Investmentbanker

Bank of America zahlt Milliarden-Boni

08. Jänner 2010 14:33

Institut: Über Bezahlung noch nicht endgültig entschieden

New York - Neuer Wirbel um überzogene Boni in der Finanzwelt: Die angeschlagene Bank of America stellt ihren Investmentbankern für das abgelaufene Jahr genauso hohe Extrazahlungen in Aussicht wie vor der Krise. Die zu erwartende Ausschüttung bewege sich nahe des Wertes von 2007, schreibt das "Wall Street Journal" (WSJ) am Freitag. Dabei steht das Geldhaus gerade erst wieder auf eigenen Beinen, nachdem der US-Steuerzahler die Bank mit 45 Mrd. Dollar (31,5 Mrd. Euro) vor dem Kollaps retten musste. Erst vor einem knappen Monat hatte das Institut seine Schulden beim Staat beglichen.

Die Bank of America gehört zu den größten Verlierern der Finanzkrise. Sie hatte sich zum Höhepunkt des Crashs mit der Übernahme der Investmentbank Merrill Lynch verhoben. Dort taten sich im Laufe der Zeit immer neue Löcher durch faule Wertpapiere auf. Am Ende des Jahres 2008 summierte sich der Verlust auf 27,6 Mrd. Dollar. Der Staat musste einspringen. Im Zuge der allgemeinen Erholung der Finanzbranche hat sich aber auch die Lage bei Mutter und Tochter entspannt. Diese Erholung werde sich in den Boni niederschlagen, schreibt das "Wall Street Journal". Die Bank selbst ließ wissen, über die Bezahlung sei noch nicht endgültig entschieden.

Boni sind seit der Krise das Reizthema in der Finanzwelt. Trotz hoher Verluste bekamen insbesondere die Investmentbanker weiterhin gigantische Extrazahlungen. Besonders in die Kritik geraten war die Praxis bei staatlich gestützten Banken, bei denen letztlich der Steuerzahler für die Gehälter geradesteht.

Auslöser der Finanzkrise

Überzogene Boni gelten als einer der Auslöser der Finanzkrise, schüren sie doch laut Kritikern die Risikobereitschaft. Großbritannien hatte deshalb eine Sondersteuer verhängt, auch in Frankreich und Deutschland ist eine entsprechende Abgabe im Gespräch. Die Investmentbanker von Merrill Lynch hatten 2007 rund 5,8 Mrd. Dollar an Boni eingestrichen, und selbst für das Krisenjahr 2008 erhielten sie noch 3,6 Mrd. Dollar. Die Konzernführung kam deshalb massiv unter öffentlichen Druck, am Ende musste Bankchef Kenneth Lewis gehen. Seit dem Jahreswechsel führt der bisherige Leiter der Privatkunden-Sparte, Brian Moynihan, die Bank of America. Sein erklärtes Ziel ist es, das ramponierte Image wieder aufzupolieren.

Die US-Regierung hatte der Finanzwelt insgesamt 700 Mrd. Dollar zur Verfügung gestellt. Erst vor wenigen Wochen hatte sie ihren Hilfsplan bis weit ins kommende Jahr hinein verlängert. Besonders mittelgroße und kleine Banken sind noch in Nöten. Institute, die Staatshilfe in Anspruch nehmen, müssen allerdings harte Einschnitte bei der Bezahlung ihrer Führungskräfte hinnehmen. Die Großbanken haben deshalb mittlerweile allesamt die erhaltenen Gelder zurückgezahlt. (APA)

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19 Postings
biggi729
09.01.2010 09:13

na dann als erstes gleich einmal die gesamte unterstützung zurückverlangen. gleich, sofort und auf der stelle.

vis comica
09.01.2010 13:32

das haben sie längst getan - sonst dürften sie keine Boni zahlen

http://derstandard.at/125928198... en-zurueck

biggi729
11.01.2010 18:47

alles klar, danke.

hirnblähungen
09.01.2010 08:33
teufelshunde die banker

die manager die mit geld spielen....
skrupellos, geldgeil,
einfach unter aller sau

Enrico Furioso
08.01.2010 18:45
wie sagte Ken Livingstone -

der ehemalige Bürgermeister von London - im heurigen Frühjahr?

"Honestly, we should shoot one banker a week until the others improve. They are guilty of rapacious, near criminal abuse."

Flann O'Brien
09.01.2010 03:33

Jürgen Ponto und Alfred Herrhausen sollten mit leuchentendem Beispiel vorangehen!

Enrico Furioso
08.01.2010 23:09
muss mich korrigieren:

es war natürlich das Frühjahr 2009, nicht das heurige.

werwolfi
08.01.2010 18:34

(unverschämt+pervers)²

locken
08.01.2010 18:12
Bankster erste Güte,wann steht das Volk auf ?

Bergdolm
08.01.2010 18:44

Keine Angst, "das Volk" steht nicht auf.

Selbst die Mehrheit (der befragten) ärmsten Schlucker in USA sind (angeblich) gegen massive Steuererhöhungen für die Superreichen.
Begründung: Wenn sie einmal selbst reich werden (sollten), wollen sie auch keine hohen Steuern zahlen.

Das klingt verrückt - ist aber "the American way of life".

geniusgenitalis
08.01.2010 21:41

dito bei uns mit der reichensteuer

Farinelli
08.01.2010 18:40

solange sie sich noch mit immer prekäreren sklavenjobs abfinden... u glauben dass müsse so sein, sicher noch lange...

ranchorelaxo
08.01.2010 18:10

wen würden vermehrte amokläufe im amiland künftig noch wundern?
unfassbar diese bankster...

FinalDestinati0n
08.01.2010 20:20

In den USA hab es heuer weniger Morde und Kriminalität seit vielen, vielen Jahren.

In NY zB wurde die niedrigste Mordrate seit Beginn der Aufzeichnungen in den 60ern verzeichnet.


booyah

mahnamahna
08.01.2010 17:17
wundert oder überrascht das irgendwen?

José Atento
08.01.2010 16:51
Die besten Spekulanten

muss man schließlich bei Laune halten...

cee lo
08.01.2010 16:25

oh bah mah schau oba......

Bergdolm
08.01.2010 15:59
"No eh kloar"

hätt' der Mundl g'sagt.

pei mei
08.01.2010 16:37
na ... der Mundi hätt' sogt

denan g'hert a Watsch'n dass eana 14 Tog da Sched'l wogelt

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