Blackwater zahlt Schmerzensgeld an Iraker

10. Jänner 2010, 15:41

Anwalt: US-Unternehmen einigte sich mit meisten Opfer-Familien

Bagdad - Die frühere US-Sicherheitsfirma Blackwater hat sich mit den irakischen Hinterbliebenen von Opfern einer Schießerei in Bagdad über Schmerzensgeldzahlungen geeinigt. 16 der 17 betroffenen irakischen Familien hätten das Angebot des Unternehmens angenommen, erklärte deren Anwalt Hassan Jabbar Salman am Sonntag.

Die Familien der Todesopfer erhielten jeweils 100.000 Dollar (70.062 Euro), die der Verletzten zwischen 20.000 und 50.000 Dollar. Der 42-jährige Anwalt war bei dem Vorfall im Jahr 2007 selbst schwer verletzt worden. Nach irakischen Angaben wurden damals 17 unbewaffnete Zivilisten getötet, nach US-Angaben 14; rund zwanzig weitere Menschen wurden verletzt.

Im September 2007 hatten Blackwater-Mitarbeiter am Nisur-Platz im Westen Bagdads in eine Menschenmenge geschossen, als dort ein Konvoi mit US-Diplomaten vorbeifuhr. Das Unternehmen war im Irak vor allem mit dem Schutz von Botschaftsmitarbeitern beauftragt gewesen. Die private Sicherheitsfirma verlor wegen des Vorfalls in Bagdad ihre Aufträge im Irak; heute heißt die Firma Xe.

Ende Dezember war ein US-Prozess gegen fünf Blackwater-Mitarbeiter wegen der Schießerei in Bagdad geplatzt. Ein Gericht in Washington hatte die Klage gegen die Männer mit der Begründung zurückgewiesen, sie beruhe auf nicht zulässigen Beweismitteln. Die US-Regierung prüft derzeit eine Wiederaufnahme des Verfahrens. Dessen Einstellung hatte im Irak für Empörung gesorgt. Die Regierung in Bagdad kündigte eigene juristische Schritte gegen Blackwater an. (APA)

Nr.3645
00
24.8.2010, 12:42
nciht schlecht....

falls ich mich nicht täusche, waren es doch ganze 200US-D die man für zerbombte hochzeitsgäste in afghanistan bekam.

Mostbluzer
00
15.1.2010, 14:03
wird schon mehr

bei den morden in falludscha wollte blackwater noch 250.000 dollar zahlen. das aussenministerium sagte das ist zuviel, da könnte ein "business" draus werden.

also wurdens 15.000 dollar.

stimme zu
00
15.1.2010, 11:06
Blackwater heisst jetzt XE und Clinton und Obama haben Ihre Contracte im Jahr 2009 verlängert und teilweise ausgeweitet

XE-vormals Blackwater verdient also genug um diese Beträge zahlen zu können.

hiems
 
00
12.1.2010, 09:57
Es heißt nicht Schmerzensgeld,

es heißt Schmerzengeld.

FriedaKistner
08
10.1.2010, 21:14
Die USA sendet eine klare Nachricht

Ein Böller in der Unterhose ist eine Massenvernichtungswaffe. In Florida geht man für Mord auf den Stuhl oder lebenslang hinter Gitter. Aber Amerikaner, welche im Ausland präventiv töten, handeln einen Deal aus, weil die USA in der Lage ist, Mord als einen unglücklichen Zwischenfall zu deklarieren. Yes, we can! Eine schöne neue Weltordnung, die uns die Amerikaner da mit unverhüllter Macht vor Augen führen. Vor wem sollten wir uns eigentlich am Meisten fürchten?

Der Oley
00
11.1.2010, 14:46
Welche neue Weltordnung?

Töten im Staatsauftrag war schon immer legitim. Soldaten sind nun ein mal staatlich sanktionierte Mörder. Egal welche Uniform sie tragen und aus welchem Land Sie kommen. Oder glauben Sie, einem österreichischen oder deutschen Soldaten würde etwas passieren, wenn er in einem Kriegsgebiet ein paar Zivilisten abballert? Doch nur wenns rauskommt und es an der Heimatfront brodelt. Und dann gehts für den Soldaten immer glimpflich ab.
Sie können ja Soldaten auch schlecht in den Krieg schicken, ohne ihm einen Tötungsauftrag zu erteilen.

Die größte Idiotie sehen Sie aber schon allein darín, daß mancher Soldat noch nicht mal wählen gehen kann oder Alkohol trinken darf aber mit einer Waffe Menschen töten soll.

FriedaKistner
00
11.1.2010, 19:02
Soldaten vs. Söldner

Ich stimme Ihrer Meinung zu. Auch wenn der Unterschied für die Amerikaner kaum mehr wahrnehmbar ist, gibt es für mich einen Unterschied zwischen einem Soldaten und einem Söldner. Man kann geteilter Meinung sein, ob dieser Unterschied bei Mord wirklich relevant ist. Er wird den getöteten Zivilisten allerdings wenig helfen.

Warentester
01
11.1.2010, 00:55

Stimmt schon was Sie sagen. Bis auf das, dass diese US Politik neu wäre. Die gibt's schon länger.

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