Obama: US-Geheimdienste haben versagt

06. Jänner 2010 08:53
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    US-Präsident Obama und seine Sicherheitsexperten während der Beratungen im Weißen Haus.

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    US-Außenministerin Hillary Clinton (o.) ist bei den Beratungen ebenso zugegen wie CIA-Chef Leon Panetta (u.).

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Sicherheits-Krisentreffen im Weißen Haus nach vereiteltem Anschlag - US-Präsident kündigt Änderungen an an - Zunächst keine personellen Konsequenzen

Washington - Die Sicherheitsdienste der USA haben nach dem Urteil von US-Präsident Barack Obama rund um den Beinahe-Anschlag auf ein Passagierflugzeug zu Weihnachten kurz vor Detroit ihre Aufgaben nicht erfüllt. "Wenn ein mutmaßlicher Terrorist zu Weihnachten mit Sprengstoff ein Flugzeug besteigen kann, dann hat das System auf höchst desaströse Weise versagt", sagte der sichtlich verärgerte US-Präsident nach einem Treffen mit seinen Geheimdienstchefs und ranghohen Sicherheitsberatern am Dienstag im Weißen Haus. "Es ist meine Verantwortung herauszufinden warum und den Fehler zu korrigieren, damit wir solche Attacken künftig verhindern können.

Anschlagsversuch hätte verhindert werden können

Der Attentatsversuch hätte nach Worten von Obama im Vorfeld verhindert werden können. Den Geheimdiensten hätten genügend Informationen dafür vorgelegen, sagte er. Die Anhaltspunkte seien aber nicht ausreichend analysiert und verknüpft worden. Ansonsten hätte der Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab auf eine Liste unerwünschter Fluggäste gesetzt werden können. "Das werde ich nicht tolerieren", betonte der Präsident dazu.

Aufklärung was falsch gelaufen ist

Er wolle noch in dieser Woche Aufklärung darüber, was falsch gelaufen sei, sagte Obama weiter. Er forderte zudem "schnelles Handeln", um die Sicherheitslücken im System zu schließen. Er kündigte eine Überarbeitung des Erfassungssystems an, um terrorverdächtige Personen zu identifizieren und sie etwa an Flügen zu hindern: "Wir müssen das besser machen, und wir werden es besser machen, und das müssen wir sehr schnell tun."

Al-Kaida im Visier

Die USA würden das internationale Terrornetzwerk Al-Kaida ins Visier nehmen, wo auch immer die Extremistengruppe Fuß fasse, fügte er hinzu. Personelle Konsequenzen für seine Sicherheitsdienste zog Obama vorerst nicht.

Bei dem Krisentreffen hinter verschlossenen Türen im Weißen Haus, das um 20.30 Uhr (MEZ) begonnen hatte ging es vor allem um die Frage, warum vor dem vereitelten Attentat am Christtag mehrere Warnungen und Hinweise nicht ernst genug genommen wurden. Unter anderem wurde darüber gesprochen, warum gegen den verhinderten Attentäter Abdulmutallab, der im Jemen zum Terroristen ausgebildet worden sein soll, trotz Warnungen kein Flugverbot verhängt wurde und wie er den Sprengstoff an Bord der US-Maschine von Amsterdam nach Detroit schmuggeln konnte. Der 23 Jahre alte Abdulmutallab soll Sprengstoff in seine Unterhose eingenäht haben. Zudem ging es um höhere Sicherheitsstandards sowie die Zusammenarbeit der 16 verschiedenen US-Geheimdienste.

CIA, FBI, Obamas Sicherheitsberater

Teilnehmer des Krisentreffens mit den Sicherheitsverantwortlichen waren unter anderem CIA-Direktor Leon Panetta, der Chef der Nationalen Nachrichtendienste, Dennis Blair, der Direktor der Bundespolizei FBI, Robert Mueller, sowie Obamas Sicherheitsberater James Jones und sein Terrorismus-Berater John Brennan. Zu dem Kreis gehörte auch Verteidigungsminister Robert Gates, Heimatschutzministerin Janet Napolitano und Außenministerin Hillary Clinton. Obama war nach dem Anschlagsversuch massiv kritisiert worden. Die oppositionellen Republikaner warfen ihm Schwäche und Unentschlossenheit in der Sicherheitspolitik vor. Obama hatte daher das Krisentreffen anberaumt.

Guantanamo soll immer noch geschlossen werden

An der geplanten Schließung des umstrittenen Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba für Terrorverdächtige hält der US-Präsident auch dem vereitelten Anschlag fest. Die Einrichtung des Gefangenenlagers - unter seinem Vorgänger George W. Bush - sei eine "ausdrückliche Begründung" für die Bildung des Al-Kaida-Zweiges auf der Arabischen Halbinsel gewesen, hielt Obama vor Journalisten in Washington fest.

Keine Gefangenen in den Jemen zurückführen

Zunächst wollen die USA jedoch keine Gefangenen aus dem Lager Guantanamo mehr in den Jemen zurückführen. Die anhaltenden Sicherheitsprobleme im Jemen erlaubten es derzeit nicht, Gefangene dorthin zurückzubringen, sagte Obama. Wie lange die Rückführung jemenitischer Gefangener in ihre Heimat ausgesetzt werden soll, teilte er nicht mit. Nahezu die Hälfte der 198 verbliebenen Insassen von Guantanamo stammen aus dem Jemen.

Neben den bereits bekannten Details zu dem Anschlagsversuch zu Weinachtgen habe es weitere "Signale" gegeben, die auf ein geplantes Attentat hindeuteten, so Obama. So habe es Hinweise gegeben, dass die Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel nicht nur amerikanische Ziele im Jemen, sondern auch in den Vereinigten Staaten selbst angreifen wollte. (APA/dpa/Reuters/AFP/APD)

Kommentar posten
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Konrad Chreeb
07.01.2010 04:18
Neues Ablenkungsmanöver des schwarzen Bushs

Wieder mal zeigt sich, dass es sich bei Obama um niemanden anderen als den schwarzen Bush handelt. Macht viel gespieltes Theater um einen - durch die CIA selbst eingefädelten, und natürlich auch selbst "verhinderten" Anschlag. Statt die CIA und FBI - wie sich die mächtigsten US-Mafia Banden nennen - wegen ihrer Massenfolterungen und Morde zu kritisieren, regt sich der schwarze Bush über einen von diesen angeblich nicht vorhergesehenen Anschlag auf.

Der Alte vom Berge
06.01.2010 23:56
Na,...

...wie jetzt Weiter ?

Hm ?

Auch hier im Patt ?

:D

Mi Cafetal
06.01.2010 20:50
Was sagt wohl der "Pate" des CIA Panetta dazu?

trestigres
06.01.2010 19:00
Wer die Klischees über die Amerikaner revue passieren lässt findet unter den posts einen gewaltigen Vorrat. Mit Recht wird den amerikanischen Regierungen allerhand vorgehalten: Guantánamo, Abu Ghraib, Verschleppung von Menschen zu Verhörzwecken

– die Liste der Menschenrechtsverletzungen ist lang. Doch in der Summe kann man die Häufigkeit und Härte, mit der die USA angegangen werden, auch als unverhältnismäßig wahrnehmen, und auch als reflexhaft. Kaum jemand stellt hier die Frage nach der Radikalisierung Abdulmutallabs in London, wie er durch das Sicherheitsnetz eines europäischen Flughafens schlüpfen konnte oder wie die europäischen Nachrichtendienste ihre Informationen austauschen oder an europäische Flugsicherungsdienste weiterleiten. Als ob sowas ein "habitueller Fehler" wäre, weil das Unbehagen auf eine Seite, DIE SEITE, focusiert bleiben müsste. An allem Übel dieser Welt sind die Amerikaner schuld! Dem Reflex sei Dank!

Der Alte vom Berge
07.01.2010 10:12
"War on Terror"...

...ist Bestandteil einer globalen Strategie welche neben der Isolation Russlands die Bedrohung chinesischer Ressourcenzugänge im kaspischen Raum Beinhaltet. Eine der Zielsetzungen ist zerschlagene und dauerhaft fragmentierte Staaten im Mittleren Osten zu schaffen um die künftige Konfrontation mit Rußland und China in Vorder/Zentralasien einzuleiten.

Der zentralasiatische Keil mit Blick auf die Sicherung der Ressourcen, die geostrategische Positionierung und die Verhinderung eines asiatischen Bündnisses ist unverzichtbare Voraussetzung nachhaltige Präsenz in den erreichten Regionen abzusichern.

Die als Globalisierung bezeichnete Americanisierung legt die ökonomisch/politisch/kulturelle Achse mit Zielsetzung der Gleichschaltung. ^^

trestigres
07.01.2010 12:21
Der inszenierte Terrorkrieg, Wirtschaftskollaps, die Mächte hinter den sichtbaren und sichtbar gemachten Ereignissen, die Welt als grosses Marionettentheater....

In Zeiten der Geopolitik - in Zeiten, in denen Politik nur noch global denkbar ist - verlangt auch die Ästhetik der Massenkultur, dass unser politisches Unbewusste auf den Weltzusammenhang angesprochen und entsprechend erregt wird. Nun wird es Ihnen aber schwer fallen ihre eigenen Thesen unter diesen Kontext prüfend stellen zu können. Für Sie sind es Fakten und Fakten lassen sich nicht hinterfragen. Der Hang zu Theorien zu verborgenen - geopolitischen und geoökonomischen Bedeutungsgehalten - ist nicht neu und obwohl Sie ihre eigenen Ansichten bestimmt nicht selbst zur Massenkultur zählen, stellen solche, für die heutige Massenkultur erkennbare Bedeutungsgehalte, her. Von hier ist es zur Allegorie der "totalen Verschwörung" nicht weit.

Der Alte vom Berge
07.01.2010 13:24
Sichtbare und Unsichtbare...

...Abläufe wie auch handelnde Acteure sind nicht These sondern Realitäten welche keiner anderen Prüfung bedürfen als jener des Betrachters sie Wahrzunehmen, meine Unwürdigkeit skizziert lediglich eine Wiedergabe des durch die "Neue Weltordnung" angestossenen Ablaufs.

Hinterfragung diverser Entwicklungen liessen Schriftstücke und öffentlich gemachte Konzeptionen wie "NATO und EU im Broader Middle East-Möglichkeiten und Grenzen einer transatlantischen Strategie" [H.G.Erhardt/Margret Johannsen 2005]durchaus Zu bestünde Wille wie Bereitschaft sowie Zugang zu dieser Art von Information.

Nicht jeder Ablauf welcher zur Zielsetzung hat die Welt einer Umgestaltung angedeihen zu lassen ist automatisch eine Verschwörung.

Change ?

Läuft.^^

Der Alte vom Berge
07.01.2010 10:28
In Wahrheit...

...befindet sich die Welt in einem globalen Krieg, "War on Terror" ist ebenso wie "Broader Middle East" [Irak], "Wider Europ"[ENP/ESVP/Georgien] und "Enduring freedom"[AfPak] längst zum krieg gegen den Islam mutiert, wobei diese Entwicklung weniger durch Zufall sondern mehr durch gezielte Steuerung des Ablaufs Herbeigeführt Wurde.


Dank des Umstandes das sich die Menschen des Westens als "Spassgesellschaft" verstehen, das Informationsprivileg sich in den Händen der Initiatoren dieser historischen Unglaublichkeit befindet, ist diese Tatsache allerdings nicht wirklich Wichtig, liegen die Schlachtfelder doch zwischen Marokko und Malaysia, in Zentralasien.


Selbst Krieg ist nun Frieden.


Die Welt wie sie ist wird Verheimlicht. ^^

14 14
06.01.2010 17:39

meiner meinung nach wussten die geheimdienste sehr genau von der ganzen aktion, nur wollten sie nichts machen, um eine rechtfertigung für die einführung von nackskenner zu haben!

ps.: wenn diese nackskenner in europa flächendeckend eingeführt werden, wissen wir wie unabhängig wir von den usa wirklich sind!!

iohui
07.01.2010 01:33

ui. glaub mir, die verfolgen grössere ziele.

Bello Ragazzo
06.01.2010 19:52

Mir sind "Nacktscanner" eigentlich lieber aber 20% vom BIP für Gehimdienste auszugeben.
Das hat auch die DDR finanziell nicht überlebt.

gistof
06.01.2010 19:31
Hast recht

Die wollen sich nämlich an den Flughafen setzen und sich an den Nacktbildern aufgeilen. Bleib der Fährte auf der Spur du kritischer Geist.

trestigres
06.01.2010 18:16
Plumper Antiamerikanismus...ob offen oder klausuliert bedient sich immer wieder derselben Argumentationsmuster; "An allem Übel dieser Welt sind die Amerikaner schuld". Von da aus ist es auch nicht mehr weit zu:

"Es traf ja eigentlich die Richtigen, nämlich die Imperialisten und die Mörder mit dem Dollar im Gewande, die Hunger, Elend und Zivilisationsfeindschaft über die Welt bringen." Auch in Ihrem Kommentar findet sich eine opake Empfindung der kulturellen Amerikanisierung und ein daraus erzeugtes Ressentiment. Die europäischen Lemurenkollektive rechnen alle Vorgänge auf dem Globus denen als ganz persönliche Schuld zu, von denen sie - unter einem Minderwertigkeitskomplex leidend - sich selbst zu Opfer gemacht fühlen. Mit einem solchen Komplex steckt schnell hinter jeder Coca-Cola-Flasche ein Völkermord und umgekehrt.

Der Alte vom Berge
07.01.2010 10:20
Die USA...

...und ihre Interessen, welche diese seit Jeher mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln Durchsetzen, betreiben ein sowohl zur logistischen Bewältigung als auch zur Sicherung der millitärischen Handlungsfähigkeit auf globaler Ebene ein Netzwerk von Basen, nicht einer der arabischen Staaten ist der kräftegruppe des "Westens" ähnlich engagiert oder hätte auch nur annähernd ausreichend Potential.

America betreibt seit nahezu einem Jahrhundert Expansionspolitik die an Agressivität zugenommen hat um so näher Washington dem "Overstretch" Rückte.

Nicht islamische Streitkräfte besetzen ja die Ressourcen westlicher Demokratien sondern Letztere sind es welche unter dem Mäntelchen der Menschenrechte islamisches Terretorium Besetzen.

^^

trestigres
07.01.2010 19:47
Ich verstehe ja...

dass Sie die Hoffnung dieser Welt - den einzig starken Pol der freien Welt - bei den totalitären Machtzentren (Russland, China, Iran usw.) sehen und auf der anderen Seite die historisch imperialistische USA, als "Paradiesverhinderer" zu einer eben solchen, neuen tragfähigen internationalen Ordnung, unter der Führung totalitärer Machtzentren. Aber vielleicht tue ich Ihnen Unrecht und dann wieder doch nicht, wenn ich sehe, wie eine bestimmte Denkschule das Übel aller Welt nur auf einen Punkt fokusieren kann, solange sie konsequent die Existenz der anderen ausblendet.

Aufklärung die fünfte
06.01.2010 17:38

farce

George Dabbelju
06.01.2010 17:26

Terrorist attacks under George Bush's watch; zero

Terrorist attacks under Barack Obama's watch: ?

Politberater
06.01.2010 17:10
wird ja zeit das ein präsident

mal den amerikanern erklärt das sie überhaupt nicht super sind - sondern nur ein großer sauhaufen

Andreas Hofer
07.01.2010 18:03

Nein, die sind gar kein Sauhaufen. Da gibt es viel schoenes und sehr, sehr viele liebe Menschen.

Stellen Sie sich vor, es gaebe ein Land mit ueber 250 Millionen Oesterreichern.

Guten Morgen.

ricko
06.02.2010 20:48

eher gute nacht..

opinion leader1
06.01.2010 17:02
der watschenmann...

ich geh mal davon aus, dass der geheimdienst seine konkreten order nicht von obama bekommt - da wirds wohl eigene chefs geben, die entgegengesetzter meinung sind und dies auch so durchboxen werden.
wie in Ö auch, ist der präsident ja nur der watschenmann...

istjainteressant
06.01.2010 16:56

Dass der Täter mitfliegt, hätte also verhindert werden können, indem man seinen Namen auf eine Liste gesetzt und diese dann mit der Passagierliste des Fluges abgeglichen hätte. Sollte eigentlich nicht so schwierig zu bewerkstelligen sein.

Obama scheint genau diese organisatorischen Lücken im System beheben zu wollen, anstatt ohnmächtig und von blindem Fortschrittsglauben angetrieben Nacktscanner und ähnlichen Hokuspokus zu fordern.

Von dieser Herangehensweise könnten sich einige seiner Amtskollegen eine dicke Scheibe abschneiden.

misogyn aus Leidenschaft
06.01.2010 16:50
Ich denke, Hillary Clinton hat es vergeigt.

Cornwell
06.01.2010 16:32
Es ist ja nicht so schwer

Alle Attentäter hatten bisher ganz bestimmte Gemeinsamkeiten: eingegrenzte Altersgruppe, eingegrenzte Herkunft, eingegrenzte Religion

Es sollte klar sein wo verschärfte Kontrollen ansetzen sollten: in einem ganz bestimmten Segment und nicht pauschal bei allen Fluggästen.
Aber vor lauter politischer Korrektheit ignorieren wir das lieber mal und machen lieber ineffiziente Sicherheitskontrollen.

Aber auch die andere Seite des politischen Spektrums liefert Bedenkliches: die Republikaner fordern ernsthaft, dass Terroristen ohne Gerichte abgeurteilt werden, also dass der Rechtsstaat begraben wird - bemerkenswert für die Demokratie Nummer 1 und jene Nation, die rechtsstaatliche Prinzipien sogar auf die Verbrecher von WWII angewandt hat.

peace & love
06.01.2010 16:41
Sie propagieren 'demokratie' ...


... aber nicht für alle ?

seltsamer standpunkt, erinnert ein wenig an US-gepflogenheiten.

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