Gore Vidal verärgert über Wasserschaden

4. April 2003, 13:46
posten

Star-Autor verklagt nun Lloyds of London und vier weitere Versicherungen

Los Angeles - Der US-Schriftsteller Gore Vidal hat Lloyds of London und vier weitere Versicherungen verklagt, weil sie ihm bei einem Wasserschaden zerstörte Erstausgaben seiner Bücher nicht bezahlen wollen. Nach Angaben von Vidals Anwalt Baret Fink wurden die Bücher im Wert von ca. 56.000 Euro weitgehend ruiniert, als 1997 durch einen geborstenen Wasserboiler der Keller von Vidals Haus überschwemmt wurde.

Die Bücher hätten sich in einem abgeschlossenen Schrank befunden, sagte Fink in Los Angeles. Das Haus war zur Schadenszeit vermietet, doch nur Vidal habe den Schlüssel für den Schrank gehabt. Der Autor habe sich fünf Jahre im Ausland aufgehalten. Da er den Schaden erst 2002 gemeldet habe, hätten die Versicherungen eine Regulierung verweigert. Bei Lloyds war am Donnerstag niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Der auch politisch stark engagierte Vidal hat mehr als 20 Novellen, Romane, Theaterstücke, Drehbücher und Essays geschrieben. Auf Deutsch erschien von ihm zuletzt "Bocksgesang. Antworten auf Fragen vor und nach dem 11. September".(APA/Reuters)

  • Bild nicht mehr verfügbar
Share if you care.