Vom Scan zur plastischen Nachbildung

7. April 2003, 10:43
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Lasermaschine verwandelt virtuelles Modell in wenigen Stunden in physikalisches

Sussex - Ingenieure der University of Sussex haben eine Möglichkeit gefunden, einen medizinischen Scan in eine genaue plastische Nachbildung des Körperinneren zu verwandeln. Die 3-D-Modelle sollen für Ärzte ein unverzichtbares Tool für die Diagnose und chirurgische Eingriffe werden. Die dreidimensionalen Modelle werden mit dem als Rapid Prototyping bezeichneten Verfahren hergestellt. Die Besonderheit des Verfahrens besteht darin, dass zur Herstellung eines dreidimensionalen Teiles keine Formen gebaut werden oder das Teil in irgendeiner anderen Art mechanisch hergestellt wird. Rapid Prototyping ist daher deutlich schneller und kostengünstiger als der konventionelle Prototypenbau.

Der Prozess startet mit der Sammlung computergenerierter medizinischer Aufnahmen (CT, MRI- oder Ultraschallaufnahmen). Mit Hilfe einer speziellen Computer-Software wird das Körpergewebe identifiziert und ein 3-D-Bild wird zum virtuellen Modell umgebaut. Dieses virtuelle Modell kann mit einer Lasermaschine in ein physikalisches Modell umgewandelt werden. "Derzeit kann in nur wenigen Minuten aus medizinischen Aufnahmen ein genaues 3-D-Modell hergestellt werden, binnen weniger Stunden daraus ein physikalisches", erklärt der Entwickler Panos Diamantopoulos. Diamantopoulos schätzt, dass durch den technologischen Fortschritt die Herstellungszeit auf das Drucken eines Blattes Papier reduziert werden kann. In Zukunft könnte es sogar möglich sein, biologisch abbaubare Modelle zu erstellen und diese zu implantieren. (pte)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Ein computergeneriertes 3D-Modell

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