Personalwechsel in der SPÖ

4. April 2003, 14:42
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Hannes Weninger wird Klubchef, Ewald Sacher zweiter Landtagspräsident - Onodi erfreut über verjüngte Klubspitze

St. Pölten - In den Reihen der NÖ Sozialdemokraten sind am Freitag - in einer Sitzung der Bezirksvorsitzenden fünf Tage nach der Landtagswahl - Personalentscheidungen gefallen: Der bisherige Klubobmann Ewald Sacher (53) wird Zweiter Landtagspräsident und damit Nachfolger von Emil Schabl (40), der (für Fritz Knotzer, Anm.) in die Landesregierung wechselt. Neuer Klubchef wird der knapp 42-jährige Hannes Weninger.

Sacher gehört dem Landtag seit 1993 an. Auf politische Erfahrung kann er auch im Bundesrat und - auf kommunaler Ebene - in seiner Heimatstadt Krems verweisen, wo der designierte Zweite Landtagspräsident von 1983 bis 2000 Vizebürgermeister war. Im November 1999 wurde der am 3. August 1949 geborene Sacher zum Klubchef bestellt. Er ist auch SP-Bezirksvorsitzender in Krems.

Sachers Nachfolger als Klubchef gehört dem Landtag seit November 1997 an. Weninger, geboren am 10. Mai 1961, ist SP-Bezirksvorsitzender in Mödling und Obmann des Verfassungsausschusses im Landesparlament. In den Landtagswahlkampf 2003 war er mit dem Motto "Niederösterreich ist viel zu bunt, um schwarz zu sein!" gegangen.

Onodi verweist auf Verjüngung

Die personellen Weichenstellungen bedeuteten eine "Verjüngung der Kompetenz an der Klubspitze", sagte SP-Landesparteivorsitzende LHStv. Heidemaria Onodi zur Nominierung von Hannes Weninger. Es handle sich um "ein sichtbares Signal der SPÖ Niederösterreich, junge und engagierte Kräfte und Mandatare vermehrt in den Vordergrund zu stellen". Der bisherige Klubobmann Ewald Sacher solle seine langjährige Erfahrung künftig in die Präsidiale des Landtags einbringen.

Weninger sieht seine Designierung als "große Aufgabe in einer Zeit, in der auf Niederösterreich und die Menschen große Herausforderungen warten". Im SP-Klub vollziehe sich ein Generationswechsel. "Die Hälfte der Abgeordneten sind neu", so Weninger, der "harte Arbeit, viel Einsatz, neue Ideen und Strukturen" einbringen will. "Niederösterreich braucht mehr denn je eine starke Sozialdemokratie. LHStv. Heidemaria Onodi hat als Landesparteivorsitzende nach mehr als zwei Jahrzehnten die SPÖ Niederösterreich wieder in die Gewinnzone geführt. Dies ist ein Auftrag für uns alle", sagte der designierte Klubchef. (APA)

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