120 Millionen Euro

Schmied hat auf Stundung der Schulmieten verzichtet

8. Jänner 2010, 06:47
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    foto: apa/jaeger

    Claudia Schmied (SPÖ) und Werner Amon (ÖVP): Die Unterrichtsministerin hat auf 120 Millionen Euro verzichtet, dem Bildungssprecher schwant Böses für die die Verhandlungen zum Lehrerdienstrecht im Frühjahr.

Aufwand bei Lehrpersonal geringer als erwartet - ÖVP sieht "fatale Optik"

Wien - Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) hat 2009 auf die im Frühjahr ausgehandelte Stundung der Schulmieten in Höhe von 120 Millionen Euro verzichtet. Das berichtet die "Kleine Zeitung" unter Berufung auf die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG). Die Stundung der Schulmieten war eigentlich das Kernstück des Kompromisses, den Schmied und die Lehrergewerkschaft erzielt hatten, um die von der Ressortchefin ursprünglich forcierte Erhöhung der Lehrverpflichtung in den Klassen zu vermeiden.

Im Unterrichtsministerium begründet man den Verzicht auf die Stundung folgendermaßen: "Wir haben das nicht in Anspruch genommen, weil der Aufwand beim Lehrerpersonal günstiger verlaufen ist als prognostiziert", sagte Schmieds Sprecherin. Mehr Lehrer hätten Interesse für das Altersteilzeitmodell bekundet als angenommen.

Der unter Einbeziehung der Regierungsspitze ausgehandelte Deal sah eine Entlastung von Schmieds Budget in Höhe von 422 Millionen Euro vor, davon 240 Millionen durch die Stundung von Mieten für Schulgebäude (jeweils 120 Millionen für 2009 und 2010).

Schmied verlangt mehr Geld von Pröll

Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) hat sich am Freitag bei der Präsidiumsklausur der SPÖ stolz darüber gezeigt, dass sie die Stundung der Mieten für Schulgebäude im vergangenen Jahr nicht in Anspruch nehmen musste. Sie sei sehr froh, eine Punktlandung geschafft zu haben, erklärte die Ressortchefin. Im kommenden Jahr wird Schmied dieses Kunststück nach eigener Einschätzung aber nicht gelingen.

Sie gehe davon aus, dass 2010 die Stundung mit einem Volumen von 120 Mio. Euro zur Gänze in Anspruch genommen werden müsse, so Schmied. Kritik der ÖVP, dass sie sich um gleich 120 Mio. in ihrem Budget verschätzt habe, wies die Ministerin zurück. Es sei nicht einfach gewesen, mit einem Budget von immerhin 7,2 Mrd. Euro exakt auszukommen. Langfristig sei es für ihren Budgetrahmen wichtig gewesen, ohne die Stundung über die Runden zu kommen.

Klar ist für Schmied, dass sie im nächsten Budget mehr Geld als bisher bekommen müsse. Auf Fragen, wie viel sie nun exakt von Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) herausschlagen will, ließ sich die Unterrichtsministerin nicht ein. Im Büro des Finanzminsteriums zeigt man sich "verwundert" über den Budgetüberschuss.

Amon: Unterrichtsministerin hat sich um "2.600 Lehrer verschätzt"

Wenn man daran denke, dass ein Pädagoge pro Schuljahr 45.000 Euro koste, habe sich Schmied in ihren Budgetplanungen um "2.600 Lehrer verschätzt", rechnete VP-Bildungssprecher Werner Amon vor: "Die Optik ist fatal."

Amon spricht von einem "bemerkenswerten" Vorgang. Schmied sei nun gefordert, persönlich eine entsprechende Antwort zu geben. Bisher habe sie bei jedem ihrer Projekte sofort nach dem Finanzminister gerufen und nun zahle sie 120 Millionen "locker weg": "Das passt nicht zusammen."

Auch würden sich nun jene Schulstandorte, die geschlossen werden mussten, bei der Ministerin "herzlich bedanken", wenn diese die 120 Millionen eingespart habe. Gebraucht hätte man dazu noch zusätzliche Lehrer, beispielsweise für einen ausgebauten Integrationsunterricht.

Schmieds Vorgehen "nicht vertrauensbildend"

Böses schwant dem Bildungssprecher nun, was die ohnehin sensiblen Verhandlungen mit der Gewerkschaft über ein neues Lehrerdienstrecht angeht. Wenn Schmied im Frühling fast schon panisch auf der Erhöhung der Lehrverpflichtung beharrt habe und sich jetzt herausstelle, dass sie das Geld gar nicht benötigt hätte, sei das nicht dazu angetan, vertrauensbildend zu wirken.

Ob sich die Ministerin nun verrechnet hat oder nur einfach eine höhere Lehrverpflichtung erzwingen habe wollen, wollte Amon nicht einschätzen: "Ich will weder an einen Rechenfehler glauben noch an böse Absicht."

Dass er eigentlich froh sein könnte, dass sich das Bildungsressort jetzt nicht verschulden muss, sieht Amon nicht so. Denn die Mieten seien nun einmal für zwei Jahre gestundet worden und damit hätte man sich in die nächsten Budgetverhandlungen gerettet. Ob man das Geld dann wirklich zurückzahlen hätte müssen, sei alles andere als sicher. (APA)

Kommentar posten
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sam duke
00
10.1.2010, 17:19
gehrer und blecha und khol und und und

solange die auf ihre jährlichen lottogewinne ohne zu spielen nicht verzichten, wird sich nicht viel ändern.

sam duke
11
10.1.2010, 17:01
warum nur bin ich kein spö - mitglied

egal, die habenichtse sind die ärgsten.
die anderen sind zwar auch arg, aber nicht so wie die roten. (funktionäre)

marie berg
30
11.1.2010, 08:32
wen meinen sie

mit habenichtse? lehrer?

leo lander
31
10.1.2010, 15:12
wenn die schmid soviel Emotionen erregt

bei den besten Lehrern weltweit, da muss sie schon sehr viel richtig machen. Weiter so!!

Ich gebs zu
01
10.1.2010, 18:05
Nicht jeder, der meinem persönlichen Feindbild einen Hund antut,

ist auch schon ein guter Mensch.

marie berg
12
10.1.2010, 01:02
herr amon

ist sich also nicht sicher, ob man schulden zurückzahlen muss. kommt er eigentlich aus kärnten?

clangi
13
10.1.2010, 22:09
sie verstehens wirklich nicht einmal grundsätzlich, oder?

war aber auch nicht anders zu erwarten!

marie berg
30
11.1.2010, 08:34
juckt

sie der rotstiftfinger? tipp: es gibt auch abwaschbare rotstifte, dann brauchen sie ihren monitor nicht wegschmeissen :-)))

Ich gebs zu
02
13.1.2010, 17:11
Vielleicht hilft Erklären wirklich:

Sie hat letztes Jahr (urplötzlich) gemerkt, dass sie mit dem Geld nicht auskommt. Da aus dem Budget nicht mehr zu holen war, ging sie zu einem Fernsehmikrophon und erklärte den verdutzten Lehrer/inne/n, sie hätten fortan durchschnittlich 10% mehr Unterricht für's gleiche Geld.

Nach wochenlanger Schlammschlacht einigte man sich auf durchschnittlich 5% und die "Stundung der BIG-Mieten" (also den vorläufigen Verzicht auf Geld, das der Bund von einer in die andere Tasche steckt und so künstlich die Ressortbudgets vergrößert).

Jetzt zeigt sich, dass das "alles net wohr" war -- was die vorgeführten Lehrer/innen ärgert und dem Koalitionspartner Munition für eine boshafte "Unfähigkeitsdebatte" bietet.

Ida Veles
00
10.1.2010, 16:39

nein, aus Knittelfeld.

Spitzmaus
54
Lauter Experten in Controlling und Budgetierung!

Ich sehe schon, da posten lauter Experten. Auch wenn man es hundertmal wiederholt wird es nicht wahr: es gab 3 Vorstände, Schmidt war nicht im operativen Geschäft tätig, sondern für IT und Controlling. Natürlich trägt sie trotzdem eine Mitschuld, aber da war auch ein Schwarzer dabei. Da läuft eine Kampagne die unglaublich ist, denen ist nichts zu dreckig.

We all went down to new orleans For Bales, For...
30
Ab in den Kanister mit der Frau M.

http://www.youtube.com/watch?v=0pzO6wP4haQ

Al Berto
07

eine "finanzierung" durch mietenstundung! gott sei dank ist es zu diesem schwachsinn nie gekommen!

mach nie einen bauern zum finanzchef!

technocracy
00
14.1.2010, 05:57
nur fachleute aus dem bankenmilleu kommen auf sowas

Wiener Mafioso
16

Soso, ich verzichte einfach auf 120 Millionen. Macht ja nix. Kollege Hahn wollte mit nicht einmal 40 Millionen die Unis aufwerten, das war zu wenig. Aber 120 Millionen - meine Güte. Dafür hätten die Lehrer halt auf 10 % ihres Lohns verzichten sollen - na und? Ja, das wäre eh nicht notwendig gewesen, aber - was soll's.

Wieso, ja, ich war Bankerin. Was hat das jetzt mit 120 Millionen zu tun?

Sibylle Rosenstrauch
00
10.1.2010, 15:34

Die 120 Millionen waren nur gestundet und nicht geschenkt!!!

Foromat
21

man sollte sich bewusst sein, dass natürlich gar nix eingespart ist. denn wenn soviele Lehrer in Altersteilzeit gehen, dann heisst das ja nur, dass sie weniger arbeiten bei gleichen SV Beiträgen und nahezu gleichem bezug. Nur das die Differenz zwischen tatsächlicher Leistung und Lohn vom AMS getragen wird (die hälfte des Verzichts)

http://www.arbeiterkammer.at/online/al... t-867.html

D.h. wenn 120 Mio nur durch Altersteilziet eingespart wird, dann heisst das dass das AMS wahrscheinlich mit 200 Mio oder mehr belastet wird.

asinus
01
10.1.2010, 09:35

Das stimmt nicht, es wird genauso gearbeitet, und wenn ich letzten Jahr eine geringere Stundenzahl rausschaut, dann hat er die schon abgearbeitet (ohne Überstunden bar verrechnet zu haben, denn die sind dann umgelegt). Es ist eine Ersparnis für den Staat.

oneeyedcat
11

werter herr /dame. verbreiten sie wenns geht keine unwahrheiten. wenn es denn so wäre hätte ich die Alterssteilzeit schon längst gemacht.
arbeiten sie im desinformationsministerium??

Foromat
01

Herr.

Sorry, ich dachte die Altersteilzeit sei für alle Dienstnehmer gleich geregelt. doch dann bin ich in Österreich aufgewacht.

Man möge mir diesen Fehler verzeihen.

Daisy Lord
03

Das AMS zahlt Lehrern in Altersteilzeit NICHTS!
Sie unterrichten weniger Stunden und verdienen um genausoviel auch weniger...es ist wie bei jeder anderen Teilzeitarbeit auch.
Und die vollen Pensionsbeiträge trotz niedrigerer Arbeitsleistung zahlen sich die Lehrer auch zur Gänze SELBST.

Spitzmaus
42
Unsinn!

Die Pensionskosten für den Staat sind weit höher als beim ASVG, auch dann, wenn man berücksichtigt dass der Staat keine Arbeitgeberbeiträge bezahlt. Natürlich bekommen sie nichts vom AMS, es wurden ja auch keine Beiträge eingezahlt. Aber was soll es, der Blick über den eigenen Tellerrand fällt besonders Lehrern sehr schwer. Die leben in ihrem Elfenbeinturm

Ich gebs zu
01
10.1.2010, 19:25
Ersteres ist falsch, da Sie die Angleichsregelungen an ASVG ignorieren (Durchrechnung, "harmonisierte" Beamte etc.).

Was das AMS betrifft, haben Sie Recht, allerdings nur, wenn es um pragmatisierte Lehrer geht.

Die Polemik mit dem "Tellerrrand" dürfte doch auf mehrere Be

Foromat
00

Sorry, da bin ich wohl schlecht informiert gewesen.

LL MM
00

Nie und nimmer lässt sich die Differenz von 120 Millionen durch eine (wohlgemerkt mehr als im April 09 erwartete) Anspruchnahme der Altersteilzeit erklären. Schon alleine deshalb, weil sich diese erst ab September 2009 auswirken konnte.

Da geht es höchstens um ein paar Milliönchen.

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