"Scherenschnitte weiblicher Rollenzuweisungen"

4. April 2003, 13:42
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Elfriede Jelineks sarkastisches Theaterstück "Körper und Frau" wird im Wiener Konzerthaus wieder aufgeführt

Wien - Elfriede Jelineks "Körper und Frau", ihr selbstironischer Diskurs über die Entfremdung des weiblichen Körpers, gastiert in einer Produktion des forum stadtpark theater Graz vom 22. 4. bis 26. April auf Einladung des dietheater zu nächtlicher Stunde - 22.30 Uhr - im Foyer des Wiener Konzerthauses. Die Inszenierung von Ernst M. Binder wurde bereits im schauspielfrankfurt gezeigt.

Der weibliche Körper - im Monolog "Körper und Frau" der des Unterwäschemodels Claudia - wird bei Elfriede Jelinek zum Objekt der Begierde, Projektionsfläche oder einfach Kleiderständer. In der ihr eigenen bildgewaltigen, obsessiven Sprache voller Sarkasmus und Selbstironie wird die konventionelle Auffassung jeglicher Identität dekonstruiert.

Juliane Werner spielt die Geschichte des Verschwindens einer Frau hinter Schminke, Mode und cellulitefreien Oberschenkeln. Die "Frankfurter Rundschau" lobte die Inszenierung des "sorgfältig verzahnten Wortkonglomerats", das Jelinek aus Prosatexten, Stückfragmenten und einem Essay zusammenstellte. Regisseur Ernst M. Binder verleihe diesen "Scherenschnitten weiblicher Rollenzuweisungen prägnante Konturen." (APA)

Infos und Karten
Tel.: 01/587 05 04
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    Elfriede Jelineks "Körper und Frau" kommt nach der Aufführung in Frankfurt nun nach Wien.
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