Die neue Richtung des Weltwährungsfonds

4. Jänner 2010, 17:42
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    Zur Person

    Dominique Strauss-Kahn ist geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds.

Auch wenn die Weltwirtschaft auf einem - holprigen - Weg der Erholung ist, gibt es noch viel zu tun - Von Dominique Strauss-Kahn

Vor etwa einem Jahr sah die weltwirtschaftliche Lage düster aus: eine schwere weltweite Rezession, eine beträchtliche Menge an vernichtetem Vermögen und ein Rückgang bei Handel und Beschäftigung. Doch eine Katastrophe vom Ausmaß der "Großen Depression" wurde - dank einer nie da gewesenen wirtschaftspolitischen Koordinierung der Regierungen in aller Welt - vermieden. Hinterlassenschaft dieser Krise wird, so ist zu hoffen, eine anhaltende Zusammenarbeit sein. Die Weltwirtschaft ist nun auf einem, wenn auch holprigen, Weg der Erholung, und die Finanzlage hat sich deutlich verbessert. Wolken der Unsicherheit aber bleiben, und es gibt noch viel zu tun.

Tatsächlich hat die für den Aufbau eines robusteren Finanzsystems erforderliche Arbeit gerade erst begonnen. Darüber hinaus ist es kein globaler Aufschwung; die Arbeitslosigkeit steigt in den meisten Ländern noch immer; die globalen Ungleichgewichte bei den Ersparnissen wurden bisher nicht in Angriff genommen, und die Lage in den ärmsten Staaten bleibt anfällig. Diese Probleme haben umfassende Implikationen für Stabilität und Frieden weltweit. Erinnern wir uns: Wirtschaftliche Stabilität bildet die Grundlagen für Frieden, und Frieden ist eine notwendige Voraussetzung für Handel und nachhaltiges Wachstum.

Wo also finden wir uns wieder in den Annalen der Wirtschaftskrisen? In politischer Hinsicht befinden wir uns an einem kritischen Punkt, an dem grundlegende Veränderungen am System möglich sind - u. a. deshalb, weil unser kollektives Gedächtnis ausreichend frisch ist, um für den notwendigen politischen Willen zu sorgen.

Was also ist zu tun? Die weltwirtschaftliche Governance, auch beim IWF, muss reformiert werden, um die Realitäten unserer Zeit widerzuspiegeln, und Aufsicht und Regulierung des weltweiten Finanzsektors müssen gestärkt werden. In beiden Bereichen wurden bereits deutliche Fortschritte erzielt.

Unsere Führungen haben in diesem Jahr entschiedene Schritte unternommen, um die G-20 zum wichtigsten Forum für internationale Wirtschaftskooperation zu machen. Sie haben die Ressourcen des IWF verdreifacht, vereinbart, einen Teil des Quotenanteils des Fonds auf unterrepräsentierte Schwellen- und Entwicklungsländer zu übertragen, und sich verpflichtet, einander ihre wirtschaftspolitischen Rahmenwerke zur "gemeinsamen Bewertung" unter Hilfe des IWF vorzulegen. Dieser Peer-Review beruht auf der Erkenntnis, dass die einzelnen Länder nicht mehr erwarten können, ihre wirtschaftlichen Ziele allein zu erreichen, und zielt darauf ab, das Ziel des kollektiven globalen Wohls systematisch in die nationale politische Planung einzubinden.

Präziser gefragt: Was sind für 2010 die Prioritäten der Politik bei der Governance? Im diesem Herbst haben die Mitglieder des IWF den Vorschlägen der G-20 ihre Unterstützung zugesagt und den Fonds gebeten, in 2010 vier zentrale Reformbereiche - die sogenannten "Istanbuler Entscheidungen" - in Angriff zu nehmen: das Mandat des IWF, die Finanzierungsrolle des Fonds, Governance und multilaterale Überwachung. Zunächst werden wir das ursprüngliche Mandat des Fonds, so wie es in der Satzung des IWF formuliert ist und ausgeübt wurde, angesichts der Vielzahl der gegenwärtig die weltweite Stabilität beeinflussenden politischen Strategien im Wirtschafts- und Finanzsektor einer Neubewertung unterziehen. Zwar bleiben die umfassenderen Ziele, globale Finanzstabilität und nachhaltiges Wachstum zu fördern, wichtig. Doch unterstreichen die steile Zunahme der internationalen Kapitalflüsse, der Verknüpfungen auf dem Finanzsektor, der grenzübergreifenden Bestände an Vermögenswerten sowie die Beschaffenheit der aktuellen Krise sämtlich die Notwendigkeit, das Mandat und die Art, wie wir es umsetzen, zu überprüfen.

Zweitens müssen wir eng mit den Mitgliedern zusammenarbeiten, um die optimale Rolle des IWF bei der Finanzierung festzulegen. Viele Länder haben große offizielle Devisenreserven aufgebaut, teilweise als größere Selbstversicherung gegen ungünstige externe Entwicklungen. Eine derartige Selbstversicherung jedoch verkompliziert das nationale Geld- und Wechselkursmanagement, stellt national und global eine Fehlallokation von Kapital dar und steigert das Risiko größerer Finanzkrisen irgendwann in der Zukunft.

Im Rahmen einer Überarbeitung der Kreditfazilitäten des Fonds haben wir für Mitglieder mit solider Politik als vorsorgliche Fazilität die Flexible Kreditlinie eingerichtet. Bisher haben drei Länder (Mexiko, Polen und Kolumbien) diese Fazilität genutzt; Innovationen größeren Umfangs sind vermutlich erforderlich.

Drittens hat das Leitungsgremium des IWF in Istanbul seine Unterstützung für den großen Schritt voran erklärt, den die G-20 vereinbart haben: die Übertragung von Quotenanteilen im Umfang von mindestens fünf Prozent von den überrepräsentierten Ländern auf dynamische, aber unterrepräsentierte Schwellenmärkte und Entwicklungsländer. Diese Änderung markiert einen dringend erforderlichen Schritt, um den Fonds demokratischer zu machen, und räumt den Mitgliedern einen glaubwürdigeren Anteil bei seiner Verwaltung, seinen strategischen Operationen und bei der Festlegung seiner Ziele ein. Größere Legitimität andererseits macht den IWF effektiver, was die Förderung von Wirtschaftswachstum und Stabilität in all unseren Mitgliedsstaaten angeht. Die Mitglieder müssen sich ranhalten, um die Quotenerhöhung von 2008 zu ratifizieren. (Dominique Strauss-Kahn, DER STANDARD, Printausgabe, 5.1.2010)

 © Project Syndicate, 2009. Aus dem Englischen von Jan Doolan.

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RonConSoda
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zusammengefasst: dudu china bist böse, weil du nicht mitspielen und dich von den USA am gängelband zur schau stellen lassen willst aber wir wollen noch zusätzlich von jedem staat, daß er eine versicherung abschließt, weil es der branche sooo schlecht geht, und wir etwas mehr spielgeld wollen um staaten die nicht mitspielen möchten etwas unter druck setzen zu können.

amen

Zeit Geist5
 
01
FED, IWF...alles nur blablabla...

Obwohl ich kein Wirtschaftsexperte bin, habe ich doch einige Bücher über unser Geldsystem gelesen und einige Vorträge von Wirtschaftsprofessoren gehört, die die Ursachen der Wirtschaftskrise erklären... 1.Geld = Schulden, weil eigentlich nur Papier. (Finanzwirtschaft ist 10mal größer als Realwirtschaft) 2.Zinssystem: Wenn ich 100 Milliarden ausborge mit 1% Zinsen, woher nehme ich die 1 Milliarde Zinsen, wenn von Anfang an weniger Geld im System ist? Momentan wird der richtig große Crash nur hinausgeschoben! Bitte Dr.BERND SENF in youtube anschauen (Prof.für Wirtschaft der Uni Berlin)...

her wig
10

Naja, wenn man mit den 100 Millionen etwas sinnvolles anstellt, also zusätzliche Werte schafft, dann hat man nachher etwas das man wieder mit Geld belehnen kann, somit lassen sich die Zinsen zurückzahlen.

Das ist natürlich der Anfang einer sich selbst verstärkenden Dynamik der "Vergeldung" von Sachwerten, die das Potential hat in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens vorzudringen, und in alle Erdteile. Was man ja auch real beobachten kann.

Es gibt aber auch ein Ende: wenn man die erwartete Wertschöpfung nicht schafft, fällt der Geldgeber um seine Zinsen bzw. überhaupt die Kreditrückzahlung um. Das ist das Risiko der Banken und Investoren.

Student der Magie
01
das Problem ist wohl dieses:

wenn 100 Mrd verborgt werden, mit Zinsen, das Zinsengeld aber nicht gedruckt wird, dann kann irgendwer das Geld nicht mehr zurückgeben, also irgendwer ist eigentlich etwa um die 30 oder 40%(?), die berechnet Kredite nicht zurückzahlen können.

Dadurch bedingt das System, dass es Verlierer geben muss, weil gar nicht so viel Geld da ist, um alles zurückzahlen zu können.
Da beginnt das Problem einmal.

Zudem können Banken das Zehnfache desser verleihen, was sie besitzen. Machen Sie das mal, ehehehe (geht ja als Privater nicht, weil man nicht mehr hergeben kann, als man hat, bei Banken geht es aber)

Zudem leihen sich Staaten ihr Geld von den Banken aus, die dann gut nur von den Zinsen leben, die immer höhere werden...

R. M.
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Die Crux ist aber die:

Geld wächst nicht auf Bäumen.
Das Geld, mit denen die Zinsen bezahlt werden sollten, existiert nicht. Zumindestens vorerst nicht. Es wird später von den Banken (in Form von Krediten) erschaffen. Was wiederum Inflation bedeutet. Blöde Sache!
Es ist nun mal so: Niemals können in unserem derzeitigen System alle Kredite + Zinsen zurückgezahlt werden.
Vielleicht kennen Sie das Spiel "Reise nach Jerusalem". Da gibt es immer zuwenig Sessel für alle. Mit dem Geld verhält es sich in unserem System nicht anders.
Wenn Sie Ihre Zinsen zahlen können, dann nur deswegen, weil sie dieses Mehr an Geld jemanden anderem weggenommen haben. Durch die Geldzirkulation ist diese perfide Tatsache jedoch geschickt vor unseren Augen verborgen.

her wig
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Die Annahme, dass man Zinsen nur zurückzahlen kann wenn man jemandem etwas weggenommen hat lässt ausser Acht, dass man auch Mehrwert schaffen kann.

Sie müssen Sich ja nicht gleicht ein Vorbild an Gott nehmen, der die ganze Erde erschaffen hat.

Aber mit etwas Geschick und Arbeitseinsatz kann man schon Rohstoffe so verändern und zusammensetzen dass jemand für das Ergebnis mehr zahlt als für die einzelnen Ausgangsmaterialien.

Wenn Sie das jetzt noch nicht verstehen können, müssen Sie in die Kirche gehen und gaanz lange beten.

R. M.
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Mehrwert ja. "Mehrgeld" nein.

Natürlich kann MehrWERT geschaffen werden. Jeder Mensch mit Fleiß und/oder innovativem Geist kann das.
Aber nicht mehr Geld. Mehr Geld schafft in unserem derzeitigen System aber ausschließlich nur die Bank. (Und die gibt es nur gegen Zinsen her.)
DAS ist der wesentliche Unterschied. Sehen Sie nun die Crux?

her wig
00

Die Zinsen sind die ständige Herausforderung Mehrwert zu schaffen, und wenn sich das nicht ausgeht gibts Inflation bzw. platzende Blasen. Das muss man in die Theorie mit einbeziehen, es ist Teil davon. Nur die Hälfte zu betrachten und sich dann beschweren dass es unrealistisch sei, mit Verlaub, das ist blöd.

R. M.
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Inflation heißt "Aufblähung".

Sie entsteht dann, wenn die Geldmenge unangemessen gegenüber dem Güterangebot steigt.
Meinen Sie tatsächlich, Mehrwert nur erschaffen, weil der Zins die Menschen dazu antreibt?? Falls ja: Bitte betrachten Sie mal die Geschichte. Der Mensch hat schon Mehrwert produziert, da gab es noch gar kein Geld. Ihre Behauptung kann so also keinesfalls richtig sein.
Ihren Aussagen kann ich grundsätzlich nur entnehmen, daß Sie meinen, Zins sei natürlich (quasi gottgegeben, falls Sie an Gott glauben). Ist nicht so.

her wig
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Hab ich gesagt dass es der einzige ist? Das Geld bildet ja nur, mehr oder weniger gut, etwas ab das sowieso menschlichem Verhalten entspricht.

Und "natürlich" gibt es mehr Geld als Güterangebot - es sei denn wenn niemand spart. Würden alle Menschen alles Geld sofort ausgeben, wäre allerdings sehr viel weniger in Umlauf, man bräuchte keine Finanzindustrie, und könnte nie das Geld für teure Projekte zusammenbekommen.

R. M.
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Bitte um Aufklärung!

Ich habe wirklich Verständnisprobleme mit Ihrer Aussage: "Würden alle Menschen alles Geld sofort ausgeben, wäre allerdings sehr viel weniger im Umlauf."
Wie soll das möglich sein? Wenn alle Menschen sofort ihr Geld ausgeben, ist alles Geld im Umlauf. Wenn jedoch Menschen zu sparen anfangen, dann ist dieses Geld dem Umlauf entzogen, weniger Geld ist im Umlauf.
Bitte um Aufklärung!

her wig
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Aha, mit "im Umlauf" meinte ich eigentlich die ganze Geldmenge, also auch das auf Sparkonten oder so "aufgestaute". Mein Fehler.

R. M.
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Also das wäre wenigsten geklärt.

Auch darüber, daß es mehr Geld als Güterangebot geben kann, scheinen wir uns einig zu sein. Deswegen brauchen wir aber immer noch keinen Zins...

her wig
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Naja, aus der Sicht eines Investors ist es schon klar: angenommen der hat Geld, 5 verschiedene Leute sprechen mit ihren Investitionsprojekten vor, und welches wählt er aus? Da werden verschiedene Kriterien eine Rolle spielen, aber eins davon ist, ob er dabei einen finanziellen ROI erzielt (=> Zinsversprechen). Und diese Zinsen müssen so hoch sein dass sie gelegentliche Ausfälle auch abdecken können.

R. M.
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Ok, die menschliche Gier als Triebkraft hinter dem Zins ist allgemein bekannt.

Nur: woher soll das Geld zum Zahlen der Zinsen kommen? Dieses zusätzliche Geld existiert nicht im System. Man kann es also nur jemandem wegnehmen. (Derjenige wiederum kann dann seine Schulden nicht zahlen, geschweige denn deren Zinsen. Das Geld in unserem System ist ja schon als Schuld geschaffen.)

her wig
00

Noch was: Gier bezieht sich auf ein Übermaß bzw. Maßlosigkeit. Die Abwesenheit von Gier bedeutet nicht, dass man keinerlei Erfolge oder was haben/wollen darf, das wäre ein völlig falsches Verständnis! (Womit ich nicht gesagt habe dass Gier nicht auch vorkommt...)

her wig
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Wertschöpfung und Verlustrisiko, das hatten wir schon. GOTO weiter oben irgendwo.

R. M.
00
Seien Sie mir nicht böse, aber das beantwortet meine Frage nicht.

Meine Frage lautete: Woher soll das Geld zum Zahlen der Zinsen kommen?
Die Frage ist ganz konkret. Es sollte auch eine ganz konkrete Antwort geben.
Die Begriffe "Wertschöpfung" und "Verlustrisiko" sind keine Antwort. Darauf habe ich schon hingewiesen: Wertschöpfung ist nicht gleich Geldschöpfung...
http://www.berndsenf.de/pdf/Bankg... ng%204.pdf

RonConSoda
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dieses ganze schneeballsystem ist sowas von schwachsinnig ... gar nicht zum aushalten.

sie mit ihrer wertschöpfung. ist doch egal. deswegen gibt's auch nicht mehr geld im system. sobald sie im virtuellen finanzsektor mehr zinsen lukrieren können als im physisch produktiven, ist der todesstoß des systems wiedermal eingeleitet worden.

Juusto Hampurilainen
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es tut mir überaus leid für sie, dass sie auf ihrer suche nach wissen an derart abstruse quellen gelangt sind. dr. senfs thesen und veröffentlichungen sind alles andere als anerkannt und basieren vielfach auf lehren, die ich hier mal eher dem reich der esoterik zuschreiben möchte.

falls es sie interessiert, kann ich ihnen aber gerne das eine oder andere seriöse buch zum thema empfehlen.

R. M.
01
Haben Sie _selbst_ über die Thematik nachgedacht?

Oder plappern Sie nur nach, was andere gesagt haben?
Sehen Sie - soviel ist sicher: Dr. Senf hat ein Naturgesetz - die positive Rückkopplung - begriffen. Eine Naturgesetz, das sogenannte "Wirtschaftswissenschaftler" glauben ignorieren zu können.
Ein zinsbasiertes Geldsystem stellt eine positive Rückkopplung dar. Positiv rückgekoppelte Systeme brechen immer zusammen, das ist ein Naturgesetz. Kein System, das auf positiver Rückkopplung basiert, kann jemals nachhaltig sein.
Keiner zwingt Sie, Naturgesetze anzuerkennen. Aber es erspart Ihnen bittere Erfahrungen, wenn Sie es tun.
Apropos "anerkannt": Das kopernikanische Weltbild war zuerst auch nicht anerkannt. Heute ist es Allgemeinwissen. Denken Sie mal drüber nach!

Zeit Geist5
 
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Wieso meinen Sie das seine Erklärungen etwas mit Esoterik zu tun haben? Dr.Senf hat jahrelang Wirtschaft gelehrt und schon Jahre vor der Wirtschaftskrise eben diese vorrausgesagt! Für neue Literaturempfehlungen wäre ich dankbar.

Tildy
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Was heisst das im klartext ?

"die globalen Ungleichgewichte bei den Ersparnissen wurden bisher nicht in Angriff genommen..."

Christiane Amanpour
 
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Vielleicht könnte ein/e Volkswirt/in, der/die verständlich schreiben kann, diese Aussagen erklären und kommentieren

Für mich ökonomische Laiin schaut das so aus, dass er die Selbstversicherung einzelner Staaten verdammt, weil sie dadurch nicht völlig am internationalen Finanzsystem (also am großen Risiko aller) teilnehmen.

Er vertritt also die Position, entweder geht es allen gut oder alle gehen gemeinsam unter, verboten ist aber, dass es einem Einzelnen ganz gut geht. Wie das mit dem Gequatsche der "freien" Marktwirtschaft zusammengeht, möchte man mir bitte erklären.

böser wolf1
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Sie haben mehr ökonomischen Sachverstand als Sie sich selbst zutrauen.

Ihr Satz: "Entweder geht es allen gut oder alle gehen gemeinsam unter" trifft den Nagel auf den Kopf.

Wenn es allen (gleich) gut ginge, wäre die Weltwirtschaft im Gleichgewicht, tatsächlich konsumieren die einen mehr (USA) die anderen weniger (China) als sie erwirtschaften. China baut durch seinen Exportüberschuss (Nichtkonsum) hohe Dollarreserven auf, die es im Krisenfall wie eine Versicherungsprämie zur Wirtschaftsankurbelung verwenden kann.

In der Theorie strebt jeder Markt nach Gleichgewicht, wenn es aber sehr starke Ungleichgewichte gibt (z.B.China/USA) sind Krisen zwangsläufig notwendig um wieder ein Gleichgewicht herzustellen.







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