Parlament stimmte für Einführung der Homo-Ehe

8. Jänner 2010, 15:43
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    foto: epa/pedro pina

    Demo für die Homosexuellen-Ehe vor dem Parlament in Lissabon

Jedoch kein Adoptionsrecht für Schwule und Lesben - Bürger­initiative sammelte 90.000 Unterschriften für Volksabstimmung

Lissabon (APA/AFP) - Das Parlament in Portugal hat am Freitag die Einführung der Homo-Ehe beschlossen. Die Abgeordneten in Lissabon stimmten in erster Lesung einem Gesetzentwurf der sozialistischen Regierung von Ministerpräsident Jose Socrates zu, der das Recht von Homosexuellen auf Eheschließung vorsieht. Zugleich lehnten sie Entwürfe der Grünen und der Linken ab, Homosexuellen auch das Adoptionsrecht zuzugestehen. Der Gesetzentwurf war im Vorfeld nicht nur von der konservativen Opposition kritisiert worden, sondern - aus unterschiedlichen Motiven - auch von Homosexuellenverbänden.

Regierungschef Socrates verteidigt Homosexuellen-Ehe

Kurz vor einer Abstimmung des Parlaments in Portugal hatte Ministerpräsident Socrates das Recht der Homosexuellen auf Eheschließung im Namen von "Freiheit, Gerechtigkeit, Gleichheit und Humanismus" verteidigt. "Die Eigenheit des Humanisten ist es, dass er sich durch die Herabsetzung eines anderen herabgesetzt fühlt, dass er sich durch den Ausschluss des anderen ausgeschlossen fühlt, dass er seine Freiheit durch Freiheitsentzug für einen anderen eingeschränkt sieht", sagte Socrates am Freitag vor dem Parlament in Lissabon. Der vorliegende Gesetzentwurf solle das jahrzehntelange Unrecht gegenüber Homosexuellen wiedergutmachen.

Die Zustimmung des Parlaments zur Ausweitung der Rechte von Homosexuellen und damit zur Homo-Ehe galt als so gut wie sicher. Eine Mehrheit für zwei andere Gesetzesvorlagen zu einem Adoptionsrecht für Homosexuelle war hingegen unwahrscheinlich. Die Debatte über die geplante Neuregelung verlief verhältnismäßig unaufgeregt - anders als vor der entsprechenden Neuregelung im benachbarten Spanien 2005. Obwohl auch Portugal stark vom Katholizismus geprägt ist, gab die katholische Kirche frühzeitig zu erkennen, dass sie sich aus der Gesetzgebung heraushalten wolle.

Fast die Hälfte der Bevölkerung Portugals lehnt Homo-Ehe ab

In die portugiesischen Bevölkerung stößt die Ausweitung der Rechte von Homosexuellen zum Teil noch auf eine rigorose Ablehnung. Die Homo-Ehe wird von 45,5 Prozent befürwortet, von 49,5 Prozent jedoch abgelehnt, wie eine im November vorgenommene Umfrage des Instituts Eurosondagem ergab. Gegen das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare waren 68,4 Prozent der Befragten. Eine Bürgerinitiative sammelte 90.000 Unterschriften, um die Abhaltung eines Referendums zu beantragen. Laut Verfassung muss nun das Parlament auch darüber abstimmen, wird den Antrag aber vermutlich mit der Mehrheit der Linken zurückweisen. (APA/AFP)

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Ich_schpriche_Neuteutsch
00

Die Schwulenehe wird hoffentlich alsbald wird abgeschaffet.

Hoch die Reakzion!

Hamit_Hatemi
11
10.1.2010, 17:27

Wieso bestehen meine Anti-Schwulen-Kommentare nie die Zensur?

Ich wünsche mir freie Meinungsäußerung!

Colin Merl
10
Respekt

und da soll noch einer reden von der tiefkatholischen iberischen Halbinsel. (In Spanien gibts die Homo-Ehe ja auch schon seit einigen Jahren)

Der rote Johann
 
11
igitt, bäh....

!!

wilder_stier 2.0
33
Portugal wird jetzt also auch homoisiert.

Schau, schau. Und ich dachte, da leben noch richtige Männer.

azzaro1984
20
18.5.2010, 16:47
@ wilder stier

glauben sie mir, es gibt genug echte männer in portugal - ich weiß wovon ich rede :-)

Henry Flower
13
naja, einen richtigeren mann als einen homo

gibt's ja kaum.

Hamit_Hatemi
20
10.1.2010, 17:26

Wie bitte?

Sie ekeln mich an.

azzaro1984
11
18.5.2010, 16:50
sie ekeln uns auch an - keine sorge!

Der rote Johann
 
02
oje....

Henry Flower
00
bravo, wir sind rückständiger als portugal!

:-(

philidor85
00

portugal ist im allgemeinen nicht so reaktionär wie man vermuten könnte...die sind auch in der drogenpolitik weit voraus und der erfolg gibt ihnen recht

eng wird es erst wenn spanien oder irland nachziehen ;)

werwolfi
24

"gab die katholische Kirche frühzeitig zu erkennen, dass sie sich aus der Gesetzgebung heraushalten wolle."

respekt.

können wir das bitte hierzulande auch bekommen? danke.

Ich_schpriche_Neuteutsch
10

Des kriagma hoffantli nit!

werwolfi
00

"hoffantli nit"

katholisch alleine reicht nicht?

kärntner musst du auch noch sein? ;oP

Ich_schpriche_Neuteutsch
00
16.4.2011, 12:14

Jo du Tschoppale... wos wüllst denn?

werwolfi
00
16.4.2011, 17:24
<°)))><

mahlzeit ;oP

org azmo
55
adoptionsrecht?

so "fürsorglich", wie manche heteros mit ihren kindern umgehen - die schlagzeilen sind ja hinlänglich bekannt - da wären viele kinder bei homosexuellen paaren besser aufgehoben (gewesen).

die gesellschaft ist aber einfach noch nicht so weit. drum muss man froh sein, dass wir es zumindest zur homoehe geschafft haben. schritt für schritt - immer schritt für schritt. die freiheit bahnt sich ihren weg!

das ist fix
00


Bei der Kindesadoption geht es um das Wohl der Kinder - und nicht um das "Elternseinwollen" von Erwachsenen - egal welche sexuelle Orientierung diese Erwachsenen haben.

minderbelastet
26

grundsätzlich lässt sich wohl einfach sagen, dass es für ein Kind am besten ist, wenn in einem intakten Elternhaus aufwächst, in dem sich die Erziehenden lieben und respektieren.
Ob nun Mann und Frau, Frau und Frau oder Mann und Mann, sollte keinen Unterschied machen.

SilenT EnigmA
10
10.1.2010, 12:43
SIe haben nicht so ganz unrecht.....

aber "homoeltern" können und dürfen keine kindern adoptieren, weil es ihnen biologisch nicht möglich ist welche zu zeugen. Klingt einfach, ist auch so.
Ich habs nicht so gern wenn sich der mensch gegen die gesetze der natur stellt...

Auch bin ich gegen konservierung von eizellen und jeglischer anderen art von "künstlichem" leben. Wenn wir menschen im labor erschaffen, haben wir aus meiner(logischer) sicht den stellenwert des menschen auf der erde und unseren wert als individuen -auch im vergleich zu den tieren, weil menschenleben über tierleben gestellt werden- zu überdenken.

Stephan Bögli
00
12.2.2010, 11:50

Wollen sie in dem Fall unfruchtbaren Paaren die Adoption verweigern und elternlose Kinder in Heimen aufwachsen lassen, wenn sich nicht genügend Eltern gegen ein (weiteres) eigenes Kind entscheiden und dafür eines adoptieren wollen?

Ich kann ihr Unbehagen verstehen, denn die heutige Familiensituation im Allgemeinen wirkt wohl für viele nicht mehr gleich optimal wie sie es noch vor ein paar Jahrzehnten war. Und im Fall der Fortplanzungsmedizin bin auch ich mit Aengsten konfrontiert, wohin dies führen kann.

Aber hier geht es nicht um Labore, sondern um Kinder, die schon auf der Welt sind und aufwachsen. Hier leiden wohl wirklich die falschen unter solchen Verboten. Sowohl die Paare, die sich dies wünschten und auch die elternlosen Kinder.

SilenT EnigmA
00
12.2.2010, 17:42
Nein, bin sogar für adoptionen...

...verstehe ich allerdings unter einen paar die "mischung" aus mann und frau.

Ich bin im großen und ganzen ihrer meinung, im detail gibts vielleicht kleine abweichung-welche man in nem endlos langen diskurs besprechen könnte.


MFG

Roger Schindler2
00

naiv zu glauben dass dies keinen unterschied macht..

minderbelastet
11

dann erklären Sie mir bitte mal wo den der große Unterschied liegt...

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