Lufthansa erwägt weitere Flugzeug-Stilllegungen

2. April 2003, 12:30
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SARS lässt Buchungen einbrechen

Mainz - Nach Flugstornierungen und massiven Buchungsrückgängen infolge der Lungenkrankheit SARS muss die Lufthansa möglicherweise weitere Maschinen außer Dienst stellen. "Wir wollen keine leeren Flugzeuge durch die Gegend fliegen", sagte Lufthansa-Chef Jürgen Weber am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. Falls zusätzlich zu den bereits stillgelegten Maschinen weitere außer Dienst gestellt werden müssten, werde die Airline dies "sehr kurzfristig" tun. Nach der Ausbreitung von SARS vor allem in Asien sind bei den Fluggesellschaften weltweit die Buchungen eingebrochen.

"Ich bin gegen Beihilfen"

Die Airline brauche "eine bestimmte Auslastung, damit wir gerade auch in dieser schwiergien Zeit wirtschaftlich operieren", sagte Weber weiter. Staatliche Milliardenhilfen, wie sie den Fluggesellschaften in den USA gewährt werden, lehnt der Chef der Kranich-Airline weiterhin ab: "Ich bin gegen Beihilfen, grundsätzlich."

Krisenklausel

Auf die weltweite Krise der Luftfahrt könne die Lufthansa durch eine besondere Krisen-Klausel im Tarifvertrag reagieren, erläuterte Weber. Diese sehe eine Kürzung der Arbeitszeit auf bis zu 35 Stunden pro Woche bei entsprechender Gehaltskürzung vor. Nur die Piloten seien davon durch einen eigenen Vertrag ausgenommen. (APA)

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