US-Marine geht die Munition aus

4. April 2003, 07:15
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Rund ein Drittel aller Tomahawks bereits verschossen

Washington - Nach dem rapiden Abbau ihres Arsenals an Tomahawk-Marschflugkörpern im Irak-Krieg verhandelt die US-Marine mit dem Rüstungsunternehmen Raytheon Co. über eine Beschleunigung der Produktion. Das bestätigte Marine-Sprecherin Brauna Carl am Donnerstag in Washington. Die Marine hatte bereits 2.194 neuartige Tactical Tomahawks bei Raytheon bestellt. Der Auftrag hat einen Umfang von rund zwei Milliarden Dollar (1,87 Mrd. Euro).

Die Marschflugkörper sollten ursprünglich zwischen 2004 und 2009 geliefert werden. Die Marine möchte die Produktion von 38 auf 50 im Monat erhöht sehen und die Auslieferung dadurch beschleunigen. Nach Angaben von Carl können die Marschflugkörper aber dennoch frühestens im nächsten Jahr geliefert werden. Die Marine hat im Irak-Krieg bereits 735 ihres Arsenals von rund 2.100 Tomahawks abgeschossen.

Die neuen Marschflugkörper können im Gegensatz zu den jetzt verwendeten noch nach dem Abschuss mit neuen Zielkoordinaten gefüttert werden und ihren Kurs im Flug ändern. Sie werden wie die alten von Flugzeugen und U-Booten aus abgeschossen. Die ersten Tests sind in diesem Jahr geplant. (APA/dpa)

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