Massen-Identitätskontrolle im Flüchtlingslager Tulkarem

2. April 2003, 19:01
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Mehr als 1000 Palästinenser vorrübergehend auf Schulhof festgehalten - Israelische Armee: Elf Verdächtige festgenommen

Nablus - Die israelische Armee hat am Mittwoch bei einem Vorstoß in das Flüchtlingslager von Tulkarem im Westjordanland mehr als tausend Palästinenser vorübergehend auf einem Schulhof festgehalten. Die Männer im Alter von 15 bis 40 Jahren seien auf ihre Identität überprüft worden, teilten Augenzeugen und palästinensische Sicherheitskräfte mit. Die Soldaten hätten das Lager außerdem mit Absperrungen in mehrere Sektoren unterteilt und Häuser durchsucht. Am Morgen war den Angaben zufolge eine gepanzerte israelische Fahrzeugkolonne unter dem Schutz zweier Armeehubschrauber in das Lager im nördlichen Westjordanland eingedrungen.

Nach Angaben eines israelischen Armeesprechers nahmen Soldaten bei dem Vorstoß elf Palästinenser fest, nach denen wegen mutmaßlicher Mitwirkung bei Anschlägen gefahndet worden war. In der weiter südlich gelegenen Stadt Hebron sei zudem ein örtlicher Befehlshaber der radikalislamischen Hamas und einer seiner Stellvertreter festgenommen worden. Der Jordanier Munir Marei sei in eine Serie von Mordanschlägen gegen Soldaten und jüdische Siedler verwickelt, hieß es weiter.(APA)

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