Frankreich geht Filesharern an den Kragen

2. Jänner 2010, 14:03

Umstrittene Internetsperren-Regelung tritt in Kraft - Hohe Geld- und Gefängnisstrafen ebenfalls möglich

Mit dem 1. Jänner 2010 hat Frankreich das umstrittene "Gesetz zur Verbreitung und zum Schutz kreativer Inhalte im Internet" in Kraft gesetzt. Das Gesetz sieht vor, dass Nutzern, die wiederholt urheberrechtsgeschützte Inhalte über das Web verbreiten und damit Urheberrechtsverstöße begehen, der Internetzugang gesperrt werden kann.

Bußgeld

Nutzern kann damit nach zwei schriftlichen Warnungen (Brief und Email) beim dritten Verstoß der Internetzugang bis zu ein Jahr lang gesperrt werden. Das Gesetz sieht gegebenenfalls auch zusätzliche Geldbußen in Höhe von bis zu 300.000 Euro und eine dreijährige Gefängnisstrafe vor. Die Regierung von Nicolas Sarkozy geht damit den Forderungen der Medienindustrie nach härteren Strafen bei Copyright-Verstößen nach.

Vorbild

Es bleibt abzuwarten, ob sich das französische Modell bewährt und damit vielleicht auch in anderen Teilen Europas Schule macht. Zurzeit überlegen auch Großbritannien und Neuseeland das so genannte "Three Strikes"-Modell einzuführen. Kritiker sehen darin allerdings einen Verstoß gegen die Grundrechte, auch wird ein erheblicher Schaden für die gesamte Internetindustrie befürchtet.

(zw)

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t-bonesteak
00
warum verbietet man nicht einfach

file-sharing-portale? die verdienen sich krumm und dämlich auf kosten jener, die hirnschmalz, kreativität, fleiß investieren und ein hohes finanzielles risiko tragen?

galiontariaho
00
weils eh keinen sinn macht...

ist eines zu, machen zwei auf..

die mi muss die zeichen der zeit erkennen und umdenken...

und mit ihr die politischen machthaber... ein buch weitergeben ist genausowenig illegal..

t-bonesteak
00
die weitergabe einer cd ist auch legal

und wenn hansi seinem freund franzi eine cd oder ein buch gibt, wird sich das auf die verkaufszahlen nicht wirklich auswirken.

beim filesharing geht es aber um die millionenfache vervielfältigung eines musikstückes, die katastrophale wirtschaftliche folgen für diejenigen hat, die es komponieren, produzieren und verkaufen.

würden die file-sharer die musik downloaden, wenn es kostenpflichtig wäre? der großteil wohl eher nicht.

und ich verstehe ihr problem einfach nicht: wen sie ein stück brot haben wollen oder ein auto, dann bezahlen sie dafür ja auch. warum nicht für musik?

sylvia29
00
wesentlicher punkt erkannt:

"würden die file-sharer die musik downloaden, wenn es kostenpflichtig wäre? der großteil wohl eher nicht."

aber auch nicht in anderer käuflicher form erwerben. daher müssen die katatstrophalen wirtschaftlichen folgen resultat gnadenloser übertreibung sein.

Stefan Lindemann
00
Sie widersprechen sich

Wenn Filesharer Musik downloaden, fuer die sie eh nicht bezahlt haetten, wie kann das dann "katastrophale" wirtschaftliche Folgen haben?

Und wenn Hansi seinem Freund eine CD gibt, aber eine Kopie am Laptop behaelt, dann hat das den gleichen Effekt als wenn er die CD einmal bei einem p2p Netzwerk uploaded. Die millionenfache vervielfaeltigung ergibt sich nur dadurch, das es eben millionen von p2p User gibt.


t-bonesteak
00
castings, produktion, marketing, vertrieb kosten ja nix

deshalb ist das downloaden kein problem. klar. dass es viele bands (gute, ebenso wie schlechte) gar nicht geben würde, ohne die böse musikindustrie - wurscht. hauptsache man rechtfertigt sein tun irgendwie.

und die banditen, die mit ihren file-sharing-plattformen unmengen an kohle scheffeln - ohne die urheber/produzenten - auch nur minimal zu beteiligen - alles in bester ordnung in der welt der internet-nerds.

da stehen menschen dahinter, die von ihrem tun leben wollen/müssen, aber das stört den selbstgerechten downloader, der zwar alles haben, aber dafür nichts zahlen will, nicht. sollen halt eine umschulung beim ams machen und z.b. regaleinschlichter beim billa werden.

sylvia29
00
der regalschlichter

würd vielleicht auch gern geld für die musik, die er - in der freizeit - macht, verdienen. ich bezweifle,dass es sein lebenstraum war und vergnügen ist, regale zu schlichten.

t-bonesteak
00
ja und?

was wollen sie mir damit sagen?

sylvia29
00
die von ihrem tun leben wollen/müssen.

WOLLEN. eben. die meisten leute würden lieber musik/filme machen/bücher schreiben als im supermarkt oder im büro zu sitzen. können halt - auch systemimmanenter weise - nur einige wenige privilegierte. das den filesharern in die schuhe zu schieben ist ein bißchen gar wenig.

die einzigen, die vom musikmachen leben MÜSSEN (wenn überhaupt), sind (ansonsten) arbeitslose straßenmusikanten.

Stefan Lindemann
01
Klar ist Schnorren nicht OK...

Aber solche brutale Maßnahmen sind nicht verhältnismäßig.

Der "Schaden" den ein einzelner p2p User anrichtet ist relativ gering und von der schwere des Vergehens etwa vergleichbar mit Schwarzfahren in der UBahn. Kreative haben ein Recht auf Belohnung, aber sie können auch nicht eine 100% Kontrolle von Information erwarten. Kopieren ist schliesslich menschlich, und geistiges Eigentum ist keine moralisch schwarz-weiße Angelegenheit sondern eine Balance zwischen Urheber- und Privatsphearenrecht. In der Hinsicht unterscheidet es sich grundlegend von physischen Eigentum.

Internetverbot ist heutzutage für viele Existenzgefährdend. Eine €100 Stafe nach 3 Strikes ist vielleich angemessen. Totalüberwachung und Massenentmündigung nicht.

neuer weg
00
ja, ok

100 euro sind aber für heavy-user ein klax.
das muss man schon spüren.
zB Strafe in der Höhe eines Monatsgehaltes.
alles darüber ist schmonzes - 300.000 Euro... 3 jährige Haftstrafe ist aber irrsinn.

Heavyweather
00

Die Kosten/Nutzen Frage dieser sinnlosen Aktion darf sich das franz. Volk natürlich nicht stellen...

yomellamo
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friend 2 friend statt peer 2 peer

zb. oneswarm
http://oneswarm.cs.washington.edu/

Heitere Hyperinflation, gepflegter Staatsbankrott
 
01
Sarko möchte das Netz gerne zensieren

Er wird an der Bevölkerung scheitern. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieses Gesetz verfassungswidrig ist.

Vorratsdatenspeicherung = Verfassungswidrig!
00
leider ist die bevölkerung zu uninformiert

und deshalb könnte ich mir vorstellen,d ass es durchgeht

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00
und neuseeland wird immer eigener,

dort dürfen nur personen bis zu einem bestimmten
Gewicht einwandern...

systemfehler1
05
Wegen des zulässigen Gesamtgewichts der Insel.

Sonst versinkt sie....

sylvia29
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hoffentlich haben sie sich nicht verletzt,

als dieser geistesblitz eingeschlagen hat.

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00
lassen sie uns auch weiterhin teilhaben,

an den früchten ihrer erkenntnisse.
jetzt ist es klar: die dortigen politiker sind echt weise u. vorausschauend...die lassen ihr reich nicht untergehen....
das haben sie richtig erkannt...

zahnstocher
01
na sowos bleds

jez, kann ich den artikel garnicht zu ende lesen, weil ich grad an film fertig runter gladen hab..

..und i bin scho sooo gspannt.

neuer weg
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vorsicht

ab 1.1. ist die vorratsdatenspeicherung gesetzlich erlaubt.

also nimma zuviel von sich preisgeben via web würd ich sagen.

technocracy
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jetzt geht es dem internet an den kragen

es geht um den freien zugang zu informationen.
das passt eliten nicht.
kämpfen wir mit zähnen und klauen für die feiheit des internets. ohne internet wären wir auf die desinformation der massenmedien angewiesen und wir wären ahnungslos.

t-bonesteak
12
freier zugang zu informationen

ist ein sehr durchsichtiges feigenblatt für den diebstahl von geistigem eigentum

Heavyweather
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HOHHOooo....wir saugen die gaaaanze Nacht...
We don?t need no water...wir wollen die Industrie brennen sehen.
LOL


Hauptsache der Zugang zum Porn bleibt offen...

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00
Obwohl

es heisst: selbst ist der mann...

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