Japan forscht 440 Minkewale zu Tode ...

2. April 2003, 19:01
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Bilanz einer fünfmonatigen Antarktis-Expedition

Tokio - Die japanische Walfangflotte hat während einer fünfmonatigen so genannten Forschungsexpedition in der Antarktis 440 Minkewale getötet. Nach Regierungsangaben vom Mittwoch befand sich die Flotte auf dem Weg in ihren Heimathafen im Süden Japans, wo die fünf Schiffe am Donnerstag erwartet werden.

Japan darf trotz des 1986 beschlossenen Moratoriums der Internationalen Walfangkommission (IWC) jedes Jahr eine begrenzte Anzahl Wale im Rahmen eines Forschungsprogramms töten. Das Land rechtfertigt den Walfang damit, dass es notwendig sei, Wanderungsrouten, Bestandsentwicklungen und Futterverhalten der Meeressäuger zu untersuchen.

Kritiker werfen Japan vor, die wissenschaftlichen Programme seien nur ein Deckmantel für die kommerzielle Nutzung der gejagten Tiere. Walfleisch gilt in Japan als Delikatesse.(APA/AP)

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