Neue Strategie im Antiterrorkampf

3. Jänner 2010, 18:33

London und Washington wollen gegen Terroristen im Jemen und in Somalia vorgehen, auch an eine UN-Friedensgruppe wird gedacht

London - Nach dem nur knapp vereitelten Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug rücken der Jemen und Somalia immer stärker ins Visier des Antiterrorkampfes.

Großbritannien und die USA kündigten am Wochenende ein stärkeres Vorgehen gegen die terroristische Bedrohung dort an. London und Washington wollen im Jemen eine Antiterrorspezialeinheit der Polizei finanzieren. Auch die jemenitische Küstenwache soll unterstützt werden, um zu verhindern, dass Kämpfer aus Somalia in den Jemen gelangen.

Aus Furcht vor einem Attentat schlossen die Regierungen in London und Washington am Sonntag zudem ihre Botschaften im Jemen.

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Washington/London - Die USA und Großbritannien wollen den gemeinsamen Antiterrorkampf im Jemen und in Somalia verstärken. Das Büro des britischen Premierministers Gordon Brown erklärte am Sonntag, zu den mit US-Präsident Barack Obama vereinbarten Maßnahmen gehöre die gemeinsame Finanzierung einer Sondereinheit der Polizei zur Terrorabwehr im Jemen, auch die Küstenwache soll mehr Unterstützung erhalten.

Beide Länder seien sich ferner einig, dass in Somalia eine "größere Friedenssicherungstruppe erforderlich" sei. Sie würden sich dafür im Uno-Sicherheitsrat einsetzen. Derzeit unterstützen 5300 Soldaten der Mission der Afrikanischen Union in Somalia (AMISOM) die schwache somalische Übergangsregierung gegen die bewaffnete islamistische Opposition am Horn von Afrika.

"Kreuzfahrer töten"

Quasi als erste Kooperationstat schlossen Amerikaner und Briten ihre jeweiligen Botschaften im Jemen. Laut britischem Außenamt habe es bereits vergangene Woche Drohungen gegen westliche Botschaften in dem arabischen Land am Golf von Aden gegeben. Eine Gruppe namens "Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel" hatte alle Muslime aufgefordert, "die Kreuzfahrer und ihre Gehilfen in deren Botschaften zu töten" .

Al-Kaida-Stellungen im Jemen geraten nach dem vereitelten Flugzeug-Attentat von Detroit immer mehr ins Visier der US-Militärs. Wie US-Medien am Samstag berichteten, flog der Top-General David Petraeus zu einem Gespräch mit dem jemenitischen Präsidenten Ali Abdallah Saleh nach Sanaa. Saleh soll dabei weitere Hilfe seines Landes im Anti-terrorkampf angeboten haben. Bereits jüngste Angriffe auf mutmaßliche Al-Kaida-Stellungen im Jemen haben nach einem Bericht des US-Fernsehsenders CBS unter Führung der USA und mit Unterstützung der Regierung in Sanaa stattgefunden. Präsident Obama machte am Wochenende erstmals direkt die Al-Kaida im Jemen für den Anschlagsversuch von Detroit verantwortlich (siehe rechts).

Die britischen Sicherheitsbehörden wussten einem Zeitungsbericht zufolge bereits vor drei Jahren von wiederholten Kontakten Abdulmutallabs zu islamischen Extremisten. Der heute 23-Jährige sei aber als ungefährlich für die nationale Sicherheit eingeschätzt worden. Daher seien keine Informationen an die USA weitergegeben worden. Mittlerweile haben die Briten ihren US-Kollegen jedoch eine Akte über die Aktivitäten Abdulmutallabs zwischen 2005 und 2008 ausgehändigt.

In London geht man davon aus, dass Abdulmutallab erst für den geplanten Anschlag rekrutiert worden sei, nachdem er Großbritannien verlassen habe, höchstwahrscheinlich während seines Jemen-Aufenthalts im vergangenen Sommer. Beherzte Mitreisende und Besatzungsmitglieder überwältigen den Mann, als er den Sprengsatz in der Passagiermaschine zünden wollte. Sein Vater hatte auch der US-Botschaft in Lagos Informationen über die extremistischen Neigungen des jungen Mannes übermittelt. (dpa, red/DER STANDARD, Printausgabe, 4.1.2010)

 

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Mostbluzer
00
11.1.2010, 16:11
die böse alkaida und der CIA

Letztlich sollte noch angemerkt werden, dass al-Kaida im Jemen von der CIA geschaffen wurde, was der Zuarbeiter der CIA, Billy Waugh ( SGM Special Forces) in seiner Autobiographie bestätigt.

„Ich arbeitete genau dort mit diesen al-Kaida-Agenten," schrieb Waugh in Hunting the Jackal (http://billywaugh.net) mit Tim Keown. (www.infokrieg.tv)

ps: zuarbeiter ist wohl etwas untertrieben:

He has seen more, done more, and risked more in the interest of the United States than any man I know." ?Ambassador Cofer Black, U.S. State Department coordinator for counterterrorism

He is the kind of man who should be a role model to the new generation of Special Operations soldiers."
?Colonel Sully H. DeFontaine

Der Alte vom Berge
00
Action...

...und Reaction stehen hier im Missverhältniss zum tatsächlichen Ablauf.

Ergo ist die Lage Construiert. ^^

xx Hour1
11

Alles was US/UK über Terror bekämpfung in Jwemen sagwn sind Rhetorik Bla-Blah
Sie haben keine Resourcen , keine Soldaten mehr für Jemen.

Nur Heute wenige tage nur Anschlag auf CIA Agenten
sind wieder 4 US soldten und ein Britische Soldat in afghanistan gefallen,

Mostbluzer
00
11.1.2010, 16:16
für bombenangriffe

und zerstörung aus der luft reichts noch allemal.

für chaos ist gesorgt, und mehr will man eh nicht (ausser ein paar stützpunkten am roten meer und der ozeanküste).

http://alles-schallundrauch.blogspot.com/

Student der Magie
01
das US Militär

besteht bei Kriegen aber auch aus einer ganzen Menge an Privat-Militärs, und solche können sie jederzeit engagieren, sollten den USA die Soldaten ausgehen;(
Und in den USA wird für 2 Dinge immer Geld da sein, egal wie bankrott die USA real sind:
Für Banker(n)
für Kriege

xx Hour1
00

trotzdem werden die Amis keine soldaten senden.

Die Einpaar Hundert Leibwächter von Blackwatwer sind keine Armee.Man kann sie nicht ins feld senden
und $ kann man auch nicht grenzenlos drucken.

Viper001
20
was ist daran


eine "neue Strategie"..

Man bekämpft das Terrorpack dort woher es kommt..

Hat bereits G.W.Bush richtig erkannt und danach gehandelt..

Nur weil der Obama jetzt dasselbe wird machen müssen ist es doch nicht "neu".

Student der Magie
11
ich hoffe das ist nicht ihr ernst:

was können die überwiegend unschuldigen Menschen im Irak, in Afghanistan, Pakistan, und bald Jemen und Somalia dafür, wenn es ein paar ( mit Geheimdiensten in Verbindung stehende) Verbrecher gibt?

Beim nächsten Banküberfall eines Deutschen in den USA wäre es derselben (ihrer) Logik nach dann legitim Österreich von der Landkarte zu tilgen.

Und komisch auch: je mehr der von der CIA gegründete Verein Al kaida verfolgt wird, um so weiter breitet er sich aus. Vielleicht sollte man die Strategie überlegen, weil anscheinend nutzt es ja nichts, ganze Länder dem Erdboden gleich zu bomben, die pöse Al kaida geht dann halt woanders hin. Irgendwann ists dann vielleicht auch in Österreich;(

Z. Ristic
00

Was den Irak angeht, der wurde erst nach dem Sturz Husseins durch schiitische und sunnitische Terroristen unterwandert.

Nick Tameer
00

Noch heute können sich die nicht nur die USA in den Erfolgen von G.W. Buschs Terroristenbekämpfung sonnen.

Zeit Geist5
 
56
Happy New Year USA

Gleich nach dem Neuen Jahr wieder ein bisschen die Terrorangst schüren...muss ja sein! Sonst könnte die Bevölkerung ja vielleicht über ihren Horizont blicken und unangenehme Fragen stellen! Aber zum Glück gibt es ja schon Millionen Menschen dort die die 11.September Lüge durchschaut haben und ihre eigenen Nachforschungen anstellen...Bitte UNBEDINGT den Film ZEITGEIST - DER FILM anschauen...kann die Augen ein bisschen mehr öffnen!

Mark_Anton
01

nur mal so interessehalber. wo sind eigentlich die Massenvernichtungswaffen im Irak geblieben? wenn man 911 fingieren kann, warum dann Saddam nicht ein paar Fässer Giftgas unters Kopfkissen legen und dann spektakulär 'finden'? Warum haben die 911-Verschwörer daran nicht gedacht. Hätte Ihnen in der Legitimation nach 2003/04 einiges leichter gemacht ....

oder die ganzen 911-Truther sind eben doch nur rechtsradikale Durchgeknallte die vom ZOG faseln ....

Fritz Wunderlich
43

ein film für einfache gemüter

Lazy Jones
00
wenn Abdulmutallab als ungefährlich eingestuft wurde...

... dann werde ich mit dem Hinweis versuchen, jede lästige Kontrolle zu umgehen - ich bin ja nicht einmal Moslem. ;-)

ricko
32
to all the thousand who have suffered under the cruelity or lost family members in the iraki or taliban regime in the last 2 centuries:


my apologies for the nonreflective, just stupid postings here in the derstandard-forum, which content of believin' the americans are responsible for the crimes against humanity in your country and the taliban(or)saddam whould have dealt a great time with you (f.e. the kurds) without being occupied by usa/eu forces.

not all of us austrian do think so, even if this forum is part of a self-called quality-newspaper, it's not the common opinion.

also, my apologies to all usa soldiers, no, we are not all thinking, that so many of you just gave their lifes for oil and money and many austrian where and still are very proud of you having this president.

ricko

Ceterum Censeo2
14
Ursachen ändern statt Symptome bekämpfen

Sehr selten hört man davon, dass nach den Ursachen des Hasses vieler Muslime auf den Westen, hauptsächlich auf die USA, geforscht wird.

Eine der Ursachen könnte der Unilateralismus der USA sein, das rücksichtslose Durchsetzen eigener Interessen.

Es war doch nicht immer so, dass die muslimische Welt dem Westen gegenüber so feindselig eingestellt war.

Es sollte doch möglich sein, mit einem Bruchteil des jetzt eingesetzten Geldes, mit einer Art Marshall Plan, dem Terror den Wind aus den Segeln zu nehmen und diese Ausprägung des Nord/Süd Konfliktes zu entschärfen.

Ob man da nicht auch Israel stärker verpflichten sollte, internationale Vereinbarungen und Standards einzuhalten ?

Karl Krammer
03
woher kommt diese "Armutsthese"?

Viele nicht-Muslime sind auch arm, aber von Entwicklungsländern mit christlicher, buddhistischer oder sonstiger Religion kommen keine Terroristen. Dagegen wurde nicht nur der letzte Attentatsversuch von einem selbst für unsere Verhältnisse wohlhabenden Nigerianer ausgeführt, sondern auch die 9/11-Attentäter waren zum Studium in Deutschland und daher auch nicht unter den Ärmsten. Osama Bin Laden selbst ist überhaupt als Unternehmer zu Millionen gekommen und er bzw. die ganze Familie gilt als "reich". Terrorismus kostet einen Haufen Geld, da ist mit Armut nichts zu machen. Es liegt nur an der Ideologie, hier der Religion.

Karl Labruni
00
Und die vielen Selbstmordattentäter...

... sind mit Sicherheit hoch gebildete Millionäre.

caranx
01
"Es war doch nicht immer so, dass die muslimische Welt dem Westen gegenüber so feindselig eingestellt war"

Ist doch auch jetzt nicht so.
Feindlich eingestellt war und ist der islamistische Flügel,mal waren das mehr, mal weniger.
Und deren Kampf ist ausschliesslich religiös motiviert.
Fast alle arabischen Länder sind pro-westlich, sogar Syrien. Auch die Mehrheit der Leute auf der Strasse.
(Würde mich sogar so weit vorwagen, auch die Iraner minus Klerus und Revolutionsgarden).
Wenn weiter unten einige Komiker schreiben, die USA würden zum Krieg GEGEN den Jemen rüsten..Lachsalve.
Man führt keinen Krieg gegen traditionell enge Verbündete, sonst sind sie keine mehr-man unterstützt sie, so einfach ist das. Niemand mag die Fundis.
Nach 6 Monaten Jemen kann ich Dir sagen, dass das Verhältnis der Araber zum Westen trotz des Israel-Traumas intakt ist.

Ex-Muslim
01

Mit diesen Geldern bauen sich die Scheichs lieber Koranschulen und kaufen den 40 Söhnen dutzdene Luxuskarossen. Wie du siehst, Geld hätten sie ja.

Umverteilung und so. Vielleicht sind aber die Scheichs die ärgsten Kapitalisten. Islamismus und Kapitalismus ist kaum trennbar, war Mohammeds wirken doch auch nur der Versuch Macht und Einfluss zu erlangen, um sein Transportunernehmen zum Monopol auszubauen.

Mit dem Missbrauch des Gottesbedürfnis der Menschen lässt sich immer gutes Geld machen. Ganz ohne USA.

Saddams Onkel
 
03
Man sollte auch nicht vergessen, dass der Islamismus auf die Zusammenarbeit von

Muslimen wie dem Mufti von Jerusalem mit den Nazis zurückgeht!

Der Islamismus ist eine Entwicklung der Moderne, die in den 20er Jahren des 20. Jhdts. angefangen hat und vor allem von der Muslimbrüderschaft initiiert wurde.

caranx
00
Mit dem Mufti von Jerusalem hat das gar nix zu tun.

Auch wenn es mal ein Treffen mit Hitler gab, der ja bekanntlich kein Freund von Religionen war.

Islamismus ist absolut nichts Neues.
Siehe das angeblich so tolerante Spanien unter den Almoraviden/Almohaden, die diversen Mahdis etwa Sudan, die Senussis in Lybien (abgesägt von Ghadaffi),die osmanischen Sultane eroberten auch nur für den rechten Glauben (machten sie zumindest den Untertanen weis).

Im Gegenteil, der Islam hat sich in seiner Geschichte immer mehr liberalisiert, wodurch die ins Hintertreffen geratenden Fundis immer mehr verzweifeltere Aktionen mit modernen Mitteln starteten.

Der gegenwärtig hippe Salafismus ("Zurück zu des Propheten Zeiten") ist ein Uralt - Hut. Es hat nie funktioniert. Auch diesmal nicht.

Saddams Onkel
 
00
Sie pauschalisieren und vergessen leider, dass "Islamismus" nicht gleich "Islamismus" ist und ich haben von jenen Islamisten geschrieben, die

am 9/11 zugeschlagen haben und es 1993 schon einmal beim WTC versucht haben und da gibt es mittlerweile genügend Literatur (Sachbuchliteratur!!!), die die Hintergründe genügend beschreiben.

Sollten Sie mal lesen und nicht gleich alle Jahrhunderte in einen Topf werfen!!!

Saddams Onkel
 
12
Die Ursachen des Hasses der Islamisten gegen dren Westen sind ganz klar und haben nichts mit dem "Unilateralismus" der USA zu tun!

Überhaupt nichts!

Der Hass ist ein ideologischer:

- Muslime fühlen sich unterlegen
- Kaliphat errichten
- Einstellung, Islam ist dem Westen überlegen
- Unterstützung Israels (ganz gleich wie groß Israel ist, also auch, wenn sich Israel auf die Gebiete vor 1967 zurückziehen würde, würde das gar nichts ändern), weil die arabische Welt voller antisemitischer Verschwörungstheorien ist
- Hass auf den Westen wegen seinem Lebensstil, Freizügigkeit, Nachtklubs, etc.
- Hass auf Demokratie
- Hass gegen die "Ungläubigen"

Es hat nichts mit Armut oder mit der Außenpolitik der USA zu tun (abgesehen von der Unterstützung Israels)!

Fritz Wunderlich
05

ähm, das hätten die erdölrentenstaaten schon längst durchführen können, statt dessen finanzierten sie religiöse schulen für die armen und eine gigantische beleidigkeitsblase, die sich als eiterbeule des terrorismus erweist

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