US-Evangelikale fördern Schwulen-Hatz

5. Jänner 2010, 15:02
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    foto: ap photo/stephen wandera

    Die Uganda National Pastors Task Force Against Homosexuality demonstrierte am 22. Dezember vergangenen Jahres gegen die Kritik der Internationalen Gemeinschaft am geplanten Anti-Homosexuellengesetz.

Anti-Homosexuellen-Aktivisten aus den USA sollen zur Einführung der Todesstrafe gegen Homosexuelle beigetragen haben

Drei US-amerikanische Aktivisten der Anti-Schwulen-Bewegung besuchten im März vergangenen Jahres in Ugandas Hauptstadt Kampala das "Seminar on Exposing the Homosexual's Agenda". Das berichtet die New York Times. Veranstalter war die ugandische Organisation Family Life Network. Thema der Vorträge der US-amerikanischen Gäste: Die Zerstörung der traditionellen Familienwerte durch Homosexualität und die Gefahr für die Gesellschaft, die von Schwulen und Lesben ausgehe.

Homosexualität sei heilbar

Einer der Missionare war Scott Lively, evangelikaler Missionar und Autor zahlreicher schwulenfeindlicher Bücher - darunter „The Pink Swastika" („Das pinke Hakenkreuz"), das Verbindungen zwischen Homosexualität und Nationalsozialisten herstellt. Historiker bezeichen die Annahmen des Buches als unhaltbar.

Zweiter im Bunde war Caleb Lee Brundidge, der sich selbst als ehemaligen Schwulen bezeichnet, Homosexualität als Krankheit betrachtet und sogenannte „Heilungs-Seminare" abhält.

Die beiden wurden begleitet von Don Schmierer, einem Mitglied von Exodus International, einer US-amerikanischen christlichen Organisation, die glaubt Homosexualität sei eine Fehlentwicklung und durch Gebete und Therapien veränderbar.

Während einer dreitägigen Veranstaltung hörten zahlreiche Ugander, darunter Politiker, Polizisten und Lehrer die Thesen der drei US-Amerikaner, wonach Homosexualität heilbar sei, schwule Männer Jugendliche missbrauchten und die Schwulen-Bewegung danach trachten würde die traditionellen Familienwerte durch sexuelle Freizügigkeit zu ersetzen.

Todesstrafe für Homosexualität

Einen Monat nach dem Besuch der Drei brachte ein ugandischer Abgeordneter das Anti-Homosexuellen-Gesetz als Vorschlag ins Parlament ein. Auf Homosexualität sollte demnach die Todesstrafe stehen. Der Westen war empört und verlangte, dass Uganda diesen Vorschlag fallen lässt.

Als die USA und die EU mit dem Stopp der Entwicklungsgelder drohten, entschärfte Uganda das Gesetzesvorhaben. Die Höchststrafe für Homosexuelle soll nun lebenslange Haft sein.

Übertölpelt

Die drei Evangelikalen sind sich keiner Schuld bewusst. Schmierer sagte gegenüber der New York Times, er fühle sich übertölpelt. Er habe zwar vor Publikum darüber gesprochen wie Homosexuelle wieder heterosexuell werden könnten, sei sich aber nicht bewusst gewesen, dass es im Land Überlegungen in Richtung der Todesstrafe für Homosexuelle gebe. Exodus International veröffentlichte Mitte November einen offenen Brief, in dem sie sich gegen die Todesstrafe aussprechen.

Lively und Brundidge haben sich in ähnlicher Weise geäußert. Die Organisatoren der Konferenz, bei der die Drei aufgetreten sind, waren freilich am Gesetzgebungsprozess beteiligt. Lively bekennt außerdem, sich während sich seines Aufenthaltes in Uganda mit Parlamentariern getroffen zu haben, um über ihre Ideen zu diskutieren. Später äußerte er sich enttäuscht, dass das Gesetz so scharf ausgefallen sei.

Schläge, Erpressungen, Schmierereien

Die Situation für Lesben und Schwule in Uganda ist oft unerträglich. Schläge, Erpressungen, Schmierereien wie „Stirb Sodomit!" an ihren Häusern und sogenannte Korrektur-Vergewaltigungen sind an der Tagesordnung. Trotz alldem habe es laut Bericht der New York Times noch vor dem Gesetzesentwurf Verbesserungen gegeben. Zumindest war es Homosexuellen möglich Pressekonferenzen zu geben und ihre Anliegen öffentlich zu äußern. Aktivisten fürchten das Gesetz könnte die Lynchjustiz fördern.

Vergleich mit Pädophilie

Konservative christliche Gruppen sind in Uganda enorm einflussreich und zogen in den vergangenen Jahren auch evangelikale Christen aus den USA an. Reverend Rick Warren hat das Land 2008 besucht und Homosexualität mit Pädophilie verglichen. Auch in anderen afrikanischen Ländern gibt es homophobe Gesetze: Im Norden von Nigeria können homosexuelle Männer zu Tode gesteinigt werden. (red, derStandard.at, 5.1.2010)

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Gnowl
 
00
12.7.2010, 13:56

Every philosophy is man-made.
Every religion is madman-made

Sternchen100
00
12.7.2010, 12:34

Die USA ist wohl der legale Hort aller Verrückten, ob Neonazis (Aryan Brotherhood), KuKluxKlan, Evangelical, Scientology bis hin zu den Satanisten. Alles, was woander verboten und verpönt ist.

Gobi Todic
01
30.6.2010, 08:25
schockierender bericht

http://www.youtube.com/watch?v=euXQbZDwV0w

bei interesse auf die vollversion klicken.

wer kirchenbeiträge zahlt unterstützt sowas!

Info Service
00
17.6.2010, 20:35
Video von Diskussion über den Einfluss evangelikaler Kirchen in Afrika

Über den Einfluss der Kirchen (besonders der Evangelikalen) in Afrika und die Auswirkungen der Missionierung war kürzlich eine spannende Diskussion des VIDC (Vienna Institute for International Dialogue and Cooperation) in Wien: "Der Himmel über Afrika" mit Paul Gifford (Prof. emeritus der School of Oriental and African Studies (SOAS), Univ. London), Wahu Kaara (Direktorin des Kenya Dept Relief Network Nominée für den Friedensnobelpreis) und Helmut Nausner (Superintendent a.D., Evangelisch-methodistischen Kirche Österreich).


Die Videoaufzeichnung auf etalks.tv ist hier zu sehen:
http://etalks.tv/blog/2010... er-afrika/

Sieh an
00
14.1.2010, 22:14
...Uganda wird sicherlich keine Wahlheimat von Guido Westerwelle und seinem Freund...

Lord Chaos
01


Das zeigt das Gesicht des Christentums sobald ihm freie Hand gewährt wird. Religionen sind grundsätzlich aggressiv und Intolerant.

Der Norden Nigerias ist übrigens islamisch.

Tomás Borge
00
...schlage vor, Guantanamo nicht zu schliessen,

sondern mit evangelikalen Vollkoffern aufzufüllen.

Ausserdem hätten radikale Muslime und diese Evangelikalen dann eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

1116er
01
eigentlich egal wo, hassprediger sind vom gleichen holz!

ob im westen oder osten.
ob schwul oder hetero.
ob islamistisch oder evangelikal.
ob ein mufti oder straze.

sie alle finden in dieser welt immer wieder genügend droddln, die ihnen gläubig folgen....

Robert Fien
01
Hier in Brasilien ist es das Selbe. Die Evangelikalen machen 3 Dinge: Hetzen, Hetzen, und den Menschen mit unhaltbaren Heilsversprechungen soviel Geld wie möglich abpressen!!

Timagoras
 
01
"Die Evangelikalen machen 3 Dinge", ...

... und sind dabei noch adrett gekleidet ;o)

Arno Lunzer
21
Protestanten waren immer schon sehr eifrig.

Pannonia Jack
00
Vergessen´s bitte die Katholiken nicht!

Jürgen Rembremerding
01
Die können beichten und sehen die Dinge daher locker!

Saddams Onkel
 
86
Nach der Hatz von drei völlig unbedeutenden Aktivisten einer kleinen Bewegung kommt die Hatz

gegen die USA in der Postergemeinschaft.

So stellt man sich schnell auf die gleiche Stufe!!!!

Arno Lunzer
00

naja, aber "The Pink Swastika" macht schon nachdenklich.

Adams, 42 Adams
02
Guglhupf

Traurig, dass solche Kasperln ernst genommen werden. Grundsätzlich glaube ich, der richtige Ort für solche Fanatiker wäre das Irrenhaus!

Erimias Doolittle
216
aberkennung des kirchenstatus für evangelikale

das ist keine religion, das ist eine geisteskrankheit

black jack
00
12.7.2010, 11:04
Evangelikal hat nichts mit der in Österreich anerkannten evangelischen Kirche A.B oder H.B. zu tun!!!!

Wer offenbar keine Ahnung hat wofür A.B. oder H.B. steht, sollte keine unfundierte Hetze gegen in Österreich anerkannte Kirchengemeinschaften machen; die noch dazu äußerst liberal in Fragen der Homosexualität sind (anders als die vorherrschende römisch-katholische Kirchengemeinschaft).

Falk Heße
00
Falls Sie Sanktionen gegen Rattenfänger hier bei uns, ähnlich denen im obigen Artikel, fordern okay, aber:

(i) Sie verwechseln wahrscheinlich evangelisch und evangelikal.

(ii) Falls nicht, dann macht Ihr Vorschlag wenig Sinn, da Evangelikale eher in Freikirchen organisiert sind (Ergo gibt's da nichts ab zu erkennen).

(iii) Außerdem fordern Sie eine Art Sippenhaft gegen Menschen hier bei uns, die in großer Mehrheit sicherlich nicht die Meinung obiger Brandstifter teilen.

(iv) Kann ich aus meinem Bekanntenkreis sagen, dass Evangelikale (früher hießen diese Leute Pietisten) alle denkbaren Positionen zu allen möglichen Themen haben (außer der Bibel selbst natürlich) und das Gemotze hier im Forum nur sehr bedingt mit der Realität zu tun hat.

Jürgen Rembremerding
22
Unser gelobter Papst sagt eh immer,

dass das keine Kirche ist!

Da siehst Du wieder, wie recht er wieder hat!

Der Oley
211
Welche Religion ist keine Geisteskrankheit?

Bekanntermaßen ist Religion Opium fürs Volk. Und ich kenne keine Religion, welche in der Summe jemals etwas gutes für die Menschheit zustande gebracht hat. Auch nicht Buddhismus und ebensowenig Naturreligionen.

Religion ist und war immer nur ein Mittel zur Unterdrückung des Verstandes. Hätten die Menschen im laufe ihrer Geschichte ihren Verstand gebraucht und nicht alles als Gottgegeben hingenommen dürften wir heute in einer wesentlich besseren Welt leben.

the troll without a name
21

buddhismus ist keine religion sondern eine philosophie - ansonsten full ack.

Zeilenschaltung
05
das ist alt, aber trotzdem Fehleinschätzung

Buddhismus funktioniert letztlich wie andere Religionen auch: Viele Weisheiten die nicht zu diskutieren sind und kritischer Vernunft kaum standhalten - manmade plus 'man'-made. Auch budhistische Schulen kennen Himmel+Hölle etc. Und sind Basis für ein gerüttelt Mass von Aberglauben. Ich seh nicht wie Buddhismus helfen soll, 'aus dem Meerr des Irrtums aufzutauchen', auch wenns denn eine Philosophie ist.
Kommt auch drauf an welche Art Buddhismus, es gibt recht viele ... (dass sie gegenüber den Monotheismen einen Sympathievorsprung haben, hilft auch nicht wirklich).

Chien de Pique
14

Es gibt bei uns keine staatlich anerkannte evangelikale Kirche - die Methodisten mit kaum mehr als 1000 Mitgliedern gehen noch am ehesten in die Richtung. Typisch evangelikale Gruppen haben bei uns bestenfalls den Status einer eingetragenen Religionsgemeinschaft ohne die Vorteile einer anerkannten Kirche. Die Gruppen, um die es hier geht, sind bei uns sowieso nicht präsent, ja nicht einmal existent.
Bei aller Sympathie für Ihren Vorschlag, aber da müssten wir noch ganz anderen Religionen die Anerkennung entziehen, zum Beispiel einer, die sich immer stolz auf ihre Anerkennung seit der Kaiserzeit beruft (eigentlich braucht es aber überhaupt keine staatliche Privilegierung einer einzigen Religion) und wohl auch der katholischen Kirche.

good old europe
52
Warum nicht das Problem an der Wurzel packen

Religiosität und Spiritualität bekämpfen.

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