SMS als Wachstumschance für Festnetz-Betreiber

3. April 2003, 10:07
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Studie: Erhebliches Potenzial - Zielgruppe Rentner, Kinder und Geschäftsleute

Festnetzbetreiber sollten sich in Zukunft an der Funktionalität von Mobilfunkdiensten orientieren und etwa in SMS investieren. Der Markt für Festnetz-SMS biete erhebliche Wachstumschancen, heißt es in einer aktuellen Studie des Marktforschers Frost & Sullivan. "Mit kontrollierten Investitionen sollten die Festnetzbetreiber in der Lage sein, ihre Netze SMS-fähig zu machen", sagte Frost & Sullivan-Analyst Nathan Budd. Selbst wenn sich damit nur ein Bruchteil des gesamten SMS-Volumens generieren lassen, so würden sich die Investitionen innerhalb kürzester Zeit bezahlt machen.

Ältere Menschen als Hauptzielgrupe

Erhebliches Potenzial ortet die Studie vor allem bei Zielgruppen, die bisher kaum oder wenig Gebrauch von Textnachrichten via Handys machen: So seien etwa ältere Handynutzer generell mit Festnetz-Telefonie vertrauter und bildeten daher eine ernst zu nehmende potenzielle Zielgruppe für Festnetz-SMS. Eine weiter mögliche Zielgruppe seien Eltern, die ihren Nachwuchs an SMS heranführen wollten, ohne gleich ein Handy für ihn zu erwerben. Erhebliches Potenzial berge außerdem der Sektor für Geschäftsanwendungen, hier spielen SMS bislang kaum eine Rolle. Frost & Sullivan rät den Telekoms, diesen Bereich durch interessante Angebote zu erschließen.

366 Milliarden SMS im Jahr 2002

Um welche Zahlen es dabei geht, erläutert Frost & Sullivan mit einem Blick auf den weltweiten SMS-Markt im Vorjahr: 2002 sind demnach global 366 Mrd. Textnachrichten verschickt worden. Bei einem durchschnittlichen Preis von 0,1 Dollar pro SMS belaufe sich der Umsatz weltweit daher auf 36 Mrd. Dollar und dies bei minimalem Marketing-Aufwand und geringen Implementierungskosten. Aufschluss über das Potenzial von Festnetz-SMS gebe darüber hinaus eine Studie der britischen Regulierungsbehörde Oftel. Demnach verschickten 70 Prozent der Handyuser lieber Textnachrichten statt zu telefonieren. 36 Prozent "smsen" regelmäßig. Und ganze 41 Prozent versenden lieber Kurznachrichten als von ihrem Festnetz-Anschluss zu Hause aus zu telefonieren.(pte)

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