Cloud-Computing noch nebelig

IT-Chefs wollen mehr Ressourcen

Zu geringe Investitionen in IT-Systeme haben Innovationen behindert und dazu geführt, dass Unternehmen im Zuge der Finanzkrise Kunden verloren haben. Dies haben Chief Information Officers (CIOs) und andere Führungskräfte im Rahmen einer internationalen Studie in 13 Ländern erklärt, die von BT Global Services in Auftrag gegeben wurde. Untersucht wurden auch die Herausforderungen, die auf die CIOs in den Unternehmen im Zusammenhang mit dem Thema Cloud-Computing zukommen.

Informationen nicht auffindbar

Mehr als ein Viertel (27 Prozent) gab an, dass sie in der Rezession Aufträge verloren haben, weil sie benötigte Informationen nicht finden konnten. Fast zwei Drittel der CIOs bzw. andere Führungskräfte glauben, dass eine veraltete IT-Infrastruktur ein Hindernis für ihre globale Handlungsfähigkeit darstellt. Eine ähnlich hohe Zahl der Befragten macht ungeeignete Softwarelösungen für dieses Problem verantwortlich.

Damit Cloud-Services im Jahr 2010 den von den Analysten vorhergesagten Durchbruch schaffen, müssen sich die Einstellungen bei den CIOs und anderen Top-Managern ändern. So fehle bei mehr als der Hälfte der CIOs die Einsicht, wie sie mit Cloud- Computing Geld sparen können, obwohl das Cloud-Modell dafür ausgelegt ist, die Anschaffungskosten gering zu halten oder ganz zu beseitigen. Die Mehrheit der CIOs kann sich noch nicht damit anfreunden, Anwendungen und Daten auf Server zu verlagern, die außerhalb ihres Landes betrieben werden. Ein globaler Markt ist also noch weit. (red, DER STANDARD, Printausgabe, 9./10.1.2010)

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6 Postings
die aufgabe eines CIO's ist es für funktionierende software zu sorgen

wenn sich ein CIO über unzureichende oder veraltete software beschwert sollte er seine funktion zur verfügung stellen !

Die Mehrheit der CIOs sollte sich auch mit den datenschutzrechtlichen Konsequenzen beschäftigen

Aber das ist natürlich mühsamer als Studien zu bestellen.

CIOs und andere Top-Manager

sehr interessanter Ansatz. Leider sind die CIOs aber zumeist keine Top-Manager sondern wenn, dann bestenfalls in der Geschäftsführung geduldete, sich selbst sehr wichtig nehmende Individuen; diese als Top-Manager zu bezeichnen ist mE überzogen. Die wirklichen Entscheidungen treffen die Leute aus dem Marketing, der Produktion oder - für interne Belange - die Finanzleute und das ist imho auch gut so. Die CIOs sind viel zu sehr getrieben von den Versprechungen des IT-Marktes (IBM, HP, SAP, Accenture, Gartner und Co), die durch diesen Viehtrieb unsauberes Geld machen und nur selten den Unternehmen wirklich helfen.
(Dass IT ein wichtiger Faktor sein kann, will ich natürlich nicht bestreiten, aber Entscheiden tun's nur wenig selber, die CIOs.)

Da ist es besser auf die Chief Financial Officer zu hoeren die von Banken zu fragwuerdigen Anlagen getrieben werden, weil Banken machen sauberes Geld (oder Geld sauber?). Wenn (wie in den letzten Jahren oft genug gesesehen) diese Investments den Bach runter gehen ist den Unternehmen natuerlich viel mehr geholfen.

"aufträge verloren, weil benötigte informationen nicht gefunden werden konnten"

wie bitte? was soll man darunter bloss verstehen...

Fehlendes Knowledgemenagement. Hat aber nicht unbedingt etwas mit der IT als solches zu tun.

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