FARC-Rebellen bekennen sich zu Tötung von Gouverneur

6. Jänner 2010, 11:21

Sechs Guerilla-Kämpfer bei Militäreinsatz getötet

Bogotá - Die kolumbianischen FARC-Rebellen haben sich zu der Entführung und Tötung des Gouverneurs Luis Francisco Cuéllar kurz vor Weihnachten bekannt. Der Tod des Politikers sei "tragisch und nicht geplant" gewesen, hieß es am Dienstag in einer Erklärung der südlichen FARC-Einheit. Schuld sei jedoch der Befehl von Kolumbiens Präsident Alvaro Uribe an das Militär, den Gouverneur des südlichen Departamento Caquetá gewaltsam zu befreien. Cuéllar war am 21. Dezember aus seinem Haus in der Provinzhauptstadt Florencia verschleppt worden. Dabei töteten die linksgerichteten Rebellen auch einen Polizisten.

Ziel der Entführung sei weder Cuéllars Tod noch die Erpressung von Lösegeld, sondern ein "politischer Prozess wegen Korruption" gegen den Politiker gewesen, teilte die Guerilla mit. Das Bekennerschreiben ist auf den Heiligen Abend datiert und wurde am Dienstag von der Nachrichtenagentur Anncol verbreitet, die in der Vergangenheit wiederholt Mitteilungen der FARC veröffentlichte.

Am Tag nach seiner Entführung wurde Cuéllar mit durchschnittener Kehle gefunden. Der 69-jährige Rinderfarmer ist seit dem Amtsantritt Uribes im Jahr 2002 der erste Politiker in solch herausragender Position, der den Rebellen der FARC-Guerilla zum Opfer fiel. Uribe sagte den Rebellen den Kampf an und weigert sich, mit den Rebellen zu verhandeln, die im Austauch für ihre Geiseln die Freilassung von 500 inhaftierten FARC-Mitgliedern verlangen.

Die Entführung Cuéllars wurde als Reaktion auf das Vorgehen des kolumbianischen Militärs gegen die Rebellen gewertet. Auch am Dienstag griff die kolumbianische Luftwaffe ein Lager der FARC in dem Departamento Meta an, einer Hochburg der Guerilla. Dabei wurden nach Militärangaben sechs Rebellen getötet sowie drei verletzt und zwei weitere festgenommen. In der Region kamen nach Armeeangaben bereits am Wochenende 23 FARC-Kämpfer bei Militäreinsätzen ums Leben.

Die 1964 gegründete Guerilla der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) ist die bedeutendste Rebellenorganisation des Landes. Sie hält etliche Geiseln in ihrer Gewalt, darunter Soldaten und Politiker. Im vergangenen Jahr war die frühere kolumbianische Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt nach sechsjähriger Geiselhaft freigekommen. Schätzungen zufolge haben die FARC bis zu 10.000 Kämpfer in ihren Reihen. (APA)

Nicolas Castillo
11
10.1.2010, 19:35
wieder ein Schlag in's Gesicht ...

unserer linksradikalen Revolutionsromantiker.

Austro-Spanier0
43
Keine gute Meldung

für Uribe-Basher und Chávez-Groupies.

kaloka
47

... und da haben die bekannten Hardcore-Linken hier im Forum doch fest behauptet, das sei wieder alles nur ein falsches Manöver von Uribe gewesen und er wolle es nur der FARC in die Schuhe schieben .....

nAK
44
Das wurde nicht behauptet.

Es wurde die These aufgestellt, dass Uribe auf eine gewaltsame "Befreiung" drängte, weil er wusste, dass Cuellar dann ermordet werden würde und er damit zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen würde.

Nicolas Castillo
11
10.1.2010, 19:35
und wer sagt Ihnen ...

dass Uribe den Cuellar loswerden wollte?

Aus welchem Grund? Es gibt naemlich gar keinen ...

Austro-Spanier0
32
Das wurde nicht behauptet.

Sie hören ja wieder einmal das Gras wachsen. Das rote Stricherl gib ich ihnen gerne zurück.

hansito
21

Schliesse mich Ihrer Meinung voll und ganz an! Die FARC haben keinen Sinn für Romantik und das sollte den Ultralinken hier auch einmal bewusst werden!

permobil
22

Ist gerade sehr ruhig geworden aus der Ecke. Der/die müssen sich wohl zuerst wieder sammeln und das in ihre Revolutionsromantik einbauen. Im Zweifelsfall kann man das sicher mit etwas US-Bashing kompensieren oder damit zumindest etwas ablenken.

Herzerzog Johann
33
Die nimmt eh niemand ernst.

Was immer sie auch behaupten.

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