Obama macht Al Kaida direkt verantwortlich

2. Jänner 2010, 09:55
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    foto: epa/cory lum / pool

    US-Präsident Barack Obama hat erstmals direkt das Terrornetzwerk Al-Kaida für den Anschlagsversuch von Detroit verantwortlich gemacht.

USA im Krieg mit "weit verzweigtem Netzwerk der Gewalt und des Hasses" - Jemen kündigt hartes Vorgehen an

Honolulu - Eine Woche nach dem verhinderten Anschlagsversuch von Detroit hat US-Präsident Barack Obama erstmals direkt das Terrornetzwerk Al-Kaida für die Tat verantwortlich gemacht. Die Al-Kaida-Organisation im Jemen habe den Attentäter ausgebildet und vorbereitet, sagte Obama am Samstag und kündigte eine Verfolgung der Drahtzieher an. Der britische Premierminister Gordon Brown schlug unterdessen ein internationales Treffen zum Jemen vor.

Die USA würden den verantwortlichen regionalen Ableger des Terrornetzwerks, die Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel, für den gescheiterten Anschlag zur Rechenschaft ziehen, sagte Obama in seiner wöchentlichen Rundfunk- und Videoansprache. Die USA seien "im Krieg" mit dem "weit verzweigten Netzwerk der Gewalt und des Hasses". Bisher hatten US-Vertreter nicht von einer direkten Verantwortung der Al-Kaida für den Anschlagsversuch gesprochen, sondern lediglich von "Verbindungen". Das Terrornetzwerk selbst hatte sich bereits am vergangenen Montag zu dem Anschlagsversuch bekannt.

Zu neuesten Erkenntnissen über den Attentäter, einen 23-jährigen Nigerianer, sagte Obama: "Wir wissen, dass er in den Jemen reiste, ein von erdrückender Armut und tödlichem Aufruhr erfasstes Land." Der Mann sei von der Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel ausgebildet worden. Die Terrororganisation habe ihn mit Sprengstoff ausgestattet und ihm den Angriff auf das Flugzeug aufgetragen. Der 23-Jährige hatte am Christtag versucht, eine US-Passagiermaschine mit fast 300 Menschen an Bord im Landeanflug auf Detroit in die Luft zu sprengen.

Verstärkte Zusammenarbeit mit dem Jemen

Washington werde seine Zusammenarbeit mit dem Jemen verstärken, kündigte der Präsident an. Die Sicherheitskräfte sollten besser ausgestattet und ausgebildet und Geheimdienstinformationen geteilt werden. Die USA haben die Regierung in Sanaa im Rahmen des Anti-Terror-Programms im vergangenen Jahr mit 67 Millionen Dollar (46,5 Mio. Euro) unterstützt. Nur Pakistan erhielt mit 112 Millionen Dollar mehr Geld.

Zugleich machte Obama klar, dass es als Konsequenz Veränderungen im US-Sicherheitssystem geben müsse. "Lasst und die notwendigen Veränderungen bewerkstelligen. Lasst uns darüber diskutieren, wie wir das Land, das wir lieben, am besten schützen können." Der US-Präsident hatte bereits zuvor den Sicherheitsbehörden verheerende Fehler vorgeworfen und auch personelle Konsequenzen angedroht. Am Dienstag soll es dazu eine Krisenkonferenz mit den Chefs der Sicherheitsbehörden im Weißen Haus geben.

Obamas Ansprache wurde nach Beratungen des US-Präsidenten mit ranghohen Sicherheitsberatern veröffentlicht. Nach Angaben des Weißen Hauses telefonierte Obama von seinem Urlaubsort in Hawaii aus mit dem Chef des nationalen Sicherheitsrats, Denis McDonough, und seinem Anti-Terror-Berater John Brennan. Am Wochenende wollte Obama ausführlich die von ihm angeforderten Berichte über die Hintergründe des Anschlagsversuchs studieren.

Brown schlägt Treffen vor

Der britische Premier Brown schlug für Ende Jänner in London ein internationales Treffen zum Jemen vor. Die Zusammenkunft solle parallel zur Afghanistan-Konferenz am 28. Jänner in der britischen Hauptstadt stattfinden, teilte die Regierung am Freitag mit. Bei dem Treffen soll es um die Bekämpfung von Extremisten im Jemen gehen.

Die jemenitische Regierung begrüßte die Ankündigung aus London. Dies sei ein "Schritt in die richtige Richtung", zitierte die Nachrichtenagentur Saba am Samstag einen Regierungssprecher. Das Treffen werde eine internationale Unterstützung für den Jemen und seine Bemühungen im Kampf gegen Armut und Arbeitslosigkeit mobilisieren. Beides in den Griff zu bekommen sei "das beste Mittel", um Extremismus zu bekämpfen und jüngere Menschen davor zu bewahren, sich in diese Richtung zu orientieren, sagte der Sprecher.

Zu dem Anschlagsversuch von Detroit hat sich der Al-Kaida-Ableger im Jemen im Internet bekannt. Am Samstag kündigte der Außenminister des arabischen Landes ein hartes Vorgehen gegen Terroristen an. "Der Jemen wird terroristische Elemente auf seinem Gebiet nicht dulden", sagte Abubakr al-Qirbi gegenüber der Nachrichtenagentur Saba News. Experten befürchten, dass der Jemen wie Afghanistan zu einer Hochburg für radikale Muslime werden könnte. (APA/Reuters/APD)

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Frank Duval
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was in dem artikel nicht gesagt wird: im jemen herrscht ein bürgerkrieg zwischen der regierung (mit unterstützung von saudiarabien) und aufständischen (vor allem shiiten, die offenbar vom iran unterstützt werden).

die usa griffen bereits vor dem "unterhosenbomber" mitte dezember auf seiten der regierung (und saudi-arabiens) in den konflikt ein.

aber wie praktisch: nun sind die aufständischen plötzlich "al quaida" und zum abschuss freigegeben. übrigens besteht al quaida beinahe ausschließlich aus sunniten. dass sich shiiten der organisation anschließen, ist in etwa so wahrscheinlich wie, dass evangelische an einem katholischen kreuzzug mitmachen.

Student der Magie
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Dran mit Schämen ist der Jemen

Das nächste Land ist auserkoren, das nächste Land scheint verloren. Und bald hören wir vom Obama:"Im Jemen ist jetzt der Osama!"
Und immer wieder, immer wieder, geht es angeblich gegen die ehemaligen Freiheitskämpfer der Al Kaida. Und wie gut für Pharma, Waffen, Bankenindustrie: Erwischen tut er sie nie.
the change we can believe in, is more of the same we are seeing
Afrika schon im Visier, Grenzenlos die Gier.
Dafür müssen fürs schöne sprechen viele mit ihrem Leben blechen. Fürs Massen morden mit Preisen bedacht: was hätte Nobel sich da nur gedacht?
Die Freiheit die Obama bringt: stinkt.

trestigres
 
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Rührend...

es gibt dutzende Chatrooms, in denen sich Sympathisanten von Terrororganisationen austauschen und es gibt dutzende von Postern die immer rasch zur Stelle sind, wenn es darum geht den bösen imperialistischen Westen zu verurteilen, der doch die "harmlosen" radikal islamistischen Gruppierungen in Ruhe lassen soll. Gleichgültig ob Al Kaida, Taliban, Hamas oder Hizbullah sie alle sind das Opfer des dämonisch bösen Westens. Das Internet bietet eine Plattform des Lernens. Ein 'Corporate Publishing', das den Regeln der Bildung einer 'Corporate Identity' dient - das Cyberspace als das Konfliktfeld einer globalen Arena, wo die Dschihadisten die eigentlich "Guten" sind - also Freiheitskämpfer - gegen das Böse schlechthin, die USA.

Student der Magie
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ich frage mich schon, was sie hier

für Müll schreiben.

ich habe mit keinen Worten Taliban, Al kaida oder eine sonstige gewalttätige Gruppe verteidigt, noch werde ich das tun.
Ich finde Gewalt im Allgemeinen SCHLECHT, auch wenn sie vom Westen kommt. Es gibt andere, weniger Blutige Alternativen zu handeln.
Ich seh aber die USa ein ums andere Land überfallen, und überall ist es der von der CIA geschaffene Verein Al kaida. Wenn Sie das ernst nehmen können und glauben, dann ist das ihre Sache, für mich rechtfertigt ein Märchen aber keinen Krieg, denn Krieg war bisher zumeist auch ein Abschlachten von Unschuldigen, und daran wird sich auch in Zukunft wenig ändern, und dagegen äußere ich mich.
Sie verteidigen scheinbar Gewalt. Ist ihre Sache, verschlimmert aber zumeist alles

trestigres
 
00
Nicht alles was ausserhalb Ihrer eigenen weltpolitischen Wahrnehmung liegt ist Müll. Als "heldenhafter Bruder", der das Märtyrertum "angestrebt" habe, wird der Nigerianer Umar Faruk Abdulmuttalab im Internet von Dschihadisten gefeiert. Die

Proklamation des ewigen Terror dieser Bande mögen Sie als vom CIA inszeniert ansehen. Dass Al-Qaida selbst eine Art arabischer Legion der CIA sei, die während der sowjetischen Präsenz in Afghanistan geschaffen wurde, wie übrigens auch die Taliban, ist in einigen einschlägigen Kreisen Dogma. Dabei wird ideologisch folgerichtig, der Wirklichkeit aber abträglich, einfach ausgeblendet, dass A) die Taliban erst nach dem Abzug der Sowjettruppen nach Afghanistan kamen und B) der afghanische Widerstand die Antwort auf die Sowjetinvasion war. Und ja, dieser Widerstand wurde vom Westen - zu Recht - unterstützt. Dieser ist aber ist nicht gleichbedeutend mit der Enstehung eines radikal fundamentalistischen Islamismus.

Student der Magie
00
es wurde doch gerade von den Geheimdiensten

der religiöse Phanatismus gefördert, um im Kampf gegen die Russen erfolgreicher sein zu können.
Und genau die Geheimdienste waren es, die um die Al kaida aufstellen zu können ua der hammas die Leute vor der Nase wegrekrutiert hatte.
Und die Art und Weise, wie es der Al kaida gelernt wurde, wie man gegen die Russen kämpft, genau so machen sie es heute. Und die USA/Nato rechtfertigt all ihre Kriege mit dem (selbstgeschaffenen ) Terror.
Die Moslems profitieren nämlich als Letzter, also gar nicht davon, wenn ihnen ihre Länder unter dem Hintern weggesprengt werden;(
Ein paar reiche Westler aber sehr wohl, wir als Menschengemeinschaft aber schlicht und einfach NIE.

t-bonesteak
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entweder sind

wir ganz schön behämmert, wenn wir diese ganzen verschwörungsgeschichterln rund um al-kaida & co glauben oder die ach so gefährlichen terroristen sind die größten weichbirnen aller zeiten.

gäbe es nämlich dieses weltumspannende terrornetzwerk mit unendlich kohle und logistischem superwissen tatsächlich und hätten die wirklich vor uns (dem westen) so richtig einzuheizen, dann würden sich in den maßgeblichen städten der westlichen welt bereits die leichenberge türmen.

und dafür bräuchte es wesentlich weniger aufwand, als ein paar gramm eines unter gewissen umständen explosiven pulvers in ein flugzeug zu schmuggeln.

DieBo
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Wer Hass sät wird Hass ernten.

Lichtfreak
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Aber ausbaden

wird es das gemeine Volk dürfen.... hier wie dort!

gauner
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Obama...

ist zwar Schwarz, aber anscheinend kaum intelligenter als sein Vorgänger mit den Fliegerohren. Er hat den Nobellpreis echt verdient -.-
MMn ein neues Vietnam das sich durch den ganzen arabisch/afrikanisch-muslimischen Raum zieht.

Mahatma Mahatmaned
13

ja da stimm ich zu, die Al Kaida trägt die volle Verantwortung und sie stehen unter der Vorherrschaft der CIA und die CIA hört auf die US-Regierung.

InSearchForI
11

ja genau, der cia hat die anschläge indirekt geplant. heisl.

Mahatma Mahatmaned
11

es ist ja kein Geheimnis, dass der CIA mit Al Quaida zusammenarbeitet.

InSearchForI
11

Ah ich vergaß, die CIA ist ja für 9/11 verantwortlich. Oder wars doch der Mossad? Wollen Sie lustig sein?

qwert zuiop
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"CIA hört auf die US-Regierung"

the other way around.

Mahatma Mahatmaned
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inoffiziel gebe ich ihnen recht.

BBC
03
Standard wos is los ???

Bekomme per Email Raktionen auf meine Foreneinträge z.B von "Gelsomina". Diese sind aber nach über eineinhalb Stunden immer noch nicht Online. Gelsomina schreibt:Osama bin Laden hatte einen angemessen Lebensstandard, bevor er in die Wueste ging, um ein Gotteskrieger zu werden. Auch die Organisatoren von 9/11 waren nicht arm, die meisten hatten eine amerikanische oder europaeische Ausbildung. Abdulmutallabs Wohnung in London hat 2,6 Millionen britische Pfund gekostet, aber der Terror hat offensichtlich Wurzeln gefunden.
Es scheint eher so zu sein, dass sich diese Menschen bewusst vom westlichen Lebensstandard und der westlichen Kultur abwenden und sie verteufeln, und dass sie deshalb auch westliche Entwicklungshilfe als Einmischung empf...

Plasmaball
20
Goil !

Um in den Jemen einzumarschieren wie in Afghanistan brauchs jede Menge Dollar. Die können zwar gedruckt werden, aber dadurch verschiebt sich das Verhältnis Euro/Dollar noch mehr und die Tendenz, das Öl doch vielleicht in Euro zu kassieren als in wertlosen Dollar, wird steigen und sich der Ölpreis pö a pö vom Dollar abkoppeln. Und das heißt: Ich tanke 2010 doch nicht über 1,50 €/L.

Goil !

Läbbe gehd weider
00

Ein bißchen grauer müssen Obamas Haare noch werden, dann haut das mit diesem Foto schon ganz gut hin.
http://mikeely.files.wordpress.com/2009/03/b... -obama.jpg

Viper001
00
Die grauen


Haar stellen sich automatisch nach kürzester Zeit ein, wenn er dann einmal draufkommt, dass Präsident der USA sein mehr bedeutet als "heisse Luft" zu verbreiten..

mehr hat er ja bis jetzt nicht getan..

Laín Coubert
04
Das einzige "weit verzweigte Netzwerk der Gewalt und des Hasses", das...

...mir bekannt ist besteht aus dem US-militärisch-industriellen Komplex, dem Pentagon, CIA, US Army, Navy usw.

Und das ist wirklich weltweit verzweigt, erzeugt täglich Gewalt und Hass und erzeugt seit Beginn der letzten Dekade global zunehmenden Schaden.

...gewußt, daß allein die US-Army täglich 300.000 (!) Barrel Öl verbraucht.

Christian S
12
Im Englischen gibt es eine schöne Redensart:

"the more things change, the more they stay the same"

sljudanka
11
Der Kampf gegen den "internationalen Terrorismus" ist ein Scheingefecht gegen einen militärisch unterlegenen Gegner

die wirklichen Gegner des "Westens" des nächsten Jh. werden schwieriger zu behandeln sein (PRC, RUS, VEN, IR,...).

Mit Bomben und Geheimdienstmethoden gegen einen dubiosen "internationalen Terrorismus" vorzugehen scheint zwar die Rachegelüste gewisser Politiker befriedigen zu können, bewirkt aber eher wenig.

Der wahre Kampf wird um die Ressourcen stattfinden. Da wird man mit Bombenabwürfen (auch wenn noch so intelligent) auf Dauer gegen die Millionenmassen chinesischer Heere nicht viel ausrichten können.

Die verarmte, rückständige islamische Welt wird verm. wieder an Interesse verlieren.

Es wird ja vno uns immer "Weltoffenheit" verlangt, gleichzeitig werden die Verkehrszentren zu Hochsicherheitsbereichern umgebaut...

natoll
10

selten mehr stammtisch-gewäsch auf einmal gelesen. unglaublich diese pseudo-experten. ihr glaubt euren schmarrn wahrscheinlich auch noch.

BBC
00
Lesen könnens ja offensichtlich,

aber können Sie auch was sinnvolles schreiben?

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