Zusammenlegung gefordert - Derzeit 600 Terroristen und Unterstützer in Gefängnissen - Besuchsreisen werden nicht mehr subventioniert
Bilbao - Tausende Menschen haben am Samstagabend in
Bilbao im Norden Spaniens für die Zusammenlegung der Häftlinge der
Untergrundorganisation ETA in baskischen Gefängnissen demonstriert.
Die Teilnehmer warfen der spanischen Regierung eine unmenschliche
Politik vor. Viele Demonstranten forderten eine Amnestie für die
inhaftierten ETA-Aktivisten, die von den Separatisten als "politische
Gefangene" bezeichnet werden. Zu der Demonstration hatten mehrere
kleine Basken-Parteien aufgerufen.
In Spanien sitzen derzeit rund 600 Terroristen und Unterstützer
der ETA ein. Die meisten sind auf Haftanstalten außerhalb des
Baskenlandes verteilt. Die Familien kritisieren seit langem, dass sie
zuweilen hunderte Kilometer fahren müssen, um sie im Gefängnis zu
besuchen. Als im Baskenland noch die Nationalisten an der Macht
waren, wurden diese Reisen aus dem Haushalt subventioniert. Der
Nationale Gerichtshof in Madrid verbot diese Hilfen. Erst vor wenigen
Tagen bestätigte der Oberste Gerichtshof dieses Verbot. Die seit Mai
2009 im Baskenland regierenden Sozialisten lehnen solche Subventionen
ohnehin ab. (APA/dpa)