Hilfe für Kinder mit Kriegstrauma

3. April 2003, 16:47
1 Posting

Österreichisch-slowenisches Projekt für Opfer des Irakkriegs

Wien - Gemeinsam mit Slowenien will Österreich kriegsgeschädigten und traumatisierten Kindern im Irak helfen. Außenministerin Benita Ferrero-Waldner und ihr slowenischer Amtskollege Dimitrij Rupel präsentierten das Projekt am Donnerstag in Wien vor. Österreich stellt zunächst 200.000 Euro aus der vergangene Woche vom Außenministerium beschlossenen Soforthilfe von einer Million Euro für humanitäre Zwecke im Irak bereit. Slowenien steuert vor allem sein Know-how bei: Im Zentrum "Together" (Gemeinsam) in Ljubljana (Laibach) werden seit Jahren traumatisierte Kinder aus dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien (1991-95) behandelt und betreut.

Das Gemeinschaftsprojekt läuft innerhalb des Human Security Network im Rahmen der UNO. In diesem Zusammenschluss von 13 Staaten im UNO-Rahmen hat derzeit Österreich den Vorsitz. Einer der Schwerpunkte sind Kinder in bewaffneten Konflikten. Geplant ist laut Rupel ein Betreuungszentrum für Kinder, Jugendliche und Eltern. Dabei wird man, wie Ferrero-Waldner betonte, eng mit dem Irak-Nachbarn Jordanien zusammenarbeiten. In Amman gibt es bereits seit Jahren ein Zentrum für die Behandlung kriegstraumatisierter palästinensischer Kinder.

Die Außenministerin wird das Projekt am 10. April UNO-Generalsekretär Kofi Annan präsentieren.

Slowenien hat den USA nach anfänglicher Weigerung seinen Luftraum für Überflüge für "humanitäre Zwecke" geöffnet. Auf die Frage des STANDARD, wie man "humanitäre Flüge" von solchen zu Kriegszwecken unterscheiden könne, sagte Rupel am Donnerstag, Letztere könnten nicht leicht verborgen werden. "Wir vertrauen unseren Freunden und Alliierten." (jk/DER STANDARD, Printausgabe, 4.4.2003)

Share if you care.