Somalia: Für Präsenz internationaler Terrorgruppen keine Beweise

4. April 2003, 10:38
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UNO-Bericht: Gefahr bestehe weiterhin, dass Somalia als Transitland für Terroristen und terroristisches Material diene

UNO-Bericht: Kein Beweis für internationale Terrorgruppen in Somalia Übergangsregierung in Mogadischu bat USA um Hilfe

Mogadischu - Für die häufig beschworene Präsenz internationaler Terrorgruppen in Somalia gibt es nach einem neuen Bericht der Vereinten Nationen keine Beweise. In dem am Freitag veröffentlichten Dokument gehen die Autoren jedoch davon aus, dass die Verantwortlichen für die jüngsten Terroranschläge in Ostafrika über Somalia an ihre Zielorte gekommen sind. Seit den Anschlägen des 11. September 2001 haben die USA das Land am Horn von Afrika immer wieder als Hort für Terroristen bezeichnet.

Gefahr: Transitland für Terroristen und terroristisches Material

"Während das Untersuchungsteam umfassende Beweise dafür hat, dass (die moslemische Wohlfahrtsorganisation) Al Ittihad weiter in Somalia arbeitet, scheint die Organisation nur wenige formale Verbindungen zur Al Kaida zu haben", heißt es in dem UN-Bericht. Die Gefahr bestehe jedoch weiterhin, dass Somalia als Transitland für Terroristen und terroristisches Material diene.

Übergangsregierung in Mogadischu befürchtet Präsenz aktiver Gefolgsleute Bin Ladens im Land

Die Übergangsregierung von Somalia unter Präsident Abulkassim Salat Hassan hatte die USA um Hilfe gegen ein Eindringen von Al-Kaida-Mitgliedern gebeten. Die Übergangsregierung in Mogadischu, die nur einen kleinen Teil des Landes kontrolliert, befürchtet, dass arabische Gefolgsmänner des von den USA als Terroristenchef gesuchten Osama Bin Laden in Somalia aktiv sein könnten. Die somalische Übergangsregierung war im Jahr 2001 nach über zehnjähriger Anarchie auf einer Friedenskonferenz in Dschibuti eingesetzt worden. Somalia hatte seit der Vertreibung von Diktator General Mohammed Siad Barre 1991 keine gesamtstaatliche Regierung mehr. (APA/dpa)

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