Schröder und Ahern wollen Nachkriegsordnung nur unter UN-Dach

3. April 2003, 16:24
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Berlin und Dublin weiter uneins über EU-Reform

Berlin - Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder und der irische Premierminister Berti Ahern sehen die Zuständigkeit für die Gestaltung einer Nachkriegsordnung für Irak ausschließlich bei den Vereinten Nationen. Das berichteten beide Regierungschefs am Donnerstag in Berlin nach einer fast 90-minütigen Unterredung im Kanzleramt.

Details einer Nachkriegsordnung könnten zwar noch nicht erörtert werden, weil das niemand vorhersehen könne, sagte Schröder. Er fügte hinzu: "Aber wir sind uns einig in dem Willen, dass die Nachkriegsära klar unter dem Dach der Vereinten Nationen stattzufinden hat." Ahern maß der Zuständigkeit der UN nach Kriegsende "fundamentale Bedeutung" bei.

Einig sei man sich auch gewesen, dass der Krieg im Interesse der Menschen in Irak und darüber hinaus so schnell wie möglich beendet werden müsse, sagte der Kanzler weiter. Er und Ahern würden davon ausgehen, dass das irakische Volk nach Beendigung des Krieges sein Recht auf Selbstbestimmung und Freiheit in Abwesenheit des Diktators Saddam Hussein wahrnehmen könne. Es werde jetzt darauf ankommen, die humanitäre Hilfe zu organisieren.(APA/AP/dpa)

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