Industrie will Verhaltenskodex einführen

3. April 2003, 16:13
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Wien - Die Wiener Ärztekammer begrüßt zwar die Initiative der Pharmaindustrie, einen Verhaltenskodex herzustellen, der beispielsweise zu "üppige Kongressaufenthalte" oder ähnliche Zuckerl für Ärzte von den Pharmahändlern verbieten soll. Doch sie zweifelt an der Durchführbarkeit. "Trotz entsprechender Bemühungen seitens der Ärztekammer konnte ein solcher Verhaltenskodex bislang nicht realisiert werden", betonte der Fortbildungsreferent der Wiener Ärztekammer, Heinz Weber, am Donnerstag in einer Aussendung.

"Für die Patienten ist eine Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Industrie sehr förderlich. Ärzte sind dadurch am neuesten Stand und können somit die Patienten optimal und nach State of the Art betreuen", so Weber. Es solle jedoch eine Zusammenarbeit sein und nicht, wie das aus der Stellungnahme der Vereinigung pharmazeutischer Unternehmen (Pharmig) hervor gehe, "eine Konfrontation", erklärte Weber. (APA)

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