Herzinfarkt - keine "Männerkrankheit"

4. April 2003, 12:37
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Gesundheitsinitiative "WellWomen" startet in Krems

St.Pölten - Krems startet gemeinsam mit dem Institut für Präventiv- und angewandte Sportmedizin und dem Österreichischen Herzfonds eine Gesundheitsoffensive speziell für Frauen: Das dreijährige Projekt "WellWomen" soll ihnen die Gefahren von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bewusst machen und gleichzeitig Wege aufzeigen, wie man dagegen vorbeugen kann.

Eröffnung im Herbst

Derzeit befindet sich das weitreichende Projekt in der Vorbereitungsphase. Am Weltgesundheitstag - Montag, 7. April - wird als Projektstützpunkt ein Gesundheitsbüro in der Herzogstraße eröffnet, das ab Herbst der Bevölkerung für Beratung und Information zur Verfügung steht. Ab diesem Zeitpunkt sind Seminare, Vorträge, eine Fragenbogenaktion und zahlreiche Gesundheitsaktivitäten geplant.

60 Prozent Frauen

"Viele glauben, Herzinfarkt ist eine Männerkrankheit. Doch unter den 7.468 Menschen, die 2001 in Österreich an den Folgen eines Infarkts starben, waren 3.459 Frauen. Das sind immerhin 46 Prozent", erklärt Natalia Ölsböck, Leiterin des Projekts. Noch drastischer ist die Situation für Frauen generell bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Unter den 38.385 ÖsterreicherInnen, die 2001 an einem Herz-Kreislauf-leiden starben, sind 60 Prozent Frauen. (red)

Infos
Ab 7. April 2003
"WellWomen"-Gesundheits-Büro
Tel.: 02732/707 01
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