach seinen ersten Erfahrungen mit der Seegurkenfischerei erzählte er sichtlich beeindruckt, dass die Seegurken ein bedeutend rationaleres Verhalten zeigen und viel schwieriger ins Netz zu kriegen seien als geldgierige Anleger.

leo lander
02
11.1.2010, 09:38
falls erfunden, ziemlich gut erfunden :=))))

Walter Tiefenthaler
00
11.1.2010, 05:42
aehm...?

wie faengt man seegurken? ist hier ein leser kundig?

Mulla Nasrudin
00
10.1.2010, 23:45

Ich hätte da eine Geschäftsidee für Österreich: Vielleicht ließe sich auch Arion Lusitanicus als Delikatesse nach China exportieren!

gigngogn
 
00
11.1.2010, 11:58
Sie meinen als eine Art Trepang Surimi?

Keli Orange
 
02
10.1.2010, 20:04

Saure Seegurkenzeit ...

Ich bin der Meinung...
320
10.1.2010, 20:03
Tolles Wirtschaftsystem

Weil es ein ganzes Land an den Bankrott führt müssen auch die Fischereibestände bis zum Bankrott bewirtschaftet werden, damit der finanzielle Bankrott halbwegs abgebaut werden kann.

Das ist wie Feuerlöschen mit Methanol. Oder: Wie Kapitalismus.

good old europe
11
11.1.2010, 12:28

Klar, der einzige Staat der Welt, der nachhaltiges maritimes Wirtschaften betreibt und damit erfolgreich ist, ist ein böser Ausbeuter.

Wenn Linke und Ökos doch endlich zugeben würden, dass ihre Argumentation stets nur auf Neid und Missgunst beruhen.

yomellamo
09
11.1.2010, 00:05

... die sozialistischen länder waren ja allesamt vorzeige-umweltschützer, gel...

Herzerzog Johann
07
11.1.2010, 10:09

... man hat in deren Medien jedenfalls nichts Gegenteiliges gelesen ...

good old europe
10
11.1.2010, 12:28

haben Sie jemals etwas gelesen? Ich glaube nicht.

luke skywalker
10
11.1.2010, 12:17
Sie hatten das kommunistische Parteiblatt aus Moskau abboniert


als einzige Informationsquelle ??

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