Promotion - bezahlter Inhalt

Hintergrund

Ute Bock - Lebensdaten und Auszeichnungen

4. Jänner 2010, 16:19
  • Artikelbild
    foto: ap/ ronald zak

    Ute Bock wird 2008 von Mehmet Zeki Metin mit dem "Weltmenschpreis" geehrt.

Geliebt und angefeindet - Ute Bock ist ein Symbol für den menschlichen Umgang mit Asylwerbern

Ob legal oder illegal im Land - Bock hilft allen Menschen, die durch jedes soziale Netz fallen, wenigstens ihre grundlegendsten Bedürfnisse wie Schlafen und Essen abzudecken. Für viele Flüchtlinge ist sie einfach "Mama Bock".

Ansprechperson für Kinder und Jugendliche

1942 wird Ute Bock in Linz geboren. Nach der Matura und einem Jahr in der Privatwirtschaft, entschließt sie sich, Erzieherin zu werden.
1969 beginnt sie im Gesellenheim Zohmanngasse im 10. Wiener Gemeindebezirk, 1976 steigt sie zur Leiterin auf.
Ab Anfang der 1990er-Jahre schickt das Jugendamt ausländische Kinder und Jugendliche zu ihr - zuerst aus Gastarbeiterfamilien, später unbegleitete minderjährige Flüchtlinge aus Kriegsgebieten, die in Österreich um Asyl ansuchen.
So wird Ute Bock Ansprechperson für Jugendliche, um die sich niemand kümmert.

Von der Angeklagten zur Kämpferin

1999 werden bei einer Razzia in ihrem Heim mehr als 30 afrikanische Jugendliche und junge Erwachsene wegen des Verdachts auf Drogenhandel festgenommen. Ute Bock wird wegen Bandenbildung und Drogenhandels angezeigt und kurzfristig vom Dienst suspendiert. Die Anklage wird fallengelassen, die Suspendierung aufgehoben, doch die Gemeinde Wien verbietet Bock, weiterhin afrikanische Asylwerber in ihrem Heim unterzubringen.
Das ist für Bock der Anstoß, private Wohngemeinschaften zu organisieren, die sie selbst finanziert und in ihrer Freizeit betreut.
Seit ihrer Pensionierung 2000 kümmert sie sich rund um die Uhr um ihre Klienten.
Seit Anfang 2006 erfolgt Hilfe und Beratung im Gassenlokal in der Großen Sperlgasse im zweiten Wiener Gemeindebezirk.

Auszeichnungen

UNHCR-Flüchtlingspreis (2000)
SOS Mitmensch Ute Bock-Preis für Zivilcourage (2000)
Dr. Karl Renner-Preis der Gemeinde Wien (2002)
Bruno Kreisky-Preis für Menschenrechte (2002)
Spin the Globe-Award (2004)
Preis des Österreichischen Roten Kreuzes (2004)
Greinecker-Senioren-Preis des ORF (2004)
Interkultur-Preis des Landes Oberösterreich (2004)
Frau des Jahres 2007 der Grünen Leopoldstadt (2007)


Erika Rothen
14
Wenn man mal zwei starke, doch gegensätzliche Frauen gegenüberstellt:

Ute Bock auf der einen, Maria Fekter auf der anderen Seite:

Wer von beiden wohl das erfülltere Leben hat?
Wer wohl unbeschwerter in den Spiegel schauen kann?
Wer am Ende desselben, eines hoffentlich sehr fernen Tages, glücklicher/zufriedener/ruhiger entschlafen wird?

peppermintpetting
02
Welcher Depp hat da Was Wie nicht richtig verstanden und stricherlt?

Oder ist es etwa tatsächlich dieser Meinung?

perigord
 
14
und verdient hätte Sie den Friedensnobelpreis

allemal eher als Obama.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.