Powell räumt Störung der Beziehungen zu Europa wegen Irak ein

2. April 2003, 21:31
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US-Außenminister rechnet mit Beteiligung der EU am Wiederaufbau des Irak

Vouliagmeni - Einen Tag vor seinem Treffen mit den EU-Außenministern in Brüssel hat US-Außenminister Colin Powell eine tief greifende Störung der transatlantischen Beziehungen eingeräumt. Der Irak-Krieg habe eine "Zeit der Spannung" im transatlantischen Verhältnis eingeleitet, sagte Powell in einer heute, Mittwoch, ausgestrahlten Videoansprache an die Teilnehmer einer außenpolitischen Fachtagung der EU im griechischen Vouliagmeni. "Ich will unsere Differenzen nicht hinunter reden, sie existieren wirklich. Einige europäische Nationen stehen unserer Irak-Linie sehr ablehnend gegenüber."

Er sei aber davon überzeugt davon, dass "sich die Interessen, die uns verbinden, als stärker erweisen als die Punkte, die uns spalten". Ungeachtet des Streits rechnet Powell mit einem Engagement der EU beim Wiederaufbau des Irak. Er zweifle nicht daran, dass "Amerika und Europa gemeinsam dem befreiten irakischen Volk zu einer besseren Zukunft verhelfen" würden. Die Ansprache Powell war nach Angaben der Konferenzveranstalter bereits am Dienstag aufgezeichnet worden.(APA)

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