Gefängnisstrafe für Schulschwänzen

3. April 2003, 14:18
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Britin muss wegen Schulschwänzer-Sohn ins Gefängnis -Sohn wollte herzkranke Mutter nicht allein lassen

London - Weil sie das Schulschwänzen ihres Sohnes toleriert hat, muss eine Mutter in Großbritannien für drei Wochen ins Gefängnis.

Nach dem "Nachsitzen" steht Pauline Wheaton zudem für weitere drei Wochen unter "Hausarrest". Dieses Urteil fällte ein Gericht in Peterborough in der Nähe von Cambridge. Zuvor hatten unzählige Gespräche mit der 46-jährigen Mutter und ihrem Sohn Thomas keinen Erfolg gebracht.

Die Behörden hatten der allein erziehenden Frau unter anderem angeboten, das Busticket für den 16-Jährigen zu zahlen oder ein Fahrrad zu stellen. Der Anwalt von Pauline Wheaton hatte vor Gericht - vergeblich - damit argumentiert, dass seine Mandantin herzkrank sei. Ihr Sohn habe deshalb einfach Angst, seine Mutter allein zu lassen. (APA)

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