Österreichisches Internet-Tagebuch zum Krieg wird gerne angesurft

3. April 2003, 11:23
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Steigende Zugriffszahlen für "Warblog" von heimischen Journalisten

Der Krieg im Irak ist auch in Internet-Tagebüchern, den so genannten "Weblogs", allgegenwärtig. Immer öfter kreiert die Online-Community nun eigene "Blogs" zum Thema Nummer eins - "Warblogs" heißt das dann im einschlägigen Jargon. Zunehmender Aufmerksamkeit erfreut sich nun ein "Warblog" aus Österreich: Es wurde von heimischen Journalisten gegründet, die anonym bleiben wollen, und ist unter http://war.twoday.net zu finden. In den vergangenen Tagen hat Alexander Ostleitner von der New Media-Agentur Knallgrau, die als Host fungiert, steigende Zugriffe registriert, wie er im Gespräch mit der APA sagte.

"Es ist deutschsprachig und wird von professionellen Journalisten betreut"

Als ein Fleckerlteppich aus aktuellen Meldungen zum Irak-Krieg, Kuriosa, Statements und vielen Links und Querverweisen auf andere Berichte kann das Warblog wohl am ehesten beschrieben werden. User können Kommentare abgeben. Was "war.twoday.net" von vielen anderen Blogs unterscheidet: "Es ist deutschsprachig und wird von professionellen Journalisten betreut", so Ostleitner.

"Man kann von 1.000 bis 2.000 Zugriffen pro Tag ausgehen."

Das Blog verzeichne derzeit "ganz sicher" höhere Zugriffsraten als andere Weblogs zu allgemeineren Themen. "Man kann von 1.000 bis 2.000 Zugriffen pro Tag ausgehen." Außerdem sei nun auch die Suchmaschine Google aufgesprungen. "Das liegt unter anderem daran, dass Weblogs Themen sehr oft früher aufgreifen als andere Dienste, und dass Google wiederum solche Seiten sehr schnell indiziert." Zugriffe auf das Warblog gebe es auch über deutsche Online-Medien.

Für die Inhalte haften die "Blogger"

Die Agentur Knallgrau betreibt das Hosten von Weblogs seit rund zwei Monaten auf kommerzieller Basis. Durchschnittlich 40.000 bis 50.000 Zugriffe täglich verzeichne man insgesamt auf die diversen Internet-Tagebücher, so Ostleitner. Die Agentur beschränkt sich dabei auf die Infrastruktur: Für die Inhalte haften die "Blogger", also jene Personen, die das Blog gegründet haben und es bestücken.(APA)

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