Uni-Proteste

Abzug der letzten Besetzer aus dem C1

6. Jänner 2010, 20:06
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    foto: standard/cremer

    Nach Ferienende sollen auch im C1 wieder Lehrveranstaltungen stattfinden.

Hörsaal C1 wurde von Besetzern geräumt, Audimax wird geöffnet

Wien - Sie kamen in den Morgenstunden und komplimentierten die letzten zehn Unentwegten hinaus: Am Dreikönigstags räumten Securitys den Hörsaal C1 am Campus der Uni Wien. Damit ist eines der letzten besetzten Auditorien Österreichs wieder für den Universitätsbetrieb verfügbar.

Bereits am Dienstagabend hatten sich Rektorat und Besetzer auf die Freigabe des zweitgrößten Wiener Hörsaals geeinigt. Die mehrheitliche Zustimmung aus dem Plenum der Besetzer ist allerdings an Bedingungen geknüpft: Das Rektorat versprach den Studierenden die weitere Benutzung des C1, wenn kein Lehrbetrieb stattfindet. Außerdem wurden den Besetzern nach Auskunft eines Sprechers von der Protestplattform "unsereuni" das Foyer des Hörsaalzentrums sowie die Aula im Hof 1 als Arbeitsräume zugesichert.

Aus dem Rektorat der Universität Wien heißt es dazu, dass "auf jeden Fall Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden". Man sei "immer gesprächsbereit" gewesen und halte diese Verhandlungsbereitschaft nach wie vor aufrecht.

Heute, Donnerstag, werden die bereits im Dezember gestarteten Gespräche zwischen der Hochschülerschaft (ÖH) und dem Rektorat weitergeführt. Auch die Besetzer nehmen an dem Treffen teil. Verhandelt wird vor allem, wie die 34 Millionen, die das Wissenschaftsministerium aus seiner Universitätsreserve lockergemacht hat, verteilt werden sollen. Der Uni Wien werden nach Angabe des Rektorats voraussichtlich acht bis neun Millionen Euro zur Verfügung stehen. Vertreter der Besetzer verbuchen diese Finanzspritze als einen der großen Erfolge der Protestbewegung. Im Gegenzug, rechnet das Rektorat vor, hätten die Besetzungen in Summe aber auch 1,5 Millionen gekostet.

Stärkerer Sicherheitsdienst

Zeitgleich mit den morgigen Verhandlungen werden auch das Audimax und das Neue Institutsgebäude (Nig) wieder für die Studierenden geöffnet. Das Rektorat kündigt aber einen verstärkten Sicherheitsdienst an, der in der derzeitigen Situation notwendig sei.

In einem offenen Brief "aus, an und für die Bewegung" fordern die Besetzer auf unsereuni.at die Weiterführung des Dialogs über inhaltliche Themen. Geplant ist ein "Gegengipfel" zu den offiziellen Feiern zum zehnjährigen Jubiläum der sogenannten Bologna-Reform, die am 11. und 12. März 2010 in Wien und Budapest stattfinden. Eine Wiederbesetzung des Audimax ist derzeit nicht geplant. Vielmehr hoffen die Studierenden auf konstruktive Arbeit in den Arbeitsforen zum "Dialog Hochschulpartnerschaft" des Wissenschaftsministeriums. (Gerda Mackerle/DER STANDARD-Printausgabe, 7.1.2010)

Kommentar posten
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wolken kratzer
 
13

jedenfalls ein sehr betrübliches, trauriges ende, wenn es denn ein ende der "bewegung" sein sollte.

keine gute idee, sich vom establishment zermalmen und aufspalten zu lassen.

damit ist die energie erfolgreich in die autodestruktion umgelenkt worden, anstatt weiterhin kreativ auf die ohnehin sehr schwierige konfrontation mit den betonwänden von oben zu fokussieren.

teesa01
01
volle zustimmung

herbert backtrack
13
Soweit ich die Plena mitverfolgt habe, sieht der momentane Stand SO aus:

1. Eine Wiederbesetzung des Audimax ist DEFINITIV von keinem Plenum ausgeschlossen worden.

2. Die BesetzerInnen sind nach wie vor im C1, auch hier ist eine Wiederbesetzung nicht ausgeschlossen worden (Diese ist jedoch von Punkt 3 abhängig)

3. Alles was tatsächliche vom Plenum beschlossen wurde ist eine Freigabe des C1, falls dieser GEMEINSAM mit den vom Rektorat angebotenen Räumlichkeiten nach der Vorlesungen für Plena zur Verfügung steht.

ricko
00
danke lieber zensormat, dass du mein mehrteiliges posting zerissen hast, wir beide fuehren schon laenger eine hassbeziehung...

ricko
01
nachtrag:

dieser artikel, nach 24h: 6 postings.

vergleich youtube-pornoattacken nach 2h: 78 posting.

alles klar?

ricko
02
TEIL 2: wenn man nichts mehr hat (hoersaehle) kann man auch nicht verhandeln

anstatt ein definiertes ende einzuplanen, ein tusch am schluss, liess man es in der laecherlichkeit verlaufen.

objektivitaet machte einer kollektiven kognitiven distortion platz, selbstbeluegnis als allheilmittel. ich beginne lieber nicht zu zitieren...

geplant wurde viel, strategien ausgearbeitet, getan wenig. mangels schneid gab es niemanden, der einen schritt aus der menge machen sollte. um freie bildungs gings schon lange nicht mehr, diffusitaet substituierte transparenz.

its over when its over, auch wenns fuer manche eine tolle erfahrung war und viele leute sich kennengelernt haben.

die freude ueber die 34mill sind nicht mal die blecherne wert und ein mieser witz.

erreicht wurde NICHTS.

ein ehemaliger C1 besetzer, vokue koch

teesa01
00

gebe dir ja in vielem recht, aber einen widerspruch hast schon in deiner argumentation: wenns denn ein geplantes ende gegeben hätte, einen tusch am schluss wie du sagst, dann hätte es so auch kein druckmittel mehr gegeben, und eben auch nichts mehr zu verhandeln. da ist der hund drinnen.

wolken kratzer
 
00

hörsäle .... bitte....

ricko
02

hoppala, meine englische tastatur bringt meine rechtschreibung noch um...

Michael Jack Dundee
 
00

Rechschreibprüfung deaktivieren. Falls die Umlaute und das scharfe s (ß) nicht gefunden werden kann:
Ä = 196
Ö = 214
Ü = 220
ß = 223
ä = 228
ö = 246
ü = 252

Wenn es sich um einen Windoofsrechner handelt, dann können die Zeichen mittels ALT + Zahl im Ziffernblock mit einer führender 0 (Null) eingegeben werden.

ricko
13
TEIL 1: traurig, welche kathastrophalen fehler gemacht wurden und werden.

der anfang vom ende initiierte sich am 2. tag der audimax besetzung durch die politisierung durch etablierung als linke bewegung. in den darauffolgenden tagen halbierte sich die bewegung bei jeweils jedem der grotesken auswuechse ala kampffeministinnen mit quote ueberall, masturbationsraeumen und die darstellung des mannes als reissende bestie, weiters durch lobbying von obdachlosen (ab dem zeitpunkt liess sich kaum wer abseits der veranstaltungen im AM blicken) und groessenwahnsinnigen gesellschaftsplaenen.

niemand wollte erkennen, dass es seit mitte november vorbei war, man nur mehr leidlich wenige aktive besetzer hatte, geblendet durch den anstuermen auf maschek, soellner und co.

ÖVP-Kampfposter
122

Na, dann ist der marxistische Spuk jetzt vorbei. Gott sei Dank. Wir waren eh sehr gnädig zu ihnen.

niewieder nett
 
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hätten sie sich persönlich die hände schmutzig machen wollen? oder hätten sie gerne ein hartes durchgreifen der polizei gehabt, damit dieses linkslinkesozialistenmarxistenrotegesindel mal versteht was die övp kampfposter unter anstand und disziplin verstehen. sie sind ja in ihrer ideolgisierten welt anscheinenden nimmer fähig differenziert zu denken. sie sind, genauso wie diese jugendlichen sektierer, in ihrer prägung verhärtet, und nicht mehr im stande andere menschen zu verstehen. am ende loggt man sich in ein "linkes" forum ein und postet unter einem an sich provokanten nick, großkotziges blabla nur damit man sich dann wehren kann. finden sie das nicht...traurig?

ÖVP-Kampfposter
20

Spielen Sie sich hier nicht als Psychotante auf.
Und ja, ich hätte sie eigenhändig mit dem Feuerwehrschlauch hinausgespritzt. Ich mein, was bilden sich die überhaupt ein? Während 98% studieren wollen, randalieren da ein paar wildgewordene deutsche Marxisten im Audimax monatelang herum. Wo gibt's denn sowas?

Killer Bunny
06

... ist dem Austrofesch-ismus sind wieder Tür und Tor geöffnet. Hurra! Bis zum bitteren Ende.

ÖVP-Kampfposter
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Typisches Sozialisten Geschwurbel. Ihr lebt in der Vergangenheit und wiederholt beständig eure Mythen.

seatibiza
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11.1.2010, 07:50
entweder

das issn fake...oder der hat gehörig einen an der waffel. das ist nichtmal mehr övp niveau

Michael Jack Dundee
 
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Die ÖVP träumt von 1934, ich bin mir sicher, daß die SPÖ zumindest hinter (weniger weit in der Vergangenheit) 1945 ist.

Killer Bunny
02

Und Ihr versucht immer wieder die Vergangenheit zu wiederholen. Manche sind halt so dumm und merkens nimma mehr. Die Gewaltentrennung ist schon ausgehebelt, dass muss sogar der verbohrteste, kleine Befehlsempfänger nach all den Skandalen erkennen.

phenomenonne
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besetzer_innen geben hörsaal frei?

die besetzer_innen des c1 einigten sich auf einen kompromiss mit dem rektorat!! ja so schien es.. tatsächlich hat sich das rektorat gewaltsam über die abmachung hinweggesetzt und die besetzer_innen aus dem hörsaal geräumt.
ausgemacht war, dass heute am 6.1. um 6h morgens, der hörsaal zum putzen frei gegeben werden soll. aus diesem grund, machten sich zahlreiche besetzer_innen nach dem plenum daran, den saal grob zu reinigen und aufzuräumen, was sie auch bis in die frühen morgenstunden machten. gegen 9h betraten putzpersonal, frau blum, frau weinlechner und zahlreiche securities der fa. WAGNER den hörsaal und drängten die studierenden gewaltsam aus dem saal!die nutzung des raums in der vorlesungsfreien zeit wurde somit vrunmöglicht.

rektoerchen wink
05
Die geschlossene Gesellschaft

Aus der offenen Bildungsbewegung wurde eine geschlossene Gesellschaft.

Nach scheinbaren nicht legitimen Verhandlungen mit dem Rektorat, entscheidet eine kleine Gruppe von Anwesenden (als Besetzer kann man die meisten nicht kennzeichnen) über die Aufgabe des C1.

Diese kleine Gruppe institutionalisiert sich als "die Bewegung" und löst nach (dem Rektorat das Audimax) die letzte verbleibende Besetzung der UniWien auf.

Stunden nach dem Kuhhandel zogen bereits Universitätsangestellte ein. Gewalt gegen Besetzern wurde wieder angewandt.

Diese Protestbewegung war einst für alle offen. Diese Protestbewegung war einst frei.

Instutionalisiert in eurem Machtmissbrauch! Für wen wollt ihr noch sprechen?

byron sully
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geschlossene gesellschaft???

was bitte soll der unsinn? jedes plenum steht meines wissens nach wie vor allen offen. und es galt vom ersten tag der besetzung an das prinzip, daß die entscheidungen von denjenigen getroffen werden, die vor ort abstimmen. dieses prinzip wurde bei der abstimmung über die freigabe des C1 auch beibehalten, somit ist dieser beschluß (basis)demokratisch legitimiert. sonst könnte man JEDEN plenumsbeschluß seit beginn der besetzungen hinterfragen, weil er einem halt nicht paßt. offenbar ist der radikale teil der bewegung nicht bereit, basisdemokratische beschlüsse zu akzeptieren (was ich für eine sehr spalterische tendenz halte).

ricko
02
"jedes plenum steht meines wissens nach wie vor allen offen'

"gebt den burschenschaften keine buehne!!" hallte es am plenumspodium.

tatsaechlich redete ein burschenschafter, waerend ihm von hinten mit seiner eigenen kappe am kopf geschlagen wurde.

sind alle gleich in der bewegung, wie? und manche sind gleicher...

byron sully
00
berechtigter einwand,

war aber meines wissens der einzige derartige vorfall.

niewieder nett
 
07

versteh ich nicht ihr posting.

ich fand die besetzung nur sehr kurz "frei". so zirka bis eine im audimax gerufen hat "wir linken müssen diese linke bewegung am leben halten" aha so is das wiedermal dachten sich viele.
deswegen hab ich außer solidarischen gefühlen nichts für oder gegen die besetzung getan.
man kannte sich nicht aus. wollte man über strukturen der uni informieren wurde man als systemkonformekleinbürgerliche verrissen. bedanken sie sich bei den komischen trotzkisten grüppchen und ihren dogmatischen arbeiterparolen die anachronistischer nicht sein könnte. boah ist zwar ein paar wochen her aber das musste auch mal sein ;)

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