Grüne: Hackler-Verschärfung ist "absoluter Hammer"

3. April 2003, 14:20
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Sozialsprecher Öllinger: "FPÖ ist unglaubwürdig und inkompetent"

Wien - Die Verschärfung der "Hackler-Regelung" im Begutachtungsentwurf der Regierungsparteien für die Pensionsreform ist für den Grünen Sozialsprecher Karl Öllinger der "absolute Hammer". Dass die FPÖ erst im nachhinein draufkomme, dass es in diesem Bereich zu Verschlechterungen komme, beweise, dass die Freiheitlichen "unglaubwürdig und inkompetent" seien, so Öllinger gegenüber der APA am Donnerstag.

Es sei bemerkenswert, dass die selbst ernannten freiheitlichen Anwälte des kleinen Mannes eben diese Gruppe im Stich gelassen hätten. "Die ÖVP hat uns die Hackler-Regelung mit 60/55 angeboten, bei der FPÖ ist eine Verschärfung auf 61,5/56,5 Jahre mit geringeren Steigerungsbeiträgen und höheren Abschlägen geworden. Die FPÖ ist also mit Sicherheit nicht die Adresse für den kleinen Mann".

Das Problem sei, dass sich die FPÖ in der Pensionsproblematik offenbar "nicht auskennt. Die FPÖ hat sich von der ÖVP nicht über den Tisch ziehen lassen, weil die sind schon vor dem Tisch umgefallen", ätzte der stellvertretende Grüne Klubchef. Zu der jüngsten Warnung von Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (F) an die ÖVP vor einem fliegenden Koalitionswechsel von der FPÖ zu den Grünen merkte Öllinger an, diese Gerüchte "gibt es nur deshalb, um die Freiheitlichen bei der Stange zu halten. Ich bin absolut sicher, wenn die Grauslichkeiten der Pensionsreform erst einmal beschlossen sind, dann ist die FPÖ nicht mehr aus den Regierungssitzen weg zu bringen".(APA)

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