Weitere amerikanische Vorwürfe gegen Syrien

4. April 2003, 16:05
31 Postings

US-General Brooks: Personen in Syrien arbeiten gegen Truppen im Irak

Sailiyah - Ein US-General hat am Freitag die amerikanischen Vorwürfe gegen Syrien im Zusammenhang mit dem Irak-Krieg erneuert. Der US-Armee lägen Berichte vor, dass Personen in Syrien gegen die von den USA geführten Truppen im Irak arbeiteten, sagte US-Brigadegeneral Vincent Brooks, ein hochrangiger Kommandant der US-Truppen am Golf, in Katar. US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hatte Syrien am Vorabend erneut vorgeworfen, den Irak zu unterstützen. Dies sei ein "feindlicher Akt", für den Syrien zur Rechenschaft gezogen werde, sagte er in Washington.

Zu dem Vorwurf, Syrien liefere Nachtsichtgeräte an die irakische Armee, hatte Brooks zunächst erklärt, er wisse nichts davon. Die Arabische Liga kritisierte, dass die USA für ihre Vorwürfe keine Beweise vorgelegt hätten. Der britische Außenminister Jack Straw hatte sich von den Drohungen des amerikanischen Verteidigungsministers gegen Syrien und den Iran distanziert. Syriens Außenministerium hatte erklärt, die Regierung habe sich entschieden, an der Seite des irakischen Brudervolkes zu stehen, das von einer ungerechtfertigten und illegalen Invasion heimgesucht werde. Das Land vertrete den Standpunkt der Mehrheit der Staaten der Welt, die "Nein zur Aggression gegen den Irak gesagt hat". Syriens "Wahl" bedeute, dass es sich "auf die Seite des irakischen Brudervolkes stellt".

US-Außenminister Colin Powell hatte Syrien zu einem "verantwortungsvolleren Verhalten" aufgefordert und erklärt, Syrien stehe nun "vor einer entscheidenden Wahl". Außenminister Faruk Sharaa hatte erklärt, es sei "im Interesse" Syriens, wenn "die Invasoren im Irak besiegt werden". Syrien gehört derzeit als einziges arabisches Land dem UNO-Sicherheitsrat an.(APA/Reuters)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Rumsfeld sprach von einem "feindlichen Akt", für den Syrien zur Verantwortung gezogen werden könne

Share if you care.