Reform der U-Ausschüsse

U-Ausschuss: Auch VP will Ergebnis im März

04. Jänner 2010 13:52

Volkspartei drängt nun wie Grüne auf Termineinhaltung, SPÖ bremst - Neuregelung könnte ab Sommer gelten

Wien - Die Streitereien im und um den Spionage-Untersuchungsausschuss im vergangenen Jahr haben die bereits getroffene Absichtserklärung aller Parteien (außer der FPÖ), die Einberufung von U-Ausschüssen als Minderheitenrecht zuzulassen, gehörig ins Wanken gebracht. Nun scheint der Jahreswechsel offenbar milde zu stimmen: Zumindest die Grünen sind wieder optimistischer.

Einigung würde Zweidrittel-Blockade lösen

Chefverhandler Dieter Brosz glaubt, bis Ende März eine Einigung erzielen zu können. In diesem Falle wäre eine Beschlussfassung bis Juli möglich. Ende Jänner wird jedenfalls weiterverhandelt. Die bis März von der Opposition beschlossene Blockade von Zwei-Drittel-Materien soll dann gleichzeitig einer "Neubewertung" , wie es Grünen-Abgeordneter Dieter Brosz am Montag ausdrückte, unterzogen werden.

Auch die ÖVP will bis Ende März "ein Ergebnis sehen" , heißt es im Parlamentsklub. Und: Man werde sich natürlich an getroffene Zusagen halten. Bei einer Einigung glauben die Schwarzen auch an eine Beschlussfassung bis Juli.

In der SPÖ wird hingegen gebremst. Das Motto lautet: Lieber länger verhandeln, dafür aber eine gute Lösung vorlegen. Heißt: Man sei "guten Willens, den Termin zu halten" , wichtiger seien aber "vernünftige Verfahrensregeln" .

Grüne: U-Ausschüsse als Oppositionsrecht

Bei der Neuordnung scheinen sich die Parteien am deutschen Modell orientieren zu wollen. Dort kann ein Viertel der Abgeordneten U-Ausschüsse, Zeugenladungen und Beweismittel fordern. Brosz nennt das eine "vernünftige Größenordnung" , eine andere Variante wäre, dass für die Einberufung die Abgeordneten zweier Fraktionen nötig sein könnten - was im Falle eines weiteren Erstarkens der FPÖ den "Monopolanspruch" (Brosz) verhindern würde. Damit es tatsächlich zur Einsetzung eines Ausschusses kommt, muss in Deutschland die Mehrheit des Bundesrates zustimmen - in der Praxis enthalten sich die Regierungsparteien.

Einfluss auf die Untersuchung kann die Mehrheit nur insofern ausüben, dass Bereiche, die von ihr als verfassungswidrig betrachtet werden, nicht Teil der Ausschussarbeit sein dürfen. Den Antragstellern bleibt der Gang zum Verfassungsgericht. Übernommen werden sollte laut Grünen auch, dass in strittigen Punkten ein Ermittlungsrichter angerufen werden kann, außerdem sollten es höhere Strafen (etwa für das Fernbleiben als Zeuge) geben und "Private" untersucht werden dürfen.

Bandion-Ortner: Juristische vor politischer Aufklärung

Der von Justizministerin Claudia Bandion-Ortner geforderte Ausschluss von Parallel-Ermittlungen von Justiz und U-Ausschuss wird hingegen abgelehnt, denn: Die politische Verantwortung dürfe nicht erst dann greifen, wenn jemand "im Häf'n sitzt". (Peter Mayr/DER STANDARD-Printausgabe, 5.1.2010)

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Posting 1 bis 25 von 52
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jacques05
05.01.2010 21:55
frau ministerin,...

auch wenn sie das nicht glauben, ich fürcht, ihnen wird
bald das lachen vergehen...
nach der haa kommen noch ganz andere sachen zum vorschein.
auch etwas über die bawag.
herrn flöttl, schüssel, grasser, usw.
was wirklich ein problem ist, sie waren damals richterin.

springflower
05.01.2010 14:11
MIch beschäftigt ein Frage:

Ist das, was Frau Bandion-Ortner am Kopf trägt eine Frisur oder ein Wisch-Mopp? Wer kann mir helfen?

khaleb
05.01.2010 17:26
das ist eine Strohbehälterdekoration

ebensee
05.01.2010 13:01

kampusch, karlich, arigona, bock, bandion-ortner.

Bergdolm
05.01.2010 12:03
Berlusconi

hatte auch schöne Zähne ...

Humanis Voice
05.01.2010 11:48
U-Ausschuß ist wohl der untere Ausschuß bei der Arbeit?

Gefürchtet in jeder Prokuktion - Ausschuß kostet und bringt nichts ein.

TheLaw
05.01.2010 08:34
Knackwurst. Arbeite einmal WAS!

Wieviel Demokratie ist es bitte?
05.01.2010 08:42
Bräuchte sie gar nicht

Sie braucht nur den richtigen Leuten die richtigen AUfträge erteilen. Aber dazu ist sie zu *dumm* und zu *korrupt*.

ebensee
05.01.2010 13:38

sowas wuerd ich auch gern mal durch die zensur bringen. NEID!

TheLaw
05.01.2010 14:10
Langsam schreiben. Ganz Langsam. Funktioniert!

linx
05.01.2010 01:12
sagts!

die VP will ein ergebnis?
da bini sprachlos.
ächt.

jacques05
05.01.2010 21:57
freilich wollen sie ein ergebnis...

damit sie wieder was zu schwärzen haben, die schwarzen, die dunkelmänner, die bösen.

Sophist1
05.01.2010 01:04
Die Justizministerin entwickelt sich immer mehr zu...

...zu einer Enttäuschung. Das einzige was sie interessant macht, ist die Vorfreude auf ihre nächste Brille.

teuerzahler
04.01.2010 22:12
eine brille macht noch keine ministerin -

viele brillen noch lange keinen rechtsstaat!

oiramnola
04.01.2010 22:11
Gesichtsgymnastik

die hat schon fast so ein doppelkinn wie der seppl.

°°__°°
05.01.2010 10:46

kommt ja auch aus dem selben stall!

jean val jean
04.01.2010 22:09

die övp deckt alles wie mit einer schneedecke zu
und im frühjahr hofft sie, daß darüber schon das gras gewachsen ist
und die wähler wählen diese kerle trotzdem

Boba Fett
04.01.2010 21:31
das »unparteiische« feigenblatt der schwarzen.

hauptsache feig.
alles andere blunzenpepi.

Wieviel Demokratie ist es bitte?
04.01.2010 19:10
Rechteckige

in Bakelit gefasste Glasbausteine verleihen ihr auch optisch eine gewisse Reife.

Die Rücktrittsreife, welche hervorragend mit zahlreich vorhandenen Entlassungsgründen harmoniert.

Nathaniel Winerib
04.01.2010 18:58
Grinsekatze

Warum gibt es kaum ein Foto von der Justizminsiterin, auf der sie nicht von einem Ohr zum anderen grinst? Es scheint, als könnte sie ihr Glück, plötzlich ins Ministerium hinaufgespült worden zu sein, kaum fassen.

You can inflate my bucks!
 
05.01.2010 10:38
Die Antwort:

Weil sie von der Ferrero-Küsschen gecoacht wird!

mm-10-1
04.01.2010 18:38
auf der brille sitzt eine grille.oder mehrere.

Michael B
04.01.2010 17:55
Ein Gerichtsverfahren hat für die Ministerin den großen Vorteil,

daß die Staatsanwaltschaft wesentlich unauffälliger beeinflußt werden kann als ein öffentlicher U-Ausschuß. So ein Theater wie um die Zulassung von Zeugen und Akten wie beim jüngst abgewürgten Spitzel-U-Ausschuß hat es noch bei keiner diskreten "Verjährung" von Amtsmißbrauchs-Vorwürfen gegeben.
Man kann der ÖVP nur zu diesem Glücksgriff bei der doch vorher unauffälligen Justizministerin gratulieren!
Die SPÖ hat nur die Rudas.
Und den Bundeskanzler...

böser wolf1
04.01.2010 18:30
O-Ton Bandion Ortner

Ein Tipp Postings zu den Originalzitaten von Frau Bandion Ortner lesen

http://diepresse.com/home/poli... ect=530931

böser wolf1
04.01.2010 17:40
Sakrosankter Richterstaat?

Frau Bandion Ortner will also offenbar den sakrosankten Richterstaat.

Bruno Kreisky hat das einmal in einem ganz anderen Zusammenhang ausdrücklich abgelehnt und das ist meiner Meinung nach gut so.

Macht braucht Kontrolle, und wo es um politische Verantwortung oder gar Strafverfolgung geht, ist ein Ausbau der Kontrolle wohl im Interesse aller Bürger.

Übrigens, kann mir jemand dabei helfen, wann ist in Österreich zuletzt ein Minister wegen Übernahme der politischen Verantwortung für sein bzw. das Handeln seines Ministeriums zurückgetreten?

Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr an einen solchen Rücktritt erinnern, umso dringender erscheint mir daher der Ausbau der Kontrollinstrumente des Parlaments.

Gratz: Lucona-Affäre?

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