GPA-Frauen warnen vor massiven Verlusten

2. April 2003, 13:16
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Knafl unterstützt Maßnahmen der Regierung und kritisiert Blecha

Wien - Die Pensionspläne der Regierung würden für Frauen zusätzliche massive Verluste bedeuten, kritisiert die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA). Dagegen unterstützt der Bundesobmann des Seniorenbundes, Stefan Knafl (V), die Maßnahmen der Koalition zur Pensionsreform und übt seinerseits Kritik am Vorsitzenden des Pensionistenverbands, Karl Blecha (S).

Knafl meinte, zur Reform gebe es keine Alternative, "sie ist für Jung und Alt gleichermaßen wichtig". Es gehe um die Sicherung der Pensionen von derzeit zwei Millionen Pensionisten und um die Sicherung der Pensionen der jetzt Aktiven. Knafl warf Blecha vor, wider besseren Wissens behauptet zu haben, dass die derzeit geplanten Regelungen für viele Pensionisten eine Halbierung der Pensionen bedeute. Dies stimme nicht, "es findet kein Eingriff in bestehende Pensionen statt".

GPA-Frauenchefin Erika Helscher kritisierte, dass vor allem angestellte Frauen zu den großen Verlierern der Pensionsreform gehören würden. Durch die Anhebung der Durchrechnungszeiträume und geringere Steigerungsbeträge, fehlende Aufwertungsfaktoren und ausbleibende frauenspezifische Maßnahmen würden Frauen künftig jedenfalls elf bis 20 Prozent weniger Pension erhalten. In einigen Fällen sei sogar mit einem Minus von 30 Prozent zu rechnen. (APA)

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