Anti-Irakkrieg-Demonstration von Greenpeace in Salzburg

3. April 2003, 15:57
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Aktivisten fuhren mit nachgebautem US-Army-Panzer zu Esso-Tankstelle

Salzburg - Mit einem nachgebauten US-Army-Panzer haben heute, Donnerstag, Greenpeace-Aktivisten bei einer Esso-Tankstelle in der Stadt Salzburg gegen den Irakkrieg demonstriert. Die Friedensaktivisten wollten mit ihrer Kundgebung auf die Rolle des US-Ölkonzerns in diesem Krieg aufmerksam machen. Die Veranstalter zeigten sich nach eineinhalb Stunden mit ihrer Aktion sehr zufrieden: Einige Autofahrer kündigten an, nicht mehr bei Esso tanken zu wollen.

"Esso behauptet, dass der Krieg nichts mit Öl zu tun hat", so Greenpeace-Energieexperte Jurrien Westerhof, "Wird der Krieg dann etwa um Wüstensand geführt?, fragt Greenpeace. Was in Salzburg Ausdruck von Protest sei, wäre in der irakischen Wüste Realität: Dort hat sich die "101st Division" der US-Army den Fauxpas geleistet, eine ihrer Versorgungstationen "Exxon" (bei uns bekannt als "Esso") zu taufen.

"Esso geht aus der Pole Position ins Wettrennen um irakisches Öl. Dies geht unter anderem aus einer Analyse der Deutschen Bank hervor: Es wird erwartet, dass Esso einer der Konzerne sein wird, die am meisten vom Krieg profitieren. Laut Wall Street Journal hat es bereits im Oktober 2002 Meetings zwischen Ölkonzernen und der Bush-Regierung gegeben. Thema: Die Sicherstellung und Wiederaufnahme der irakischen Ölfelder. Zuerst hat die Ölindustrie das auch zugegeben. Dann hat man offenbar bemerkt, dass man damit den 'Krieg für Öl' bestätigt, und schnell wieder dementiert", so Westerhof. "Schon bei der Absage von US-Präsident Bush an das Kioto-Klimaschutz- Abkommen hat sich gezeigt, wie sich Esso im Weißen Haus durchzusetzen weiß. Und auch jetzt wird sich Esso durchsetzen."(APA)

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