Haupt: Seit Räte-Austausch "funktioniert es"

4. April 2003, 15:44
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Nun Pressestunde für Vizekanzler und Justizminister - "Offenbar ist es notwendig, die richtigen Leute an den richtigen Positionen zu haben"

Zufrieden zeigte sich FPÖ-Bundesobmann Herbert Haupt über die neue Zusammensetzung des ORF-Stiftungsrates. Seit er die von seiner Vorgängerin Susanne Riess-Passer entsandten Mitglieder ausgewechselt habe, "funktioniert es", so Haupt in seiner Rede bei der Frühjahrsklausur der FPÖ Kärnten.

"Die richtigen Leute an den richtigen Positionen"

Nun sei es plötzlich möglich, dass er am kommenden Sonntag in der Pressestunde auftreten könne und eine Woche später Justizminister Dieter Böhmdorfer an der Reihe sei. "Offenbar ist es notwendig, die richtigen Leute an den richtigen Positionen zu haben", stellte Haupt fest. Vorher sei es ihm weder als Sozialminister noch als Vizekanzler gelungen, eine Pressestunde zu bekommen.

Haupt bezog sich dabei auf die Bestellung neuer Stiftungsräte am Dienstag dieser Woche im Ministerrat. Dabei kehrte Ernest Maurer in das ORF-Gremium zurück (etat.at berichtete).

"Keine parteipolitische Intervention" ...

"Die Kritik am ORF bleibt voll aufrecht", sagte Haupt-Pressesprecher Gerald Grosz am Freitag. Haupt sei als Sozialminister und FPÖ-Chef in drei Jahren nur zwei Mal zu Gast in der "Pressestunde" gewesen, so der Vorwurf.

... "sondern "Schritt in die Unabhängigkeit"

Während Oppositionspolitiker in ORF-Sendungen wie der "Pressestunde", "Betrifft" oder "Offen gesagt" aus- und eingehen würden, habe es gegenüber FPÖ-Vertretern von Seiten des ORF eine "ständige Blockadepolitik" gegeben, meinte Haupt-Sprecher Grosz dazu. Die aktuellen Aussagen des FPÖ-Chefs zum ORF sowie die kommenden Auftritte von Freiheitlichen in der Pressestunde seien deshalb "keine parteipolitische Intervention", sondern der ORF gehe damit einen längst fälligen Schritt in die Unabhängigkeit.

ORF weist Vorwürfe zurück

Der ORF hatte zuvor Haupt-Aussagen, wonach es ihm nach dem Austausch einiger FP-naher Stiftungsräte nun plötzlich möglich sei, in der "Pressestunde" aufzutreten, zurückgewiesen. Haupt sei im Oktober 2000 und November 2002 Gast in der Pressestunde gewesen und die Terminvereinbarung für die Pressestunde am Sonntag sei schon vor der Bestellung der neuen Stiftungsräte erfolgt. Die Auswahl von Themen und Diskussionsteilnehmern unterliege ausschließlich journalistischen Kriterien", betonte man. (APA)

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