Volker Braun liest in der Alten Schmiede

4. April 2003, 11:15
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Büchner-Preisträger mit Vorträgen über Einfluss der Naturwissenschaften auf die Ästhetik zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Wien - Der bekannte deutsche Schriftsteller, Intellektuelle und Büchner-Preisträger des Jahres 2000, Volker Braun, wird kommenden Montag und Dienstag (7. und 8. 4.) in der Alten Schmiede in Wien zwei Vorträge zur Literatur halten. Braun, Autor von u. a. "Hinze-Kunze-Roman" und "Die Übergangsgesellschaft", wird am Montag zu "Lyotard oder Die Leute lassen sich alles erzählen (Ins Innere von Afrika)", am Dienstag zu "Ein Ort für Peter Weiss" lesen, hieß es in einer Aussendung der Rathauskorrespondenz.

Grundthema der Vorträge ist der Einfluss der Naturwissenschaften auf die Ästhetik zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Beginn ist jeweils 19 Uhr. Der 1939 in Dresden geborene Braun gilt als sperriger Lyriker und Dramatiker. Nachdem ihm in der DDR zunächst ein Studium verweigert worden war, wurde er Maschinist im Tagebau und konnte später Philosophie in Leipzig studieren. Er arbeitete als Dramaturg beim Berliner Ensemble und begann in den 60er Jahren Gedichte zu schreiben. Dem "real existierenden Sozialismus" seiner Heimat warf er vor, die Gesellschaft nicht konsequent genug im sozialistischen Sinne zu verändern.

Zu Brauns wichtigsten Werken gehören das Revolutionsdrama "Großer Frieden", die Komödie "Die Übergangsgesellschaft" und das Schauspiel "Transit Europa. Der Ausflug der Toten" nach Motiven der Schriftstellerin Anna Seghers. (APA)

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