Erwin Pröll auch "Vorzugsstimmen-Kaiser"

2. April 2003, 13:50
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Mehr als jedes zweite VP-"Kreuzerl" für Landeshauptmann

St. Pölten/Lilienfeld - Erwin Pröll war nicht nur der große Triumphator am niederösterreichischen Wahlsonntag, sondern - erwartungsgemäß - auch der "Vorzugsstimmen-Kaiser". 252.326 der insgesamt 486.368 Stimmen für die Volkspartei (laut dem vorläufigen Endergebnis, Anm.) hatten auf den Landeshauptmann gelautet, teilte Landesgeschäftsführerin Johanna Mikl-Leitner am Mittwoch auf Anfrage mit. Das waren 51,88 Prozent. Mehr als jeder zweite Wähler der Volkspartei hatte somit bei Pröll sein "Kreuzerl" gemacht.

"Besondere Verpflichtung"

"Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen", reagierte der Landeshauptmann. Die auf ihn persönlich entfallenen Stimmen seien eine "besondere Verpflichtung. Die Menschen erkennen offenbar, dass ich ein konsequenter und umsichtiger Arbeiter des Landes bin", sagte Pröll am Mittwoch am Rande eines Lokalaugenscheins nach dem Brand bei der Firma Neuman in Marktl bei Lilienfeld zur APA. Politik empfinde er "nicht als Spiel, sondern als harte Arbeit. Meine Tätigkeit ist dennoch keine Last für mich, sondern eine Freude". Diese Einstellung werde von den Menschen offenbar honoriert.

Nach dem Wahlsonntag ein weiteres Mal in Jubelstimmung zeigte sich die VP-Landesgeschäftsführerin. Pröll habe nicht nur ein sensationelles, sondern sogar "das beste Ergebnis an Vorzugsstimmen erreicht", das es jemals gegeben habe. Das sei "ein noch nie da gewesener Vertrauensbeweis für eine politische Persönlichkeit", sagte Mikl-Leitner zur APA. "Fast 30 Prozent (exakt 27,63, Anm.) aller abgegebenen gültigen Stimmen entfallen auf Pröll." Das zeige auch, "wem die Menschen zutrauen, das Land in die großen Herausforderungen zu führen, vor denen Niederösterreich steht".

63.104 Onodi-Stimmen

SP-Spitzenkandidatin LHStv. Heidemaria Onodi vereinigte auf der Landesliste 63.104 (rpt. 63.104) der 307.122 SP-Stimmen (entspricht 20,55 Prozent) auf sich. 3.496 erhielt sie auf der Bezirksliste in St. Pölten. Auf den Plätzen im internen Ranking der Sozialdemokraten: Landesrätin Christa Kranzl mit 5.847 Vorzugsstimmen (1.476 in ihrem Wahlkreis Melk) und der designierte Landesrat Emil Schabl mit 5.641 (1.775 in seinem Wahlkreis Baden).

Madeleine Petrovic, Spitzenkandidatin der Grünen, verbuchte 21.878 Vorzugsstimmen. Das sind 33,45 Prozent der laut dem vorläufigen Ergebnis 65.402 für ihre Partei. Franz Marchat, inzwischen zurückgetretener Spitzenkandidat der Freiheitlichen, erhielt 5.680 "Persönliche". Das entspricht 13,83 Prozent der am Sonntag insgesamt nur mehr 41.084 für die FPÖ. (APA)

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