Armutsbekämpfung

Interview: "Das ist eine große Ungeheuerlichkeit"

1. Jänner 2010, 19:12
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    foto: heribert corn/der standard

    Mangelnde Spendenfreudigkeit, Ebay als harte Konkurrenz: Elisabeth Mimra, Leiterin der Caritas-Lager "Carla", trotzt der Krise. Denn täglich kommen rund 1000 Kunden, die auf günstige Ware angewiesen sind.

2010 ist das europäische Jahr zur Bekämpfung von Armut - Caritas-Expertin Elisabeth Mimra sieht mit Sorge, dass wieder über soziale "Hängematten" debattiert wird

Standard: Wir treffen einander im "Inigo", einem Lokal in der Wiener City, das Sie mitaufgebaut haben. Was ist daran wientypisch?

Mimra: Das ist ein Lokal, das gut zu Wien passt, es ist sehr gemütlich, man kann gut essen und trinken und fühlt sich wohl - ein ganz normales, typisches Wiener Lokal.

Standard: So normal auch wieder nicht. Hier werden Langzeitarbeitslose ausgebildet. Es gibt nicht viele solcher Lokale in Wien.

Mimra: Es wird zu wenig gegen Arbeitslosigkeit getan, das ist wahr. Die Arbeitslosenzahlen steigen wieder, aber die Schulungsprogramme, die bewilligt werden, sind oft viel zu kurzfristig. Meist laufen sie nur sechs Monate - das ist viel zu kurz, um die vielen Probleme zu lösen, die lange Arbeitslosigkeit mit sich bringt.

Standard: In Ihrem Beruf haben Sie viel mit armen Menschen zu tun: Wie gehen die Wiener um mit den Armen ihrer Stadt?

Mimra: Wie überall - es wird viel weggeschaut, ignoriert und negiert. Viele Menschen ertragen in ihrer heilen Welt nicht, dass es anderen schlecht geht. Dazu passt ganz gut, dass die Behörden die Armen von stark frequentierten öffentlichen Plätzen verbannen. Dann muss die Öffentlichkeit nicht mehr dort hinschauen, wo es wehtut, und sich erinnern, dass das jedem passieren kann.

Standard: Was meinen Sie konkret?

Mimra: Ist Ihnen aufgefallen, dass öffentliche Bänke immer kleiner werden? Das hat den Effekt, dass Obdachlose darauf nicht schlafen können - das heißt, sie müssen woanders hin - dorthin, wo man sie nicht so gut sehen kann.

Standard: Sie leiten "Carla", das Caritas-Lager, früher haben Sie das "Inigo" geführt. Davor hatten Sie ein eigenes Lokal. Was bewog Sie, gemeinnützig zu arbeiten?

Mimra: Ich habe immer das Gefühl gehabt, das kann es noch nicht gewesen sein. Ich habe, als mein Sohn noch klein war, auch Teilzeitjobs angenommen, die allesamt nicht sehr befriedigend waren. Da ist dann die Idee in mir gewachsen, dass ich mich sozial engagieren möchte.

Standard: Was ist der größte Unterschied zur Privatwirtschaft?

Mimra: Es geht sehr viel mehr darum, wie die Dinge gemacht werden. Natürlich muss man auch seine Ziele erfüllen, aber es geht immer mehr um die Menschen, mit denen man zusammenarbeitet - und dass die auch etwas davon haben, dass sie beschäftigt sind.

Standard: Was meinen Sie?

Mimra: Zum Beispiel würde eine ungelernte Hilfskraft in einem gastronomischen Betrieb gekündigt, wenn sie dreimal zu spät kommt oder sich zu Gästen nicht ganz korrekt benimmt. In einem sozialökonomischen Betrieb wie dem "Inigo" gibt es Feedback, man lernt mit den Leuten.

Standard: Mussten Sie auch hier schon einmal Leute rauswerfen?

Mimra: Natürlich. Manchmal sind Klienten noch nicht so weit, und man sieht sie zwei-, dreimal wieder, bis es klappt mit einem Job, den sie dann auch behalten. Zu uns kommen erwachsene Menschen, die aber oft schon von zu Hause nicht das Rüstzeug bekommen haben, um mit schwierigen Alltagssituationen umzugehen. Nicht jeder kann von heute auf morgen lernen, wie man mit einer schwierigen Situation umgeht.

Standard: Wer spendet "Carla" Kleidung oder Möbel?

Mimra: Das ist unterschiedlich. Es kommt die Pensionistin, die sich nur schwer von den Anzügen ihres verstorbenen Mannes trennen kann, die Mutter, die Kleidung ihrer Kinder bringt, die zu klein geworden ist, oder die Frau, die es sich leisten kann, ein Designerstück nur zweimal anzuziehen.

Standard: Sie nennen nur Frauen.

Mimra: Die Spender sind sehr häufig Frauen, das stimmt. Aber es kommen auch Männer, die bringen dann die größeren Stücke.

Standard: Wie viele Kunden haben Sie im Durchschnitt?

Mimra: Es kommen täglich mehrere hundert in jedes der zwei "Carla" in Wien - schätzungsweise haben wir pro Tag 1000 Kunden.

Standard: Laut Eurostat lebten 2008 in Österreich 1.018.000 Menschen, die als armutsgefährdet gelten, 492.000 sind manifest arm. Sie können sich nicht leisten, bei Bedarf neue Kleidung zu kaufen, die Wohnung zu heizen oder eine medizinische Behandlung zu bezahlen. Hat sich das 2009 verschärft?

Mimra: Durchaus. Wir merken das am enormen Ansturm bei unserer Gratiskleiderausgabe, aber auch bei unseren stark verbilligten Bekleidungsstücken. Da merkt man auch, dass sich die Schichten verschieben. Leute, die früher einen ganz normalen Job gehabt haben, mussten Arbeitszeitverkürzungen in Kauf nehmen und verdienen nun weniger - oder sie haben ihre Arbeit überhaupt verloren. Plötzlich sind sie auf uns angewiesen, weil sie es sich nicht mehr leisten können, von der Stange zu kaufen.

Standard: Laut Statistiken sind Alleinerzieherinnen und Migranten am meisten armutsgefährdet. Entspricht das Ihren Beobachtungen?

Mimra: Auf jeden Fall. Menschen mit Kindern müssen periodisch, zu Schulbeginn oder wenn die Kinder wachsen, viel kaufen. Schule und Kindergarten kosten sehr viel, Kinder brauchen Förderung und Beschäftigung.

Standard: Was halten Sie von einem "Transfer"-Konto für Sozialleistungen, wie es Vizekanzler Pröll vorgeschlagen hat, damit Missbrauch ausgeschaltet wird?

Mimra: Ich halte es für menschenverachtend, wenn über Leute, die ohnehin nichts mehr haben, so gesprochen wird, als lägen sie in der sozialen Hängematte. Das machen nur Menschen, die keine Ahnung von der Lebensrealität anderer Menschen haben und noch nie in der Situation waren, sich zu überlegen, ob sie heute lieber essen wollen oder einheizen. Es gibt tatsächlich Menschen, die im Supermarkt stehen und nicht wissen, wie sie ihren Kindern Essen kaufen sollen. Auf der anderen Seite werden ganz locker hunderte Millionen Euro bewegt, um Banken, die Geld verschwendet haben, zu retten. Das ist eine große Ungeheuerlichkeit.

Standard: Laut Berechnung der Armutskonferenz ist in Österreich Geld sehr ungleich verteilt. Das reichste Zehntel der Bevölkerung hält 54 Prozent des Geldvermögens. Wo sehen Sie Ungleichheit?

Mimra: Die Chance, aus sozial benachteiligten Schichten herauszukommen, ist in Österreich nicht wahnsinnig groß. Wenn die Eltern nicht dafür sorgen, dass die Kinder in gute Schulen kommen, ist sozialer Aufstieg kaum möglich. Die Fördermöglichkeiten sind sehr schlecht für sozial schlechtergestellte Familien - und das betrifft auch Migrantenfamilien. Es ist schade, immer wieder zu sehen, dass aus vielen Menschen etwas anderes hätte werden können, wenn sie in entsprechendem Alter gefördert worden wären. Österreich vertut sich da viele Chancen. Für die Förderung der Kinder, ihrer Bildung, müsste viel mehr getan werden.

Standard: Die Spendenfreudigkeit der Österreicher hat in der Krise abgenommen. Sehen Sie das auch?

Mimra: Wir arbeiten im Sachspendenbereich, da merken wir, dass sich die Leute schon gut überlegen, bevor sie uns etwas geben, ob sie es nicht doch im Internet verkaufen sollen. Es ist spürbar, aber bis jetzt noch nicht gravierend.

Standard: Ist Ebay Konkurrent?

Mimra: Absolut. Genauso wie Willhaben.at und alle derartigen Plattformen. Weil es so einfach geht, Überflüssiges loszuwerden.

Standard: Sie arbeiten für eine kirchliche Institution - stört es Sie, dass Frauen in der katholischen Kirche nie ganz nach oben kommen, weil die höchsten, die geistlichen Ämter nur Männern vorbehalten sind?

Mimra: Die Caritas-Wien ist da ein bisschen anders. Bei uns hat man gute Möglichkeiten, hinaufzukommen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass eine Frau so weit kommt wie beispielsweise Franz Küberl.

Standard: Aber so weit wie Michael Landau können Sie nie kommen.

Mimra: Der ist ja auch Priester und ich nicht.

Standard: Darauf wollte ich hinaus.

Mimra: Das stört mich aber gar nicht. (Petra Stuiber, DER STANDARD Printausgabe, 2./3.01.2010)

Zur Person:

Die Wienerin Elisabeth Mimra (45) war erst Gastronomin, dann Innenraumgestalterin, ehe sie die Sozialakademie besuchte und beruflich umsattelte. Acht Jahre lang leitete die alleinerziehende Mutter eines Sohnes das Restaurant "Inigo" in Wien. Rund 700 Langzeitarbeitslose, die dort ausgebildet wurden, konnten wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden. Seit eineinhalb Jahren leitet Mimra die Caritas-Lager "Carla" in Wien, die billige oder Gratiskleidung und Möbelstücke abgeben: Ihr Einflussbereich umfasst das Lager am Mittersteig im 5. Bezirk und jenes in der Steinheilgasse im 21. Bezirk sowie die Gratiskleiderausgabe in Wiener Neustadt.

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Posting 1 bis 25 von 68
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Sandra Blümel
05

Wenn man der Caritas was spendet, vergessen die regelmäßig "Danke" zu sagen, sondern schreien nur nach mehr.
Das einzige was man von der Caritas bekommt, ist ständig ein schlechtes Gewissen eingeredet.

Ich brauche vor allem auch keine christl. Organisation, die ständig versucht mit linken Kampfparolen Politik zu machen.

DAS ist eine große Ungeheuerlichkeit.

bm.koger
 
00
anders ist die caritas wien wohl

denn nicht nur der oberste chef, michael landau, ist ein mann (und priester), die beiden generalsekretäre, bodmann und binnenstein-bachstein, sind aber auch männlich und keine priester. die gläserne decke für frauen in der caritas ist aus beton.

Simplicius Simplicissimus
00
Wieder mein beliebter Buchtip: ...

... "Nie wieder Arbeit", Reinhard P. Gruber, Droschl-Verlag. Nebenbei: Wenn Alkohol vermieden werden könnte, wäre Armut weniger als halb so schlimm. Arme Menschen sollten sich organisieren, Geld zusammenlegen, Häuser kaufen, einen gut organisierten Tauschhandel beginnen, Bauernhöfe bewirtschaften und Selbstversorger werden. Ich bezeichne das als "intelligente Armut", die gegenüber unseres derzeitigen Systems ein großer Vorteil sein kann, weil sich "Arme" schon jetzt von der Arbeits- in die Tätigkeitsgesellschaft entwickeln könnten. Sie sind dem Sinn des Lebens in jedem Fall näher, als die gegenwärtig gut verdienenden Produzenten von Klumpert und Dreck. Wichtigst ist, zu lernen, Neid und Missgunst aus uns zu entfernen.

molekühl
04

Nur: Wer aus eigenem Antrieb zu solchermaßen koordiniertem Handeln fähig ist, ist auch innerhalb der klassischen Leistungsgesellschaft selten arm. Solche Initiativen sind vielleicht in unterentwickelten Landstrichen erfolgversprechend, wo leistungsbereite Menschen aufgrund fehlender Strukturen trotz entsprechender Fähigkeiten arm sind, aber bei uns sehe ich da sicher keine derartige Klientel. Sie können aber gerne mal im nächsten "besetzten Haus" zwecks solcher Pläne vorsprechen.
Das ist für mich ein bisserl so wie "Wenn alle Menschen einfach immer darauf achten würden, einen gefüllten Kühlschrank zu haben, gäbe es keinen Hunger mehr auf der Welt."

jeff5
02
aus dem unten angeführten zeitungsartikel, danke dafür.

In Österreich werden bereits 28,5% der jährlichen Wertschöpfung für Sozial- und Gesundheitsleistungen ausgegeben, trotzdem droht das System an den Ansprüchen zu kollabieren. Die Sozialquote liegt einen Prozentpunkt über dem Schnitt der EU-27; höher ist sie nur in Schweden, Frankreich, Dänemark, Belgien und Deutschland......
PS. Bin auch gegen Bankengeschenke

didi111
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Wußten Sie schon, ..


dass die katholische Kirche in Österreich nach dem Adel und den Bundesforsten der drittgrößte Grundbesitzer des Landes ist (250 000 Hektar);
dass die Kirche durch eigene Unternehmen und Beteiligungen an Zeitungen "ein Konzern mit geschätzten 1,5 Milliarden Euro Jahresumsatz" ist;
dass die Kirche auch gerichtliche Pfändungsverfahren nicht scheut, wenn die "Schäfchen" ihre Kirchenbeiträge nicht zahlen: "1999 kam es bei 17.500 Kirchenmitgliedern zu einer Pfändung." Die Meldedaten für die rigorosen Eintreibungen erhält die Kirche von den staatlichen Meldeämtern;
dass die Kirchen - wie in Deutschland - zusätzlich zu 290 Millionen Euro an Kirchenbeiträgen (in Deutschland würde man "Kirchensteuer" sagen) weitere staatliche Zuwendungen

victor lazlo
35
Man muss es endlich mal ganz deutlich aussprechen!

Arbeitslosigkeit ist kein Zufall, sie ist gewollt.

Dafür werden Politiker von Lobbyisten bezahlt!
Je höher die Arbeitslosigkeit, desto niedriger die Löhne!

Die Alternative heißt bedingungsloses Grundeinkommen!
Ein Kapitalismus mit menschlichem Angesicht, wenn man so will.

cwebb1977
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Schön

Dass die Interviewerin in vielen Fragen "auf etwas hinaus will", der Interviewten also etwas in den Muind legen will. Schön aber nicht sauber.

johann potakowskyj
 
10
ja und die kirche ist da ja nicht besser

sie ist nur ein teil dieser gesellschaft. allein, dass sie ihr personal schlecht bezahlen und ausnützen ist legende.

es wäre ja nett, wenn die kirche einmal mit guten beispiel vorangehen würde und die talente nicht ausnützt sondern den menschen hiter dem talent
die chancen beitet.

spielt es leider nicht.
erst wenn man sandelt, säuft und stinkt beginnt die hilfsmaschine um sich an kleinen erfolgen der bekehrung zu christlichem leben zu erfreuen.


molekühl
410

"492.000 sind manifest arm. Sie können sich nicht leisten, bei Bedarf neue Kleidung zu kaufen, die Wohnung zu heizen oder eine medizinische Behandlung zu bezahlen."
Achso. Eine halbe Million Österreicher wickelt im Winter also die nackten Füsse in Zeitungspapier, wohnt bei 5°C Raumtemperatur und kann mit der Lungenentzündung nicht zum Arzt gehen, weil es in Österreich ja kein umfassendes öffentliches Gesundheitssystem gibt, gelle?
'tschuldigung, aber solange zur Armutsdebatte solcher Topfen geschrieben wird, kann ich Berichterstattung zu diesem Thema (das ja an sich ein ernstes Thema ist) einfach nicht mehr ernst nehmen. Ist das wirklich notwendig?

fokyoo
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zwingt sie ja niemand dazu das gelaber ernstzunehmen

Sandra Blümel
210
Im Ausland wird das österr. Modell etwas differenzierter betrachtet:

http://www.nzz.ch/nachricht... 10842.html

jeff5
01
danke für diesen brillanten artikel. das traut sich in ö. keiner schreiben.

Jingoist
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Das österreichische Menschenrecht auf Frühpension! Großartig und so wahr!

Prof. Alois
 
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Wow, auf die Schweizer ist Verlass

Danke für den link!

Karl Bauer4
01
die wilde Carla

Gott sei Dank gibt es ebay und willhaben.....

die überhöhten Preise in der Carla Märkten müssen auch einem gut verdiendenden Menschen zu viel sein

Die von der Caritas angebotenen Waren spotten teilweise jeder Beschreibung. Der letzte Dreck wird dort feilgeboten. Man könnte fast glauben die wollen nichts verkaufen weil dann müssen sie nicht die enstehenden Löcher in den Regalen befüllen.

Nichts für ungut liebe Caritas Verantwortlichen aber solange ihr so eine verrückte Geschäftspolitik macht werden die online Seiten euch immer an die Wand spielen. Aber da ihr anscheinendn sehr gut von Spenden leben könnt gibt es auch für euch keinen Grund etwas zu ändern.

re- göf
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prekäre Caritas - Hilfe zur Selbsthilfe

"Ich habe, als mein Sohn noch klein war, auch Teilzeitjobs angenommen, die allesamt nicht sehr befriedigend waren. Da ist dann die Idee in mir gewachsen, dass ich mich sozial engagieren möchte."

... und mittlerweile ist die Caritas selbst von prekären Beschäftigungsverhältnissen durchzogen. Die Beschäftigten dort organisieren inzwischen schon Hilfe zur Selbsthilfe um - wie hier - Lohnkürzungen und Kündigungen zu kompensieren:

http://lisasyndikat.wordpress.com/2009/12/1... klerinnen/

Hilf den HelferInnen sich selbst zu helfen!

M K
 
22
Es gibt keine Hängematten?

Fragen Sie einmal einen jungen, gut ausgebildeten und 50 Stunden und mehr wöchentlich arbeitenden Menschen, was er vom weiteren Ausbau von Hängematten hält, in denen sich ständig mehr Menschen tummeln, die bei gleichem "Einkommen" lieber auf der faulen Haut liegen und die er mit seiner Arbeit und seinen Lohnabzügen mitfinanziert!

zeta_potential
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Hängematten wirden von Bartenstein und Spidla längst durch Trampoline ersetzt.

Wer das nicht weiß, hat alles verschlafen!

sociovation
23
Was haben Caritas, Hilfswerk, Diakonie und Volkshilfe gemeinsam?

Keine Idee?
Hier die Antwort:
Sie beschäftigten jede Menge "working poor" - vor allem Frauen.
Warum?
Unter anderem deshalb, weil die Verhandlungen zum Niedriglohnkollektivvertrag BAGS derzeit gescheitert sind, weil die angesprochenen Einrichtungen eine Nulllohnrunde gefordert haben.
Ich denke, jeder zusätzlich Kommentar überflüssig...

FRUFRU1
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Nicht zu vergessen die zahlreichen PraktikantInnen!

Pädagogikstudierende, SchülerInnen diverser Kollegs und Akademien, Studierende der Fachhochschulen (Bsp. Sozialarbeit)...alle samt arbeiten gratis, da sie für ihren Abschluss so und soviel Praktikumsstunden nachweisen müssen. Dabei handelt es sich gerade zu um eine nie versiegende Quelle an Arbeitskräften, die keinen Cent dafür bekommen bzw. verlangen. Fix angestellt werden jedoch dann jene Personen mit dem niedrigsten Ausbildungsniveau, da man diesen ja auch am wenigsten bezahlen muss.

Roman Santos
02
Praktikanten arbeiten vielleicht in der Privatwirtschaft, aber nicht bei NGO´s gratis

Ich selbst arbeite ehrenamtlich (bin schon in Rente) bei einer NGO und die Praktikanten werden dort alle ordentlich behandelt, erhalten € 330,-, teilen sich die Arbeitszeit selbst ein und werden nicht ausgebeutet. Mir haben einige unserer Praktikanten erzählt, dass sie in großen internationalen Unternehmen mehr arbeiten mussten als die fix Angestellten. Das Gehaltsniveau ist bei den NGO´s vielleicht etwas geringer - aber die Leute arbeiten dort mit Freude und Engagement für eine gute Sache. Und das ist auch gut so, da sich NGO´s aus Spenden und öffentl. Förderungen finanzieren. Und diese Mittel müssen sparsam und effizient eingesetzt werden.

Sandra Blümel
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Es steht jedem frei, ein unwirtschaftliches Unternehmen zu betreiben und sich dabei nicht an den „kalten“ Gesetzen des Marktes orientieren. Er soll das aber bitte selber bezahlen.

Jeder kann aus welchen Motiven auch immer ein Unternehmen gründen und dort möglichst viele unbeschäftigte Mitarbeiter anstellen. Wenn er sich das leisten will, bitte.

Nur würde das allerdings auch der sozialistischen Idee widersprechen, die da lautet: „Haben wollen wir vieles (Postämter, Postbeamte) nur ZAHLEN soll es bitte WER ANDERER.“

semper fidelis
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Nachweislich!

"Carla"-Grundnahrunsmittelpaket,5 kg(Zucker,Mehl,Süssigkeiten.....)erworben in Wien 21 um 1 Euro.
Einige Tage später bieten dieselben Personen dieses Paket auf dem Flohmarkt um 5 Euro an.
Religionszugehörigkeit,Geschlecht,und Bekleidung der "Verkäufer/innen"sei der Phantasie des Lesers überlassen.

mayall
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Gelernt ist gelernt.

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