Erstmals Geschwindigkeit der Evolution gemessen

3. Jänner 2010, 17:33
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    foto: apa/jaksch

    Die Ackerschmalwand gilt in der Genetik als Modellorganismus. Bei ihr konnten die Wissenschafter feststellen, dass sich ein DNA-Baustein innerhalb einer Generation mit einer Wahrscheinlichkeit von sieben Milliardstel (1:143 Million) verändert.

Jeder einzelne Baustein in der Erbinformation mutiert durchschnittlich alle 143 Millionen Generationen einmal

Tübingen - Erstmals haben Entwicklungsbiologen das Tempo der Evolution gemessen. Die Tübinger Forscher fanden heraus, dass jeder einzelne Baustein in der Erbinformation durchschnittlich alle 143 Millionen Generationen einmal mutiert. Das sei ein extrem hohes Tempo, schreiben die Wissenschafter des Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie im Fachjournal Science. Diese Geschwindigkeit der Evolution erkläre zum Beispiel, weshalb Unkrautvernichtungsmittel oft innerhalb weniger Jahre ihre Wirkung verlieren.

Die Tübinger Forscher haben die genetische Entwicklung der Pflanze Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) über 30 Generationen hinweg verfolgt und nach Veränderungen im Erbgut gesucht. Dabei fanden sie heraus, dass sich ein DNA-Baustein innerhalb einer Generation mit einer Wahrscheinlichkeit von sieben Milliardstel (1:143 Million) verändert.

Enormes Tempo

Bedenke man, wie viele DNA-Bausteine jedes einzelne Individuum hat und wie viele Individuen es von einer Art gibt, ergebe sich insgesamt ein enormes Tempo, schreiben die Wissenschaftler. Dadurch könnten sich Pflanzen- oder Tierarten innerhalb weniger Generationen an neue Umweltbedingungen anpassen. So entsteht zum Beispiel die Resistenz von Unkraut gegen entsprechende Vernichtungsmittel.

Die Tübinger Forscher gehen davon aus, dass Mutationen bei Menschen etwa in der gleichen Häufigkeit auftreten. Bei sechs Milliarden Menschen auf der Welt könne man davon ausgehen, dass jeder einzelne DNA-Baustein ständig bei irgendeinem Menschen auf der Erde mutiere. "Alles, was genetisch möglich ist, wird demnach innerhalb recht kurzer Zeit durchgetestet", betonte Studienleiter Detlef Weigel. (red/APA)

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Spiritus_Sanctus
00
12.1.2010, 10:19
Die künstliche Mutation ist mit tödlicher Gefahr falsch argumentiert!

Es geht um Saatgutabhängikeit, die zur Weltherrschaft führt.

Patente auf Früchte benötigen besondere Kontrolle - oder werden aufgehoben.

Das wäre sinnvoller Weise zu fordern.

Um der Wahrheit die Ehre zu geben ...
00
13.1.2010, 08:28
rechenkünstler

wenn die statistische mutationsgeschwindigkeit so hoch ist, dann setzt das auch entsprechende organismen voraus, in denen "durchgetestet werden kann". das müßten so unwahrscheinlich viele sein, daß eine extrem dicke schichte organischen materials den planeten bedecken müßte. (nicht unähnlich der schicht unter den permafrost böden, nur überall über der landmasse und unvorstellbar viel dicker)

wo ist diese schicht ?
wo sind die myriaden an fehlbildungen, die der fehlenden intelligenz statistischer prozesse zum opfer gefallen sind und die als "kretins" endeten ?

Simplicius Simplicissimus
35
Deswegen ...

... sollte auf künstlich genetisch veränderten Saatgut-Pfusch verzichtet werden. Ich gehe sogar noch weiter
und schlage lebenslange Haftstrafen für die Produzenten solcher verbrecherischer Erzeugnisse vor!

epep
04
und ich schlage lebenslanges schreibverbot fuer idioten vor.

lebenslange repressionsmassnahmen zu fordern, fuer forschung, dazu gehoert ein patzen mass an dummheit dazu.

Gendo
30
Natürlich Künstlich!

Lol künstlich(!!?!) genetisch veränderten Saatgut. Hm was heißt das genau?
Also dass nur Saatgut welches von Sorten stammt die aus der "Natur", also ohne zutun des Menschen vorkommt, verwendet werden darf.
Gut machen wir das und 3/4 der Weltbevölkerung verhungert innerhalb eines Jahres.

Freiheitsliebender
30
"ohne zutun des Menschen"

mir war als wäre da ein gravierender, unübersehbarer Unterschied zwischen "Züchtung" und "Genmanipulation".....

Muss mich wohl geirrt haben.

Gendo
11

Ja man kann sich immer mal irren. Aber die meisten Menschen scheinen zu glauben dass Genmatnipultaion mit einer Sprize in einer Tomate zu tun hat oder so.
Das defakto nichts anders gemacht wird als die natürliche Prozesse zu lenken (genau wie bei der Züchtung), das Mechanismen genutz werden die seit Jahrmillionen schon in der Natur existieren tja das wissen viele einfach nicht.

Freiheitsliebender
20
Verstehe...

also wenn man blau fluoreszierende Mäuse mittels Genmanipulation züchtet tut man nichts anderes als deren Jahrmillionen alten Drang zum Leuchten zu lenken bis sie das tun...

Interessant...

Bei den durchsichtigen Fischen lenkt man dann vermutlich einfach nur deren uralte Paranoia vor dem weißen Hai bis sie den Drang verspüren nicht mehr gesehen zu werden und ihre Haut von selber unsichtbar werden lassen.

So geht das also.

:D

Gendo
12

Hm was unterscheidet das von einer Kuh. Ach ja die hatte auch den Drang als Schlachtopfer und Milchproduzent für den Menschen zu leben????
(kann hier dann so gut wie alle Narungsorganismen des Menschen anführen)
Und noch besser Hunde und Tauben hatten den drang als Krüppel zu leben nur den schönheistwünschen iher Herren diehnend. Ja die Natur geht schon sonderbare Wege nicht???

Freiheitsliebender
00

Ich schlage vor, sie lesen jetzt mal bei Wikipedia nach was "Ironie" bedeutet und dann lesen sie sich ab meinem ersten Post nochmal alles durch ;)

so long

Gendo
00

Das das Postin Ironisch gemeint sein könnte, war mir durchaus klar (hab ja auch die Antwort nicht todernst geschrieben), dazu noch so dass ich das Fehlen einer Eineindeutigkeit bei der Aussage (das ist ja meist der Nachteil bei solchen Dingen) zu umgehen versuchte.
Meist bekommt man dann die fehlenden Informtionen!

Freiheitsliebender
00

Naja, also meiner Meinung nach ist das fehlen der Eindeutigkeit einer Aussage nicht nur der "Vorteil" sondern sogar die Stärke und der Sinn einer Ironie.

Der eigentliche, gemeinte Sinn erschließt sich dem Leser nämlich erst nachm nachdenken.

Habens denn verstanden was i mit meinen Postings gemeint habe?

rudolf schladming
 
01

forschungsverbote haben noch nie irgendetwas genützt. desto mehr man über diese dinge weiss, desto besser kann man damit umgehen.

Der Ätzer
12
Warum? Weil sich das Saatgut schnell genug selber verändert?

Andreas Schmidt
10
Der Waappler ist schnell beim S. mit Nina!

Eine schnelle Geschwindigkeit, wirklich super!

Walter Tiefenthaler
20
ach, die geschwindigkeit ist konstant?

sehr interessant...!

Andreas Zwettler
01

Druchschnitt ist nicht gleich konstant.

Wenn ich in 5 minuten 30km/h laufe und in den Nächsten 5 Minuten 10km/h laufe, habe ich einen Durchschnitt von 20km/h aber von Konstanz muss man nicht sprechen.

her wig
30

Und wenn die Forscher so ein 5-Minuten-Äquivalent lange die Mutationsgeschwindigkeit einer Pflanzenart messen, was schliessen wir daraus?

Richtg: dass die Durchschnittsgeschwindigkeit dieser 5 Minuten gemessen wurde.

Andreas Zwettler
00

Und sagen wollen sie damit was? ISt ihnen der Versuchaufbau mit 30 Generationen zu kurz ist ?
Wieviele Generationen hätten sie denn gerne ?

Das gleich auf alle Arten und den Menschen umzulegen mag ein Sprung sein der nicht unbedingt notwendig ist, da sollte man vorher wenigstens Untersuchungen mit anderen Pflanzen oder Tieren machen um das zu verifizieren, aber die Generationenanzahl wäre für mich schon ausreichend.
Auf Menschen umgerechnet wäre dass ein Bobachtungszeitraum von 600+ Jahre.

her wig
10

Die Variation der Umweltbedingungen wäre z.B. interessant. Jene Bedingungen, welche zu mehr Geschwindigkeit "anspornen" könnten, zum Beispiel. Bzw. kann man durch Variation der Umweltbedingungen dann herausfinden, welche wie wirken würden.

Wenn das mit den derzeit verfügbaren Ressourcen nicht geht, dann sollte man auch bleiben lassen so zu tun als ob man das alles schon getan hätte.

Mulla Nasrudin
10

Sie meinen, solange die Wissenschaft nicht zu einem 100%igen Endergebnis gekommen sei, solle sie sich mit Mitteilungen zurückhalten? Zwischenergebnisse sind uninteressant?

Dann gebe ich Ihnen jetzt einen persönlichen Tipp:
Verschwenden Sie nicht länger Ihre wertvolle Zeit hier im Wissenschafts-Ressort. Auf die allerletzte, endgültige und unwiderrufbare Wahrheit werden Sie hier nämlich ewig warten müssen.
Dogmen finden Sie nur in der Bibel.

Andreas Zwettler
00

Sie verlangen meines Erachtens ein bissi zu viel von einer Studie, die Weltformel wäre natürlich schön aber kleine Schritte sind oft besser.
Man beginnt halt alles erstmal im Labor.

Der Artikel ist natürlich etwas reißerisch geschrieben, interessant wäre die Originalstudie,aber für die müßt ich mir ein Abo bei der Zeitschrift nehmen und dass ist es mir dann jetzt auch nicht wert.
Der Abstract klingt sehr nüchtern.

Mulla Nasrudin
01

Was wundert Sie daran, und was schließen Sie daraus?

1010001010001010010
01

über die wahrscheinlichkeit von evolutionären sackgassen sagt das allerdings nicht aus.
die scheint im süden (nach der faymannschen definition) österreichs höher zu sein als im rest europas. das belegt zumindest das gehäufte auftreten von exemplaren des homo dörfler (im volksmund auch bärenthaler genannt nach der herkunft der bekanntesten leitfossilie).

Alkolix
00

man vergleiche afrika mit skandinavien und ihre theorie gilt als per studie bewiesen ;)

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