CSU-Chef will von Kärnten 650 Millionen

3. Jänner 2010, 13:53

Der bayrische Ministerpräsident verlangt Schadensersatz, die Profiteure des Verkaufs der Kärntner Hypo sollen zur Kasse gebeten werden

München/Klagenfurt/Wien - Dem in finanziellen Schwierigkeiten steckenden Land Kärnten droht eine gewaltige Schadenersatzforderung. Der bayrische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) will nämlich vom Land 650 Millionen Euro an Schadenersatz fordern, wie die "Presse" in ihrer Sonntag-Ausgabe berichtet. Damit soll ein Teil des Verlustes ausgeglichen werden, den der Kauf der Kärntner Hypo Group Alpe Adria durch die Bayerische Landesbank angerichtet hat. Die "Presse" berichtet auch ohne Angabe von Quellen, dass beim Verkauf Millionen für die Kärntner Regierungsparteien BZÖ und ÖVP geflossen sein sollen.

Seehofer übertrifft mit seiner Rückforderung an das Land die Opposition im bayerischen Landtag. Diese hatte knapp vor dem Jahreswechsel verlangt, dass jene Privatinvestoren, die über den Vermögensberater Tilo Berlin vor dem Verkauf an die Bayern bei der Hypo eingestiegen sind und dadurch insgesamt 150 Millionen Euro Gewinn gemacht haben sollen, dieses Geld zurückzahlen müssten, was Seehofer natürlich ebenfalls verlangt. Ein Mitarbeiter der Hypo behauptete nun gegenüber der "Presse", er kenne die Namen aller Investoren, insgesamt sollen es 47 sein. Der Mann will anonym bleiben und die Namensliste angeblich verkaufen.

Millionen an BZÖ und ÖVP

Aber auch auf einer anderen Front droht der Kärntner Regierungskoalition aus BZÖ-FPK und ÖVP Ungemach. Schon seit dem Verkauf des größeren Teils der Kärntner Hypo-Landesanteile an die Bayern wollen die Gerüchte nicht verstummen, dass im Hintergrund Geld an die notorisch klammen Parteizentralen geflossen sein soll. Allein das BZÖ, das sich jetzt wieder umbenannt hat, soll 27 Millionen Euro lukriert haben, der Juniorpartner ÖVP immerhin noch 13 Millionen Euro.

ÖVP-Landesrat Josef Martinz, damals wie heute Landesparteiobmann und Aufsichtsratsvorsitzender der Landesholding, die die Hypo-Beteiligung bis zur Notverstaatlichung verwaltet hat, fordert nun - wie alle anderen Parteien auch - "volle Aufklärung" aller Vorgänge rund um den Verkauf. Dass es Parteienfinanzierung gegeben habe, wurde von ihm stets ebenso energisch bestritten wie vom damaligen Landeshauptmann Jörg Haider.

Grüne fordern Offenlegung der Kärntner Parteifinanzen

Angesichts des Berichts über mögliche Parteienfinanzierung durch den Hypo-Alpe-Adria-Deal fordern die Grünen von den Kärntner Freiheitlichen (vormals BZÖ, nun FPK) und der ÖVP die Offenlegung ihrer Parteifinanzen. Die Parteien müssten ihre Einnahmen "lückenlos offen legen", verlangte Vizeparteichef Werner Kogler in einer Aussendung am Sonntag. Zudem sei die Staatsanwaltschaft gefordert, sich um "alle Zahlungsströmungen zu den politischen Parteien und deren gesamtes Umfeld zu kümmern".

"Die Geschichte stinkt in Kärnten zum Himmel. Es wird endlich Zeit, dass sich alle Aufklärungsinstanzen anständig um die Geschichte kümmern, aufdecken und aufklären", so Kogler. Die Grünen hätten schon 2006 und 2007 auf viele Malversationen hingewiesen haben, die heute unbestritten seien, und auch den Verdacht auf Parteienfinanzierung geäußert.

Dass der nun eingerichtete zweite Untersuchungsausschuss im Kärntner Landtag, der unter Vorsitz von ÖVP-Klubchef Stephan Tauschitz den Hypo-Deal erneut prüfen soll, tatsächlich Licht ins Dunkel bringt, wird in Kärnten bezweifelt. Mehr Hoffnung setzen SPÖ und Grüne da schon in die Sonderkommission der Polizei, die seit Dezember in der Polizeikaserne in Krumpendorf Quartier bezogen und mit den Ermittlungen begonnen hat. Noch im Jänner soll auch die Staatsanwaltschaft Klagenfurt Unterstützung durch einen Bankenexperte erhalten. (APA)

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Ich bin der Meinung...
00
Umso weniger Geld Kärnten hat

umso besser wird die dortige Politik wieder werden.
Wir ja amüsant zu beobachten wie Herr Dörfler & Co. durch das Land reisen ohne irgendwo auch nur einen Euro zusagen zu können. Frei nach dem Motto: "Mia hom das Lond o gwiatschoft."

Aber Dank Kreativität wird dann auf Landesvermögen statt dem "Kuckuck" der Jörgerle picken.

Major Nelson
 
01

Dass die zwielichtigen Investoren die 150 Mio. zurückgeben müssen, steht für mich außer Frage.
Dass alle involvierten Bankmanager und Landespolitiker (orange und schwarz) unverzüglich in Untersuchungshaft gehören, ebenfalls.
Das Land Bayern hat keinerlei Ansprüche zu stellen. Die Bayerische Landesbank hat alles geprüft und die Hypo Alpe Adria dann gekauft, hatte ab diesem Zeitpunkt als Mehrheitseigentümer auch die Verantwortung für alles, was danach noch falsch lief. Wenn hier jemand Entschädigung zu fordern hat, dann der österreichische Steuerzahler - in allen Bundesländern. (Die Kärntner haben eh schon ihre unnötig hergeschenkten Hunderter ausgefasst, die sind mit etwaigen Schadenersatzansprüchen gegenzuverrechnen.)

aiuto
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an Gesinnungsfreund Martinz halten !

da soll sich die CSU gleich amal an ihren Gesinnungsfreund Martinz halten, der das ganze Desaster mitzuverantworten hat.

Autobahnraser
00
Dummheit Schützt vor Strafe ???

Nur durch die völlig abgehobenen Landeshaftungen wurde die Bayerische LB die HGAA los, froh sollte Seehofer sein!

Schaderersatz kann er sich beim Eigentümer holen, der die HGAA agieren ließ, ach ja, das ist ja die Bayerische LB aber nicht bei den österreichischen Steuerzahlern !

Beim kaufen nicht aufgepasst, jahrelang untätig gewesen und jetzt Schadenersatz fordern ?
Dummheit schützt sicher nicht vor Strafe !

teuerzahler
04
gibts die justiz in österreich noch?

oder nur mehr einen haufen willfähriger, furchtbarer sta und richter, die man wie kampfhunde auf staatsfeinde wie tierschützer, bürgerrechtler und ausländerfreunde hetzt? die aber sonst den schweif einziehen und vor der koalition aus geld und macht ins wachkoma fallen?

jaja-nein
 
00
ist das nicht köstlich

man kauft sich was .. hat wochen lang zeit alles anzusehen die bücher und ist zu tusselich zu erkennen was los ist ... dann kommt noch die finanzkriese ..... und jetzt will man geld zurück ?

wie sagt der franz jo is den schon weinachten ..?

ne lieber franz das war schon .. kärnten wurde bescheert mit rund 3 millarden von euch doofen Bayern .......

Scheen eng und trocken
54
Jetzt erst recht!

BZÖ/FPK wählen!


Carinthia delenda est!

WikiPeda
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übersetzungsdienst:

Carinthia delenda est! --> kärnten muss zerstört werden!

schlitzohrlinski
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Ist ja ironisch gemeint, oder?

nationaler untersucher
14

nachdem kärnten nachweislich pleite (<= neger) ist wäre das eine gute gelegenheit es loszuwerden und an bayern abzutreten. unterstützung von merkel wäre garantiert, denn damit wäre mecklenburg-vorpommern nicht mehr ärmstes deutsches bundesland.

Def. Izit
03
Ich würd in KTN das Hören/Sehen von Feindsendern

und Lesen von Feindpresse unter Strafe stellen. Weiters würd ich verkünden, dass an Allem die EU, Wien und Laibach schuld sind.

Und vielleich täglich über die gewonnene Schlacht über die Römer (ca. 100 v. Ch.) berichten.

leibeiuns
00
Nichts einfacher als das

Die Bayern wollen also von Kärnten 650 Millionen zurück. Das ist ganz einfach:
Die insgesamt 6,4 Millionen Altbayern fahren etwa 3 bis 4 Tage nach Kärnten in den Urlaub und jeder bleibt einfach 100 Euro schuldig. Und schon hat das Bundesland Kärnten keine Schulden mehr beim Freistaat Bayern.

G. Lavant
01
Scheen eng und trocken
01
Sie haben total recht!

Das bringt in Kärnten nur einen Stimmenzuwachs für die BZÖ/FPK!

anton anton
11
wenn die bayr. landesbank zu blöd is

die daten der bank zu lesen (werden sie vor dem kauf wohl getan haben) dann gehört ihnen der verlust selbst

nationaler untersucher
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wenn die daten richtig waren und der tatsächlichen situation entsprochen haben, gebe ich ihnen recht. ansonsten ... siehe forderung seehofer; ich wünsch dem dörfler und seinem finanzgenie dobernig jetzt schon viel glück. mal sehen, wie lange seine argumentationslinie "kärntn is e lei a klanes lond und hot ka göld" halten wird

Aguirre74
 
02

Das wär ja wie Weihnachten und Ostern, wenn sie (die Deutschen, die österr. Justiz rührt keinen Finger) die ÖVP endlich drankriegen würden. Die hat ihre geldgierigen Finger ohnehin in jeder Schweinerei drinnen. Nur die Leute kapieren es nicht. Und das I-Tüpfelchen wär, wenn ich den Grasser in Handschellen im Fernsehen sehen dürft (und zwar nicht beim Villacher Fasching).

rapunzels frisör
201

GRÜN:
Die Bundes-ÖVP trägt maßgeblich zur Aufklärung bei!

ROT:
Die Bundes-ÖVP--- Aufklärung as usual!

mulligan1
06
hallo herr bundespräsident !

sie tun ja am neujahrstag immer so schön reden -

aber das hören sich die diversen herrschaften, die hier ihre finger drinn hatten und sich die taschen vollstopften, leider nicht an !
manche von denen gehen ja auch dann und wann bei ihnen aus und ein !

haben sie zu den aktuellen entwicklungen, die ganz österreich wird ausbaden müssen, auch eine meinung ?

mit bestem dank -
ein untertan.

teuerzahler
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er hat eh was getan,

er hat in seiner neujahrsansprache mehr ethik und verantwortung fürs gemeinwohl gefordert.

also fürs ganz gemeine wohl, da tun sie eh viel unsere kerntner dörfldodln.

Yanis
01

An UHBP schicken und sich auf die vorgefertigte Antwort der Sekretärin freuen.

Uljanovnig
02
Lieber Fischer Heinz !!!


Bitte unternimm endlich was gegen diese verbrecherischen Politiker in meiner Heimat !!!

Das ist ja nicht mehr auszuhalten !!!!!!!!!!!!!

Ich bin der Meinung...
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Das einzige was Heinzi kommandieren darf

ist das Militär. Aber das darf aus gutem Grund nicht im Inland gegen Österreicher tätig werden.

Bono Nobo
02

Der ist doch selbst bestochen und machtkorrumpiert, ansonsten würde er etwas unternehmen.

W.Hammerl
02

Wieso Schadenersatz? Wurde die Bayerische Landesbank oder der Freistaat Bayern gezwungen die Hypo Bank zu kaufen? Wenn jemand eine solche Investition vornimmt, dann prüft er zuvor das Objekt seiner Gier auf Herz und Nieren. Wenn dies nicht geschehen ist, dann könnte Bayern höchstens Schadenersatz von der Bayerischen Landesbank bzw. deren Managern fordern.

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