Zukunftsplanung im Wiener Brunnenmarktgrätzel

3. April 2003, 21:16
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Einer der längsten Straßenmärkte Europas - das symbolträchtige Multikultiviertel soll erneuert werden

Wien - Er ist nicht nur symbolträchtiger Brennpunkt der Integration in Wien: Der Brunnenmarkt ist mit 190 Ständen auch einer der längsten Straßenmärkte Europas - zusammen mit dem Yppenmarkt ist er der größte Detailmarkt Wiens. Dazu kommen noch rund 200 Geschäftslokale im Brunnenmarktviertel, das im Tagesschnitt von rund 2000 Menschen besucht wird. Drei Viertel davon sind Migranten.

Adaptierung

Jetzt soll das Grätzel gemeinsam mit Bewohnern, Standlern und Kunden adaptiert werden; erste Ergebnisse des Beteiligungsprozesses liegen bereits vor: Derzeit bewegt sich die Diskussion eher in Richtung fixe Stände - womit eine bessere Infrastruktur für die Standler möglich wäre. Der mühselige tägliche Auf-und Abbau würde entfallen.

Attraktivere Freiplätze Weiters sollen attraktivere Freiplätze geschaffen werden - wie an der Ecke Grundsteingasse/Brunnengasse. Und die Gastronomiebetriebe sollen mehr Raum für Schanigärten bekommen. "Wichtig ist aber, dass es nicht rund um die Uhr ein Remmidemmi gibt und es nicht zu neuen Belastungen für die Bewohner kommt", betont Bezirksvorsteherin Ernestine Graßberger im STANDARD-Gespräch.

Denn der Wunsch nach mehr Nachtruhe - und einer Verkehrsberuhigung außerhalb der Marktzeiten - wurde ebenfalls bereits laut. (frei, DER STANDARD Printausgabe 4.4.2003)

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    Mediterane Stimmung am Brunnenmarkt

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