Nexus One

Warum sich Google ein Handy baut

5. Jänner 2010, 10:40
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    foto: archiv

    Nexus One wird wahrscheinlich am 5. Jänner offiziell vorgestellt

Mit starken Engagement rund um Smartphones will sich Google den Anzeigenmarkt im mobilen Web sichern

Am 5. Jänner wurde das Android-Smartphone Nexus One von Google vorgestellt. Der Suchmaschinen-Goliath hat sich vom taiwanesischen Hersteller HTC ein Smartphone ganz nach eigenen Vorstellungen schneidern lassen und will es bisherigen Berichten zufolge als offenes Gerät direkt an die Nutzer verkaufen. Gerüchteweise soll der Konzern aus Mountain View außerdem an einem Netbook oder Tablet arbeiten. Die große Frage, die sich aufdrängt: was will Google, das sein Geschäft hauptsächlich mit Werbeschaltungen macht, mit eigener Hardware?

Veränderte Internetnutzung

Die Internetgewohnheiten der User haben sich in den vergangenen Jahren geändert. Apples iPhone hat die Nutzung des mobilen Internets auf ein neues Level gehoben. Mit einem hervorragenden mobilen Browser und Apps für alle erdenklichen Zwecke, hat sich das mobile Surferlebnis stark weiter entwickelt. Zahlreiche Handy- und Softwarehersteller sind Apples Beispiel gefolgt. So entstand die Next Generation der Smartphones, auf denen alles darauf ausgerichtet ist, Nutzer die einstige (und teilweise natürlich noch immer vorhandene) Limitiertheit von Handys vergessen zu lassen. Für Google, so möchte man meinen, dürfte es eigentlich egal sein, mit welcher Plattform die User auf der Suchmaschine landen. Doch mit der Verlagerung zum mobilen Zugriff scheint das Anzeigengeschäft in Gefahr zu sein.

Werbegeschäft

Laut von der New York Times befragten Analysten würden die teuersten Anzeigen bei der Suche etwa nach Urlaubszielen oder guten Bankkonditionen geschaltet. Solche Recherchen würden User aber eher am PC durchführen. Einem Report von Morgan Stanley zufolge, würden Anzeigen 40 Prozent der Einnahmen aus dem Festnetz-Internet ausmachen, aber nur fünf Prozent der mobilen Internetzugänge. Smartphone-User scheinen zudem eher bereit für mobile Anwendungen zu bezahlen, um sich den ohnehin begrenzten Platz am Display nicht mit Anzeigen in werbefinanzierten Apps nicht noch mehr einzuengen. Auch könnten Apps, die direkten Zugriff zu Seiten wie Amazon oder eBay bieten, viele User von Googles Suche fernhalten.

Mobiles Internet öffnen

Mit seinem Smartphone-Engagement will sich Google auch beim mobilen Internet einen Platz in der ersten Reihe sichern. Dementsprechend hat sich das Unternehmen in den letzten Jahren auf eine große Einkaufstour begeben, inklusive Android und dem Mobilfunk-Werbeanbieter AdMob, dessen Übernahmen jedoch erst von der Wettbewerbsbehörde abgesegnet werden muss. Damit und mit eigener Hardware will Google für das mobile Web eine ähnliche Umgebung schaffen, die schon die Entwicklung des Webs durch PCs mit Internetanschluss angetrieben hat. Das mobile Anzeigengeschäft könnte vor allem mit Technologien bestritten werden, bei denen Anzeigen abhängig vom Aufenthaltsort des Users bzw. dessen GPS-fähigen Smartphones geschaltet werden. Selbes gilt natürlich auch für ein etwaiges Tablet.

Eigene, offen angebotene Hardware macht das Unternehmen weniger abhängig von Handy- und Netbook-Herstellern sowie Mobilfunkern. Es geht kaum um die Einnahmen mit dem Smartphone selbst, sondern darum, damit die mobile Webnutzung und die Verbreitung von Android voranzutreiben und das Online-Anzeigengeschäft auf Smartphones nicht aus den Händen zu geben. (br/derStandard.at 5. Jänner 2010)

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Posting 1 bis 25 von 61
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fat albert1
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Software nutzt die Möglichkeiten der Hardware nicht

Habe mir gerade den Browsertest auf Engadget angesehen. Droid vs. IPhone vs. Nexus. Die User-Experience scheint beim IPhone immer noch am besten zu sein. Es ist doch immer das Gleiche. Die beste Hardware nützt nichts, wenn die Software nicht darauf abgestimmt wird. Sowohl Nexus als auch Droid ruckeln beim Scrolling. Beim IPhone geht das butterweich.

The ShadowZone
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hier gibts schon einen bericht

http://bit.ly/5tcphy

Zartberg
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Mal so nebenbei..

Gibts eigentlich tatsächlich Leute die absichtlich Google-Ads anklicken?

¤
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Ja. Ich habe z.B. für Weihnachten nach einem sehr speziellen Geschenk gesucht, das aber leider nicht über die normalen Versandhäuser wie Amazon usw. erhältlich war. Lust die überfüllte Mariahilferstrasse abzuklappern habe ich auch keine gehabt. Bei einer kurzen Google Suche habe ich dann eine Werbung für genau das was ich gesucht habe gefunden (die Suchergebnisse waren leider eher unbrauchbar). Testweise auf die Werbung draufgeklickt, relativ seriös aussehende Website in .de gefunden, und dann auch gleich bestellt.

mARTin HINTERDORFER
 
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Kurze Antwort: Ja

Etwas längere Antwort: Abgesehen vom "versehentlichen" Anklicken (weil's vom generischen Suchergebnis nicht unterschieden wird) sind vor allem Personengruppen bei denen direkt oder indirekt eine Veränderung (Kind, Schul- oder Berufswahl) ansteht sprechen eher ein bewußtes Anklicken der Anzeigen (wie Adwords) festzustellen und die Personen die Anklicken haben meist eine hohe Kaufabsicht (sind somit "höherwertigere" Klicks als bei den generischen Besuchern einer Seite), das zeigt sich auch in der Praxis und ist unter anderem auch hier nachzulesen: http://hinterdorfer.eu/blog/inde... s-haeufig/

>>MOTODROID<<
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King Of Kronenzeitung
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Kein Live-Stream!!?? Was' denn da los?

Jasper Perky
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Präsentation um 19 Uhr(MEZ)

Also noch knapp 2h Geduld.

yanoosh
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also google was ist jetzt

5. Jänner ist heute. Mittlerweile schon auf der ganzen Welt. Vom Nexus One (für Normalsterbliche) weit und breit nichts zu sehen.


Reginald Bull
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und die Uhrzeit???

Momentan bei uns: 17:15

Bei Google: 8:15
Pressekonferenz beginnt um 10h

Um 20h (bei uns) hast du dann sicher mehr Infos!

Presskonferenz: http://www.engadget.com/2009/12/2... nuary-5th/

yanoosh
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ha!

es ist jetzt 20:15 und ich weiß immer noch nix genaues!





;-)

danke für die info!

GAT
 
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Googles Plan

Alles was Google macht, zielt logischerweise auf die Verdrängung von Mitbewerbern am Werbemarkt ab - ob Chrome (OS), Talk, Docs, Wave, Maps, Mail. Wenn die Leute ihre gesamte digitale Organisation und Kommunikation mit Google erledigen können (und wollen und es auch tun), gibt es für Industrie und Wirtschaft nur einen Werbepartner - Google, die mit jedem Werbeklick verdienen...

Und weil mir so eine Entwicklung in Richtung Monopol ungeheuer ist, versuche ich, "google-free" durchs Netz zu navigieren. Und erst recht abseits des Computers (Google Nav, Android, Phone).

Miss Spock
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" Mit einem Werbeklich verdienen..."

Es fasziniert wie einfach man zu Geld kommen kann. Ein Werbebanner auf einer Google Adresse, und schon hat das Unternehmen seine Einnahmen. Natürlich geht es Google vor allem um die Werbebranche, aber ... Was verdiene ich das ich die Werbung auch lese, oder mir diese Anschaue. Es gibt da schon Angebote, die den Bestpreis um bis zu 400% übertreffen...

Fame
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ungeheuer? - auf jeden Fall!!

aber um das ganze etwas zu relativieren - beinahe jedes größere Unternehmen hat das bestreben möglichst viel zu verkaufen (die maximale Steigerung von möglichst viel = alleiniger Anbieter einer Ware / Dienstleistung = Monopol) also beinahe jedes Unternehmen strebt nach der Monopolstellung nur wenigen gelingt es tatsächlich eine solche (beinahe) zu erreichen..

¤
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Der Unterschied zwischen Google und dem Mitbewerb ist allerdings, dass Google einen Grossteil seiner Software als OpenSource veröffentlicht. Ja - Google hat einen Vorteil wenn sie Chrome verwenden. Aber im Gegensatz zum z.B. Internet Explorer entsteht für die User kein Lock-in, weil jeder den Source vom Browser verändern darf.

Miss Spock
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Aber was hat der normale Anwender wenn er einen Source verändern darf ...

Kann ich dann deswegen " derstandard " besser lesen? Auch bei einem Mobiltelefon kann ich wenn das System Open Source ist deswegen nicht besser oder biliiger telefonieren...

¤
01

Mein Android Mobiltelefon funktioniert z.B. um einiges besser, seit ich nicht mehr die offizielle Firmware von Google verwende, sondern eine von der Community angepasste Version. Und damit kann ich am Mobiltelefon sowohl besser den Standard lesen (dank neuerer Browser Version) als auch besser telefonieren (da die Dialer Applikation überarbeitet wurde und jetzt auch Features wie Blacklists enthält).

Und im Browserbereich gibt es von der Community modifizierte Chrome Varianten (z.B. Iron) die keine Google spezifischen Features beinhalten und deswegen nicht mit Google kommunizieren müssen (für die Leute die das stört). Trotzdem sind für Chrome optimierte Webseiten problemlos unter Iron lauffähig (bei IE wäre soetwas nicht möglich).

phatsphere
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dann müssen sie konsequenterweise auch content provider und netzwerk dienste im internet umgehen. also akamai, level3, amazon s3 usw. blocken. die haben weit mehr daten, wissen echt alles, sind "verdeckt", haben verträge mit den großen firmen und wachsen immer mehr.

GAT
 
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Gute Idee

Was heißt in dem Fall "verdeckt"?

Auch wenn Google nicht der einzige Datensammler ist (mich beängstigt mehr der Trend zur Exklusivität), muss man das Ganze ja nicht fördern - und kann mal damit beginnen, sein Online-Verhalten zu reflektieren. Dass selten etwas bis zur letzten Konsequenz praktikabel ist, ist wohl bekannt (wer verzichtet schon IMMER aufs Auto und kauft NUR Bio?).

phatsphere
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mit verdeckt meine ich, dass es nicht direkt sichtbar ist wenn man eine webseite öffnet. akamai&co weiß mehr über sie als google, und braucht dafür nichtmal werbung machen.
es redet auch keiner darüber, obwohl es ein weit größeres thema als google sein sollte.

GAT
 
01
Thema

Der Markt für Userdaten und -profile sollte definitiv einmal zum großen Thema gemacht werden.

Poldi Fesch
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ja, wird aber

ueberschaetzt. Der Wert der userdaten liegt in wirklichjeit ganz knapp ueber dem subprime bereich

Strpüpl Kotu
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Was Google will...

.. ist eh klar. Internet überall, damit die Inserate überall hin kommen können. Und eigene Hardware ist da halt ein Mittel zum Zweck. Google will auch SPDY://, damit die Inserate schneller zu den Kunden kommen etc.

phatsphere
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mit spdy kommt aber auch die webseite schneller zum kunden ...

ungefähr ein genauso tiefsinniger vergleich wie dass technischer fortschritt prinzipiell schlecht ist weil es die atombombe gibt.

Des is so - und nicht anders..
 
01
blöde Frage...

"Die große Frage, die sich aufdrängt: was will Google, das sein Geschäft hauptsächlich mit Werbeschaltungen macht, mit eigener Hardware?"


Antwort: Die Zukunft liegt in Software-Agenten !!!

Wenn ihnen ihr Handy sagt, WANN sie welche Termine haben, WO sie essen gehen können, wo die NÄCHSTE Toilette ist und WAS sie als Geburtstagsgeschenk WO kaufen können.

Ihr persönlicher digiButtler wird ihnen Vorschläge für Freizeit und Shopping unterbreiten (er kennt sie ja in und auswendig) und ihnen sagen, welches Auto lt. Analyse ihres Bewegungsprofiles zu ihnen passt ..

Und wieder einmal fallen Petabyte an private Daten an, die ausgewerter und datagemined werden müssen und es gibt wieder mal viel zu verdienen...

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