Reaktionen: Zwischen Lob und "Schmäh"

3. April 2003, 23:02
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Die Reaktionen auf das geplante Reformpaket sind geteilt

An den eigenen Beispielen Grassers zeigt sich für SP-Budgetsprecher Christoph Matznetter, dass es sich um ein "drastisches Be- und nicht Entlastungspaket" handelt. Selbst Kleinsteinkommens-Bezieher würde "in unglaublicher Art" zur Kassa gebeten. Grasser hatte etwa vorgerechnet, dass sich ein Pensionist mit einem Monatsbruttobezug von 900 Euro ab 2004 289 Euro an Steuern erspare.

Der grüne Budgetsprecher Werner Kogler sprach von einem "Schmäh": Hunderttausende Personen würden gerade einmal "ein paar Euro weniger" Steuern zahlen, während sie mit höheren Beiträgen zu Krankenversicherung, Selbstbehalten, Freizeitunfallversicherung spürbar belastet würden.

Lob von Seiten des Wirtschaftsforschers Bernhard Felderer gab es für die Förderung nicht entnommener Gewinne zur Stärkung der Eigenkapitalbasis von Firmen. Ab 2004 gilt eine maximal 25prozentige Besteuerung nicht entnommener Gewinne. Diese Regelung gilt jedoch nur für Personen-und Einzel-, nicht jedoch für Kapitalgesellschaften. (miba/DER STANDARD Print-Ausgabe, 4.4.2003)

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