US-Soldaten erschießen drei Zivilisten an Kontrollpunkt

4. April 2003, 07:18
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Vierjähriger Bub unter den Opfern

Washington/Bagdad - An einem Kontrollpunkt südlich von Bagdad haben US-Marineinfanteristen am Donnerstag drei Zivilisten getötet, darunter ein vierjähriges Kind. Der US-Nachrichtensender CNN berichtete, nach Angaben des Militärs sei ein Auto auf den Kontrollpunkt zugerast. Die Soldaten hätten das Feuer eröffnet und den Fahrer und den Beifahrer erschossen. Das schwer verletzte Kind sei nach einer Operation im Krankenhaus gestorben. Auch die Mutter des Buben sei bei dem Zwischenfall verletzt worden.

Am vergangenen Samstag hatte ein Selbstmordattentäter an einem Kontrollpunkt nördlich der zentralirakischen Stadt Najaf vier US- Soldaten mit in den Tod gerissen. Die Führung in Bagdad lobte die Tat und rief zu weiteren Angriffen dieser Art auf. In den folgenden Tagen erschossen US-Soldaten bei zwei verschiedenen Zwischenfällen insgesamt mindestens acht Zivilisten. (APA/dpa)

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