Eisenbahner-Gewerkschaft fordert Großdemo

4. April 2003, 12:48
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Bei Mobilisierung gegen Pensionsreform soll Frankreich als Vorbild dienen - Maßnahmen sind "unannehmbar"

Wien - Die Eisenbahner-Gewerkschaft läuft gegen die geplante Pensionsreform Sturm. Vorsitzender Wilhelm Haberzettl bezeichnete am Freitag die vorgesehenen Maßnahmen als "unannehmbar." Als "ersten Schritt" spricht sich Haberzettl für eine "große Demonstration" aus, "damit die Bundesregierung begreift, das stehen Bürger hinter den geplanten Maßnahmen". Er verweist darauf, dass in Frankreich am Donnerstag 250.000 Menschen gegen die dortige Pensionsreform demonstriert haben. "Das gehört auch in der Republik her."

Auf die Frage, welche Maßnahmen dann noch als weitere Schritte denkbar seien, wollte Haberzettl nicht eingehen. Er betonte aber, dass die Eisenbahner-Gewerkschaft im Zuge des ÖGB gegen die Pensionsreform mobilisieren werde. "Denkbar" seien dabei auch alle gewerkschaftlichen Maßnahmen bis zum Streik.

Nutzen eines Volksbegehren gegen Pensionsreform fraglich

Ein von der SPÖ überlegtes Volksbegehren gegen die Pensionsreform würde Haberzettel zwar unterstützen. Er glaubt aber nicht, das ein solches sehr viel bringen würde.

Der Eisenbahner-Gewerkschaftschef wirft der Regierung vor, alle Versprechungen der Pensionsreform von 1997 gebrochen zu haben. Mit der jetzt geplanten Reform wolle die Regierung das Pensionsalter erhöhen, den Pensionssicherungsbeitrag für die Pensionisten erhöhen und dafür die Pensionen "brutal senken". (APA)

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